Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Auch Gewerkschaften wollen sich den Klimaprotesten anschliessen. abspielen. Laufzeit 01:40 Minuten.
01:40 min, aus HeuteMorgen vom 17.05.2019.
Inhalt

Klimajugend und Gewerkschaften «Für die Energiewende braucht es Druck von der Strasse»

  • Die Jugendlichen, die gegen den Klimawandel zu Felde ziehen, wollen künftig eine gesellschaftliche Bewegung werden.
  • Dazu sollen die Gewerkschaften in das Engagement eingebunden werden.
  • Und die Arbeitnehmervertretungen signalisieren bereits Interesse - wollen aber auch eigene Vorstellungen in der Bewegung verankern.

Die Klimajugend will mehr. Bisher hat sie Tausende von Schülerinnen und Studenten mobilisiert. Aber das reicht nicht.

Die 28-jährige Franziska Meinherz ist eine der Wortführerinnen der Bewegung. Kürzlich sagte sie an einer Podiumsdiskussion in Bern: «Wir wollen nicht eine Jugendbewegung bleiben. Wir wollen eine Gesellschaftsbewegung werden. Und die arbeitstätige Bevölkerung mit einzubeziehen ist essentiell. Dann erhalten wir ein Druckmittel.»

Austausch mit Gewerkschaften

Ein Druckmittel, um schärfere Massnahmen zum Schutz des Klimas politisch durchzusetzen. Dabei sollen die Gewerkschaften mit ihren vielen Mitgliedern helfen: «Wir haben bereits mit einigen Gewerkschaften den Austausch gesucht. Sie sind absolut gewillt mit uns zusammenzuarbeiten und zu schauen, wie wir diese Konvergenzen finden können», erklärt Meinherz.

Und tatsächlich stossen die Anliegen der Klimajugend bei den Gewerkschaften auf offene Ohren. Das bestätigt Dore Heim, die Zentralsekretärin des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes: «Es braucht ganz dringend Druck von der Strasse, damit die Energiewende in der Schweiz Fahrt aufnimmt. Insofern glaube ich, dass es sehr richtig ist, dass die sogenannte ‹Klima-Jugend› jetzt sagt, die Bewegung müsse verbreitert werden.»

«Energiewende sozial verträglich gestalten»

Doch die Gewerkschaften wollen auch ihre eigenen Anliegen einbringen, ergänzt Heim: «Die Energiewende muss unbedingt sozialverträglich ausgestaltet werden. Sonst trifft sie die Schwächsten, die Leute mit dem niedrigsten Einkommen.»

Der Gewerkschaftsbund und seine Verbände haben insgesamt 360’000 Mitglieder. Wenn nur schon ein Teil davon fürs Klima auf die Strasse geht, kann sich die Klimajugend über eine kräftige Unterstützung freuen. Im Gegenzug könnte sie allerdings ihren Ruf als völlig unabhängige Bewegung verlieren.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

76 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Alex Terrieur (Imfeld)
    Formel E Rennen in Bern (inkl. E-Fahrzeugförderung) zeigt enorm, wie wir das Energiesparen sehr nötig haben!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Alex Volkart (Lex18)
    Das für das Klima demonstriert wird finde ich gut. Doch wichtiger ist dies auch selbst zu leben. Z.B. Ich besitze kein Auto sondern nutze fast ausschliesslich den ÖV. Ich nutze keine sozialen Dienste und keinen Cloud-Speicher. Ich besitze kein Smartphone mehr, sondern nur ein klassisches Tastennatel. Ich kaufe ausschliesslich saisonal. Sachen zum Anziehen kaufe ich nur wenn es nötig ist, sprich was fehlt. Mein Fussabtruck ist also kleiner als der von manchen Demonstrierenden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Benedikt Jorns (Benedikt Jorns)
    Die Energiewende will die schrittweise Ablösung unseres Atomstroms durch erneuerbare Energien. Die kommenden Jahre werden uns zeigen, ob dies in der Schweiz überhaupt möglich ist. Für unsere Stromversorgung ist einzig das Winterhalbjahr kritisch. Photovoltaik deckt dann gemäss den neusten Statistiken erst 1,05% und Windkraft sogar nur ca. 0,3% unseres Stromverbrauchs.
    Für eine Einschränkung des CO2-Ausstosses und gleichzeitig für die Energiewende zu kämpfen, ist ein totaler Widerspruch.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Reto Camenisch (Horatio)
      Energiewende beinhaltet nicht nur Stromproduktion, sondern Gebäudetechnik, effiziente, nachhaltige Produktion, und so weiter.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen