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Die BEA in Bern ist abgesagt – und ist damit nicht allein
Aus Tagesschau vom 02.02.2021.
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Keine Grossanlässe Haben Messen nach Corona eine Zukunft?

Fast alle Frühlingsmessen in der Schweiz sind abgesagt. Neue Konzepte sind gefragt, doch verschwinden werden sie nicht.

Nun also auch die BEA in Bern: Die Messe ist abgesagt, wie so viele andere Frühlingsmessen. Die AMA in Aarau, die LUGA in Luzern, die HIGA in Chur, WOHGA in Winterthur, sie alle haben bereits die Segel gestrichen. Eine Ausgabe 2021 wird es nicht geben.

Unbedingt eine Lösung finden

Man habe bis zuletzt nach Lösungen gesucht, sagt Bernexpo-Präsidentin Franziska von Weissenfluh: «Wir wollten möglichst viele Konzepte ausprobieren und berechnen. Eine komplette Absage ist jetzt schon ein harter Schlag.» Doch dieses Szenario wurde unausweichlich. Gegen 300'000 Besucherinnen und Besucher hat die BEA jeweils. So stark dürften die Coronamassnahmen bis April wohl kaum gelockert werden.

Existenzbedrohend sei diese zweite Absage für Bernexpo noch nicht, so Weissenfluh. «Aber wenn die Pandemie weitergeht, müssen wir uns überlegen, ob das Geschäftsmodell noch passt.»

Kommt die grosse Flurbereinigung?

Das Messewesen in der Schweiz ist nicht erst seit Corona in Schwierigkeiten. Die Mustermesse Basel ist bereits verschwunden, ebenso wie das Comptoir Suisse in Lausanne. Welche Auswirkung hat da Corona?

Für gewisse Messekonzepte könnte es in Zukunft tatsächlich schwierig werden, sagt Christoph Kamber vom Verband Expo Event: «Einige Formate werden die Krise nicht überleben.» Andere Veranstaltungen würden sich verändern: «Neue hybride Formate werden entstehen, zum Beispiel Mischformen zwischen physischen und digitalen Veranstaltungen.»

Der Mensch bleibt analog.
Autor: Christoph KamberPräsident Verband «Expo Event»

Insgesamt aber haben die Messen eine Zukunft, ist Kamber überzeugt: «Viele Unternehmen sagen uns, sie bräuchten den persönlichen Kontakt zur Kundschaft. Genau das bieten Messen.» Insofern würden die Grossausstellungen so schnell nicht verschwinden: «Der Mensch bleibt analog.»

Johann Schneider-Ammann und ein Säuli.
Legende: Auch die OLMA ist ein Publikumsmagnet. 2018 wurde sie von Johann Schneider-Ammann eröffnet. Keystone

Dass es weiterhin Messen braucht, davon ist auch Franziska von Weissenfluh überzeugt. «Die Coronapandemie zeigt ja gerade, dass die Menschen nicht alles digital machen wollen.» Sie rechnet bereits für Herbst 2021 mit einer Normalisierung im Messebereich. Und noch mehr: Bernexpo will in physische Ausstellungen investieren, konkret in einen Neubau auf dem Expogelände.

Neue Event- und Kongresshalle für Bern?

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Bild modernes Gebäude
Legende: So soll die neue Eventhalle aussehen. ZVG

Bernexpo plant für das Messegelände beim Berner Guisanplatz einen grossen Neubau: Die alte Festhalle soll durch ein neues Kongress- und Eventgebäude ersetzt werden. Kosten: 95 Millionen Franken. Die multifunktionale Halle entspreche einem Bedürfnis, argumentiert Bernexpo-Präsidentin Franziska von Weissenfluh.

Tatsächlich verfügt Bern über keine Halle in dieser Grösse. 9000 Besucherinnen und Besucher passen maximal in das Gebäude. In Basel, Zürich oder Genf gibt es solche Hallen, die oft für Konzerte oder Kongresse genutzt werden.

Weil sich auch die Stadt Bern an den Baukosten beteiligt, wird am 7. März 2020 über die Halle abgestimmt. Widerstand gegen den Bau kommt bisher erst aus Kreisen der Grünen. Man solle das Geld für sinnvollere Dinge ausgeben, hiess es im Stadtrat.

Die neue Halle würde 2024 eröffnet werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Finanzierung zustande kommt und die Stimmbevölkerung das Projekt am 7. März an der Urne gutheisst.

Tagesschau, 2.2.21, 12:45 Uhr

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Halbeisen Charles  (chh)
    Kapituliert da jemand vor dem Virus? Wieso sollten wird keine Feste mehr feiern?
  • Kommentar von Hannes Zubler  (Zubi)
    Antwort: natürlich, wieso nicht?
    Der Virus war ein emotionaler Muntermacher. Aber sollen wir uns deshalb jetzt alle in die Höhle verkriechen? Es ist kein Metoeriteneinschlag wie vor 65 Mio Jahren, sondern es ist ein Weckruf, die hasenähnliche Vermehrung der Menschheit zu hinterfragen.
  • Kommentar von Christoph Brasser  (Christoph Brasser)
    Alles muss wieder genau so wie vor "C" sein. Ein "neues Normal" darf nie und nimmer akzeptiert werden.