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Keine Zölle mehr auf Fisch Efta und Vietnam unterzeichnen Freihandelsabkommen

  • Die Schweiz, Island, Liechtenstein und Norwegen haben gemeinsam mit Vietnam ein umfassendes Freihandelsabkommen abgeschlossen.
  • Damit verpflichtet sich auch die Schweiz, sämtliche Zölle auf Industrieprodukte und Fisch aus Vietnam abzuschaffen.
  • Vietnam wird seinerseits in den nächsten Jahren die Zölle auf zahlreiche Produkte streichen, wie zum Beispiel für Uhren, Maschinen oder auch Käse und Schokolade.
  • Das Freihandelsabkommen soll den Handel mit Waren und Dienstleistungen deutlich vereinfachen.

Die Europäische Freihandelsassoziation (Efta), wozu auch die Schweiz gehört, und die Regierung von Vietnam gaben den Abschluss der Verhandlungen bekannt. Vorausgegangen war im Juni eine Ministerkonferenz in der isländischen Hauptstadt Reykjavik. Für die Schweiz hatte Bundesrat Guy Parmelin an den Gesprächen teilgenommen.

Zölle auf Fisch werden abgeschafft

Mit Inkrafttreten des Abkommens verpflichten sich die Efta-Staaten, sämtliche Zölle auf Industrieprodukte sowie Fisch und andere Meereserzeugnisse aus Vietnam dauerhaft abzuschaffen.

Grosser orangefarbener Kran hebt einen Frachtcontainer in einem Hafen an.
Legende: Der Hafen Hai Phong im Norden Vietnams: Künftig werden auf Exporte in Efta-Staaten keine Zölle mehr erhoben. REUTERS/Athit Perawongmetha

Vietnam wird seinerseits die Zölle auf den überwiegenden Teil der Industrie- und Fischereiprodukte aus den Efta-Staaten innerhalb von maximal elf Jahren nach Inkrafttreten des Abkommens abbauen. Davon profitieren insbesondere Exporteure von Uhren, Fisch, chemischen Erzeugnissen und Maschinen.

Neue Ursprungsregeln

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Das Abkommen enthält ein umfassendes System von Ursprungsregeln, das sich ebenfalls weitgehend an den jüngsten Freihandelsabkommen der Efta orientiert.

Es legt fest, unter welchen Bedingungen Produkte als Erzeugnisse der Efta oder Vietnams gelten und damit von den Zollvorteilen profitieren. Zudem können unter bestimmten Voraussetzungen auch Vorleistungen aus Asean-Staaten (Association of Southeast Asian Nations) oder der EU angerechnet werden. Das erleichtert Unternehmen mit internationalen Lieferketten den Handel.

Auch im Agrarbereich verbessern die Vertragsparteien den Marktzugang entsprechend ihren jeweiligen Handelsinteressen. Wichtige Exportprodukte der Efta wie Käse, Kaffee, Schokolade und Nahrungsergänzungsmittel – erhalten spätestens 16 Jahre nach Inkrafttreten des Abkommens zollfreien Zugang zum vietnamesischen Markt. Umgekehrt gewährt die Efta für vietnamesische Agrarprodukte ähnliche Vergünstigungen wie in ihren anderen Freihandelsabkommen.

Das Handelsvolumen zwischen den Efta-Staaten und Vietnam belief sich im Jahr 2025 auf 4.8 Milliarden Euro. Vietnam verzeichnete dabei einen Handelsüberschuss von 2.5 Milliarden Euro (ohne Schweizer Goldhandel).

Handelserleichterungen

Das Abkommen soll den Handel zwischen den Efta-Staaten und Vietnam vereinfachen. Geplant sind schnellere Zollverfahren und klarere Regeln. Zudem erleichtert das Abkommen Investitionen und verbessert den Marktzugang für Unternehmen.

Die Staaten verpflichten sich ausserdem zu fairem Wettbewerb sowie zur Einhaltung von Umwelt- und Arbeitsstandards. Auch kleine und mittlere Unternehmen sollen vom Abkommen profitieren.

SRF 4 News, 2.7.2026, 15 Uhr ; 

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