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Volles Bierglas von oben fotografiert
Legende: Volles Bierglas von oben fotografiert Reuters
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Schweiz Koma-Trinker im Spital: Die Krankenkassen sollen weiterhin zahlen

Wer wegen Alkoholmissbrauchs im Spital landet, ist meist selbst schuld. Bezahlen sollen laut Bundesrat aber die Krankenkassen. Das Parlament dagegen will die Komatrinker persönlich belangen.

Der Bundesrat hat eine Änderung der obligatorischen Krankenversicherung abgelehnt. Die Gesundheitskommissionen beider Räte wollen dagegen einen Wechsel bei der medizinischen Notversorgung wegen Alkoholvergiftung. Wer zu viel trinkt und deshalb ins Spital oder in die Ausnüchterungszelle muss, soll nach dem Willen der Parlamentarier künftig selber dafür aufkommen.

Eigenes Verschulden sei aber heute kein Kriterium dafür, ob die obligatorische Krankenpflegeversicherung die Kosten übernehme oder nicht, teilte die Regierung mit. «Eine Ausnahme bei übermässigem Alkoholkonsum käme einem Systemwechsel gleich und wäre mit dem Verfassungsgrundsatz der Rechtsgleichheit schwer vereinbar.»

Weiter befürchtet der Bundesrat, dass sich insbesondere Jugendliche und Personen aus bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen spät oder gar nicht in Behandlung begeben könnten, wenn sie die Kosten selbst tragen müssen.

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26 Kommentare

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  • Kommentar von P.Fetz , Zürich
    Das kommt davon weil die Eltern die Kinder in den Hort abschieben, weil die Eltern beide Arbeiten müssen wird das erziehen von Kindern auf das Abstellgleis geschoben und das Konasaufen ist dass Resultat!
  • Kommentar von Franz NANNI , Nelspruit SA
    Bei einem selbstverschuldeten fahrlaessigen Unfall wird jede Versicherung einen gehoerigen Batzen von der Leistung abziehen, das ist ueberall gang und gaebe.. warum nicht beim Komatrinken.. diese dummen Kinder sollen es mitbekommen was sie fuer Mist bauen oder wenigstens die Erziehungsverantwortllichen.
    1. Antwort von Rolf Suter , Zürich
      Der Grund ist, jugendliche müssen noch vieler Erfahrunge sammeln und machen halt Fehler. Sie versuchen sich dabei häufig gegenseitig zu schützen und haben wenig Geld. Die Gefahr ist zu gross, dass eine Gruppe dann zu spät Hilfe holt, wenn ein Kollege wegen dem Alkohl das Bewusstsein verliert. Dies weil sie Angst haben, dass der Kollege dann eine hohe Rechnung bekommt. Um solche unnötigen Todesfälle zu verhindern ist es sinnvoller und menschlicher, die Kosten selber zu übernehmen.
  • Kommentar von Christina Degen , Biel-Benken
    Es wäre eine äußerst gefährliche Richtung die da eingeschlagen würde, wenn Leistungen aus der obligatorischen Krankenversicherung gekürzt oder gestrichen würden. Es lässt sich bei vielen Diagnosen eine "Selbstverschuldung" festlegen. Wer definiert was eine "Selbstverschuldung" ist? Anwälte und die Krankenkassen würde sich freuen; die einen verdienen daran; die anderen müssen weniger bezahlen. Es würde langwierige und schmerzhafte Versicherungsprozesse auslösen und der Patient darunter leiden.