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«Klimamarsch» von Genf Forderung nach wirksamen Schritten gegen die Klimaerwärmung

Mehrere tausend Menschen haben am «Klimamarsch» in Genf teilgenommen und Massnahmen durch die Politik verlangt.

Legende: Video Demonstration in Genf gegen Klimaerwärmung abspielen. Laufzeit 01:04 Minuten.
Aus Tagesschau vom 13.10.2018.

Rund 20 Organisationen hatten dazu aufgerufen, am «Klimamarsch» von Genf teilzunehmen. Unterstützt wurde die Kundfgebung auch von der Klima-Allianz Schweiz. Nach Angaben der Organisatoren folgten dem Aufruf über 7000 Menschen, die Polizei spricht von rund 3500 Demonstrantinnen und Demonstranten.

Die Teilnehmer des «Klimamarsches» forderten die Politik auf, unverzüglich wirksame Massnahmen im Kampf gegen die Klimaerwärmung zu ergreifen. Es gehe darum, ein Signal an das Schweizer Parlament zu senden, das demnächst die Totalrevision des CO2-Gesetzes beraten werde, heisst es in einer Mitteilung der Organisatoren. Seit 800’000 Jahren sei die CO2-Konzentration in der Atmosphäre noch nie so hoch gewesen. Dadurch ausgelöste grosse Veränderungen in den Ökosystemen seien bereits im Gange.

Politik soll es regeln

«Wir stellen die Schweizer Klimapolitik in Frage», sagte Mathias Schlegel, Mediensprecher der Umweltorganisation Greenpeace: «Die Politiker müssen ehrgeizigere Massnahmen entwickeln, um die Klimaziele zu erreichen.»

Die Schweiz habe sich mit der Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens verpflichtet, mitzuhelfen, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, wie es der Weltklimarat (IPCC) fordert. Die Klimapolitik des Bundes verfolge dieses Ziel jedoch nicht. Das zeige zum Beispiel die Passivität des Bundes beim Verkehr.

Kritik am Geschäft mit fossilen Brennstoffen

Die Demonstranten in Genf verurteilten auch die Geschäfte des Schweizer Finanzsektors mit fossilen Brennstoffen. Schweizer Finanzakteure, also Banken, Versicherungen und Pensionskassen, verantworteten weltweit mehr als 20 Mal so viele Treibhausgasemissionen wie die Haushalte und Unternehmen in der Schweiz zusammen, schreiben die «Klimamarsch»-Organisatoren.

Auch in Frankreich haben zehntausende Menschen für einen entschlosseneren Kampf gegen den Klimawandel demonstriert. Bei den Kundgebungen in fast 80 Städten gingen dort nach Angaben der Organisatoren insgesamt 100'000 Menschen auf die Strasse.

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44 Kommentare

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  • Kommentar von Florentin Bucher (F. Bucher)
    Make Change – not Excuses Überwinden wir parteiliche Grabenkämpfe und stellen die Weichen neu in Mobilitäts- und Konsumfragen! Lasst uns in grossen & mutigen Schritten vorangehen und so den Kampf gegen die Klimaerwärmung und der damit verbundenen katastrophalen Folgen abwenden. Denn ein intakter Planet ist schlicht unsere Lebensgrundlage! Darum: Ja zum Klimaschutz – uns allen zuliebe !
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  • Kommentar von P. Zahner (Auf Merksam)
    Von wegen, man kann nichts tun. Ich bin jetzt 26 Jahre und fahre immernoch nicht Auto. Bin 1mal geglogen und kaufe Produkte aus biologischem Anbau. Und wer das aus welch auch immer Gründen nicht kann, der soll halt langsam Anfangen und beginnen umzudenken. Für jedes Problem gibts eine Lösung. Aber wenn das einzige Problem die Faulheit und Ignoranz ist, dann sollte man sich sowieso eine Prise Selbstreflektion gönnen. Beste Grüsse
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    1. Antwort von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
      P.Zahner, gebe Ihnen voll recht! Meine Familie und ich machen das seit vielen Jz auch, sogar noch ein paar Schritte weiter: Keine Flüge, kaum Autofahrten, Reduktion von Fleischkonsum auf 2x/W, Tierisches ausschliesslich von nahen Biohöfen, Pflanzliches Eigenanbau, seit über 30J aus bekannten Gründen keinen Fisch mehr uvam. Das Traurige an der Geschiche, ich kenne keinen in meinem gesamten Umfeld, der das auch so durchzieht. Und das bestätigt leider unsere Geschichte, die grosse Masse tut nichts!
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  • Kommentar von René Balli (René Balli)
    Ich sehe nicht wie und wo wir uns in den nächsten 5 Jahren wesentlich einschränken werden. Bei der Mobilität, welche laufend zunimmt? Will man den Treibstoff verteuern, schreien alle Zetermordio und Verlust von Arbeitsplätzen und Kerosin kann man nicht besteuern, weil es die anderen auch nicht tun. Zudem vertreten unsere Parlamentarier hauptsächlich die Wirtschaft und sind somit auch nicht daran interessiert, etwas zu ändern. Et voilá, Status quo seit Jahren und es geht genau gleich weiter.
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    1. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Immer diese faulen Ausreden. Dasselbe mit der Tobin Steuer: Man könne es nicht einführen weil es die andern nicht tun. Wenn man denn wollte könnte man mit einem moderaten Ansatz beginnen. Das würde nichts komplett kippen, aber ein starkes Signal an "die anderen" senden. Man erinnere sich an die Autobahnvignette. Dieselben Argumente hörte man im Vorfeld laufend. Trotzdem konnte die CH das Prinzip erfolgreich einführen.
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