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Zirkus hat offene Rechnungen
Aus Schweiz aktuell vom 23.01.2020.
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Konkursverfahren eröffnet Circus Royal ist pleite

Gegen den Circus Royal ist ein Konkursverfahren eingeleitet worden. Dies bestätigt das Konkursamt Thurgau gegenüber SRF.

Die negativen Nachrichten rund um den ehemals zweitgrössten Schweizer Zirkus reissen nicht ab. Das Bezirksgericht Kreuzlingen hat den Konkurs über die Firma Circus Royal GmbH eröffnet.

Zwei Konkurse innert zwei Jahren

Bereits am 26. Juni 2018 ist der Konkurs über die Vorgängerfirma Circus Royal Betriebs GmbH eröffnet worden. Nur zwei Wochen vorher hat Direktor Oliver Skreinig die neue Firma im Handelsregister eintragen lassen, die nun ebenfalls Konkurs ist.

Die Staatsanwaltschaft Thurgau hat zudem am 17. Dezember 2019 beim Bezirksgericht Kreuzlingen Anklage wegen Konkursdelikten gegen Oliver Skreinig erhoben.

Skreinig zeigte sich kämpferisch

Oliver Skreinig kam im Alter von 18 Jahren zum Zirkus Royal. Später hat er als Lebenspartner von Peter Gasser den Zirkus geführt. Gasser verstarb 2018.

Mann schaut an der Kamera vorbei
Legende: Oliver Skreinig übernahm den Zirkus von der Dynastie Gasser. Keystone

Noch vor wenigen Tagen sagte Skreinig gegenüber SRF, dass er immer noch auf eine Rettung des Zirkus hoffe. Er sei daran, einen Käufer oder einen Partner zu finden. Offenbar ist das jedoch nicht gelungen. Skreinig war für eine aktuelle Stellungnahme zum Konkurs nicht erreichbar.

Traditionszirkus mit auf und ab

Seit 56 Jahren tourt der Circus Royal durch die Schweiz. 1963 gründete Helen Gasser-Stey den Zirkus. Ihr Enkel Peter Gasser übernahm die Führung des Circus von 1999 bis zu seinem Tod 2018. Bereits seit 15 Jahren steht auch Oliver Skreinig als Direktor in der Manege.

Zu Spitzenzeiten beschäftigte der Zirkus gegen 100 Angestellte. Der Thurgauer Zirkus war der letzte in der Schweiz, welcher eine Raubtiernummer zeigte. Immer wieder kämpfte er deswegen mit Tierrechtsorganisationen.

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Aus dem Archiv: Der Circus Royal
Aus Glanz & Gloria vom 15.04.2018.
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12 Kommentare

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  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Die meisten Tiere sind von ihrer Veranlagung her sehr aktiv. Im Zirkus müssen sie jedoch den überwiegenden Teil ihres Lebens in winzigen Transportkäfigen, Boxen oder viel zu kleinen Gehegen verbringen. Nur für die wenigen Minuten ihrer Darbietungen in der Manege dürfen sie ihre Gefängnisse verlassen. Die Tiere werden ihrer natürlichen Bedürfnisse beraubt, was zu Schmerzen und Leiden führt – Tag für Tag, Monat für Monat und Jahr für Jahr.
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  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Ein vollumfängliches Verbot für Tiere im Zirkus. Die Glitzerwelt der Zirkusse verschleiert die mangelhaften Bedingungen und die Zwang geprägte Dressur. Mittlerweile verliert Zirkus mit Tieren mehr und mehr an Akzeptanz, denn der breiten Öffentlichkeit ist zunehmend bewusst, dass die Tiere rücksichtslos behandelt, in absoluter Beengtheit gehalten und oft bis zum letzten Atemzug ausgenutzt werden.
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  • Kommentar von Peter Zuber  (Hä nuuh)
    Der Zirkus ist eine Unterhaltungsform aus dem vorletzten Jahrhundert.
    Normal und gar nicht schade wenn das verschwindet. Wenn die Leute hingehen würden, gäbe es ja kein Problem. Das ist bei den anderen hochsubvertionierten Kulturbetrieben nicht anders. Aber die dienen ja der Unterhaltung der Reichen die sich das gerne von den Doofeb bezahlen lassen.
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