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Polizei führt Aktivisten vom Bundesplatz (unkomm.)
Aus News-Clip vom 23.09.2020.
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Klimaprotest Stadtpräsident: «Angebot für andere Demo-Plätze gilt nicht mehr»

Aufmerksamkeit für das Anliegen, geordneter Polizeieinsatz: Klima-Aktivisten wie auch Stadtpräsident sind zufrieden – aus unterschiedlichen Gründen.

Der Platz ist fast geräumt, aber noch immer schneidet die Feuerwehr angekettete Aktivisten frei. Eine Handvoll von ihnen sei noch angekettet, sagte ein Polizeisprecher. Viele Polizisten sind noch immer vor Ort. Die Bundesparlamentarierinnen und Bundesparlamentarier mussten durch den Hintereingang ins Bundeshaus.

Das eigentliche Protestcamp ist aber zu Ende, die meisten Klima-Aktivistinnen und -Aktivisten sind weg, die Polizei hat einzelne von ihnen auf den Polizeiposten mitgenommen. Von Verletzten ist nichts bekannt.

Polizeieinsatz «wie nach Drehbuch»

Stadtpräsident Alec von Graffenried zeigte sich auf Anfrage zufrieden. Alles lief nach Drehbuch: «Auch die Klima-Aktivistinnen und -Aktivisten waren vorbereitet. Man hatte den Eindruck, dass sie die Polizei erwartet haben. Der Einsatz verlief wie nach Drehbuch.»

Wir haben viel erreicht.
Autor: Meret ScheferKlima-Aktivistin

Eine Sprecherin der Klima-Aktivistinnen und -Aktivisten bestätigt, dass die Räumung ruhig verlief. Für die Klimaschützerin Meret Schefer ist klar: «Wir haben zumindest ein grosses Statement gesetzt, wir waren überall im Gespräch. Was die längerfristigen Auswirkungen sind, können wir noch nicht sagen. Aber insgesamt haben wir viel erreicht.»

Zu viel Zugeständnisse gemacht?

Am Montag hatten Klima-Aktivistinnen und Klima-Aktivisten den Bundesplatz besetzt. Sie wollten bis Ende Woche bleiben. Doch National- und Ständeräte intervenierten bei der Berner Stadtregierung. Diese musste sich einmal mehr den Vorwurf gefallen lassen, zu lange zuzuwarten, Aktivisten zu viel Zugeständnisse zu machen.

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Berner Stadtpräsident: «Wir haben den Dialog gesucht»
01:39 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 23.09.2020.
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Stadtpräsident von Graffenried wehrt sich: «Ich habe mich oft gefühlt wie ein Fussballtrainer. Dem wird auch immer erklärt, was er alles falsch macht. Aber letztlich zählen für uns die Resultate, und an denen werden wir gemessen.» Die Klima-Aktivistinnen und Klima-Aktivisten haben noch nicht entschieden, ob sie diese Woche weitere Aktionen durchführen werden. Aber der Stadtpräsident macht klar: Das Angebot von Anfang Woche, auf anderen Plätzen zu demonstrieren, bestehe nicht mehr.

Audio
Protestcamp auf dem Bundesplatz ist zu Ende
01:39 min, aus HeuteMorgen vom 23.09.2020.
abspielen. Laufzeit 01:39 Minuten.

Heute Morgen, 23.9.2020, 8 Uhr

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51 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Meier  (Epikur)
    Oha, jetzt gibt er aber den Tarif voll durch. Nach 17 Angeboten, 48 Stunden abwarten, 3 Ultimaten. Und ähm, dem stundenlangen Zuschauen, wie dutzende Leute eine riesige, unbewilligte Öko-Chilbi auf dem Bundesplatz aufbauen, trotz glasklarer Regeln dagegen. Wenigstens gab es da ganz viel Zeit, überrascht zu sein, und den Aktivisten mit grosszügiger Rhetorik indirekten Hoheitsstatus zu verleihen. Schlussendlich doch positiv, ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass noch geräumt wird.
  • Kommentar von Mariette Schelker  (Grosi)
    Um die Klimaaktivisten auch in Zukunft nachhaltig unterstützen zu können: Entlehnte Reisigbesen verteilen und Platz wischen lassen.
    Platz aufgeräumt und gereinigt verlassen, Schilfhütten und zu vernehmen, dass die Zelte in den Ferien mit dem Velo oder Kanu aus China hergeholt worden seien (aus eigenem Sack bezahlt), würde noch mehr überzeugen.
  • Kommentar von Ernst von Allmen  (MEVA)
    Abwarten und Tee Trinken Herr Stadtpräsident.