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Konsequenz nach Wahlverlusten SVP-Parteichef Albert Rösti tritt im Frühling ab

  • SVP-Parteichef Albert Rösti will nach vier Jahren im Amt im Frühling 2020 das Parteipräsidium abgeben.
  • Dies sagte der 52-jährige Nationalrat aus dem Berner Oberland dem «SonntagsBlick».
  • Er zieht damit Konsequenzen nach den Wahlverlusten der grössten Schweizer Partei im Herbst.
Video
Aus dem Archiv: SVP-Präsident Albert Rösti zum Wahlergebnis
Aus News-Clip vom 02.11.2019.
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Ihm sei klar geworden, dass die SVP grosse Arbeit in den Kantonen leisten müsse, sagte Rösti im Interview. Ein zukünftiger Parteipräsident müsse da noch mehr Zeit investieren können.

Die SVP ging bei den Nationalratswahlen im Oktober als grösste Verliererin hervor. Sie bleibt zwar zum sechsten Mal in Folge mit 53 Mandaten die mit Abstand stärkste Kraft, büsste aber zwölf Sitze ein.

Kurzeinschätzung von Christoph Nufer, Leiter Bundeshaus-Redaktion

«Einen neuen Präsidenten oder eine neue Präsidentin zu finden, ist schwierig. Für die SVP, wie auch für die SP. Das Amt verlangt viel in einer 24-Stunden-Online-Gesellschaft.

Albert Röstis angekündigter Abgang wiegt doppelt schwer für die SVP: Ich kenne niemanden, der Albert Rösti nicht mag. Er ist eine Integrationsfigur gegen innen und auch gegen aussen.

Wer auch immer seine Nachfolge antritt – zwei Herausforderungen warten auf die neue SVP-Präsidentin oder den neuen SVP-Präsidenten:

  • Inhaltlich muss die SVP entscheiden: Macht sie weiter auf Angriff (gegen die EU, gegen Zuwanderung, die SVP gegen die anderen) – oder will sie auch wieder mehr bei Kompromissen dabei sein?
  • Personell ist der Generationenwechsel in der SVP immer noch nicht abgeschlossen. Den oder die natürliche NachfolgerIn von Christoph Blocher gibt es noch immer nicht. Da wird es irgendwann einen Machtkampf geben.»

Entscheid sei zwingend

Der zweifache Vater Rösti will sich auf sein Nationalratsmandat sowie sein Teilpensum als Gemeindepräsident der 6000-Seelen-Gemeinde Uetendorf bei Thun konzentrieren. Er war im März 2018 für zwei weitere Jahre im Amt als SVP-Chef bestätigt worden.

Der Entscheid für einen Rücktritt zum jetzigen Zeitpunkt sei zwingend, sagte Rösti weiter. «Das Präsidium wird alle zwei Jahre gewählt, aber eine Partei funktioniert in einem Vierjahresrhythmus. Jetzt gilt es, einen Präsidenten für die Wahlen 2023 aufzubauen.»

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16 Kommentare

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  • Kommentar von S. Borel  (Vidocq)
    Nicht wirklich eine gute Nachricht... es ist zu befürchten, dass wieder ein Zürcher-Flügel das Zepter übernimmt und entsprechend noch radikaler rechtsaussen politisieren wird und damit die Schweiz, analog USA und GB noch mehr zu entzweien versuchen wird. Da wird es noch wichtiger sein aufzupassen, dass nicht das gesamte Sozialwesen inkl AHV und KVG unter die Räder kommt.
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    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Ich würde nicht zu früh frohlocken. Es ist so sicher wie das Amen in der Kirche: der Nachfolger wird ein Blochianer sein.
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    2. Antwort von D. Becker  (Die andere Sicht der Dinge)
      Seit Blocher das Zepter übernommen, ist JEDER, der was zu sagen hat, ein Blochianer, sonst wechselt er, oder er wird gewechselt.
      Letztes Beispiel: Der ausgewechselte Kantonalpräsident der SVP Zürich.
      Immerhin ist die SVP authentisch, die fressen keine Kreide.
      Aber wenn jetzt ein Matter oder ein Rutz an die Spitze kommt, dann wird noch mehr Spaltung der Schweiz die Folge sein, analog zu den Verhältnissen in den USA (die SVPler lieben ja den Trrrömp).
      Wollen wir das? Bringt uns das weiter?
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  • Kommentar von D. Becker  (Die andere Sicht der Dinge)
    Nicht zu vergessen: Sein Posten als Chef von Swiss Oil.
    Zurücktreten müsste ja die eigentliche Führungsriege der SVP. Die haben ja mit ihrem uneinsichtigen Konfrontationskurs die Wahlen für die SVP in den Sand gesetzt. Aber diese Dynastie besteht weiter auf ihrem Machteinfluss.
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    1. Antwort von Hanspeter Flueckiger  (Hpf)
      wieso fordert niemand, dass nach den nicht gerade erfolgreichen Wahlen, die ganze SP-Riege zurücktreten muss.
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    2. Antwort von D. Becker  (Die andere Sicht der Dinge)
      Hmm, die SP ist hier nicht das Thema. Ok, erweitern wir die Diskussion: Dann sollte auch die FDP-Führungsriege zurücktreten, denn die haben noch mehr verloren als die SP.
      Grundsätzlich sollten sich Mittelstand und die darunter mal fragen, was die SVP für sie macht, sie aber die SVP trotzdem immer wählen. Eine Partei, die von Milliardären gesteuert wird, die erst das Wort Opposition in den Schweizer Wortschatz gebracht hat. Die SVP dividiert die Schweiz auseinander und bekommt nun die Quittung.
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    3. Antwort von D. Becker  (Die andere Sicht der Dinge)
      PS: Soll's "VOLCH" nur immer schön an seinem Feindbild SP basteln (von oben gesteuert), wahrer wird's nicht.
      Und ich bin weiss Gott kein Linker. Bin eingebürgert, bin Unternehmer (zahle überdurchschnittliche Löhne), bin Offizier u. Vermieter (meinen Mietern habe ich die Miete seit 1995 um 25% gesenkt, unaufgefordert. Aber vielleicht bin ich nicht sozial sondern einfach nur dämlich).
      Egal, dieser Links-Rechts-Mist löst keine Probleme, aber soziales Verhalten schon, Nur kommt da NIX von der SVP.
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  • Kommentar von Werner Gerber  (Emmentaler1)
    da wird wohl kaum jemand traurig sein
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    1. Antwort von Hanspeter Flueckiger  (Hpf)
      doch - zumindest ich, und ich werde nicht der Einzige sein
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