Zum Inhalt springen

Header

Video
Noch viel zu tun bei der Fifa
Aus Tagesschau vom 23.04.2014.
abspielen
Inhalt

Schweiz Korruption bei der Fifa – es bleibt viel zu tun

Der Weltfussballverband Fifa hat in den letzten zwei Jahren zwar einige Reformen durchgemacht. Transparenz ist damit aber noch nicht vollständig hergestellt. Das zeigt der Abschlussbericht des Basler Strafrechtsprofessors Mark Pieth.

Die Fifa zeigte sich im Jahr 2011 reformwillig. Aufgerüttelt durch Korruptionsvorwürfe setzte sie Mark Pieth als Reformberater ein. Er ist Strafrechtsprofessor an der Universität Basel. Er und sein Team machten diverse Vorschläge.

Zwei Kommissionen eingesetzt

Nur ein Teil davon ist bis heute umgesetzt. Unter anderem wurde eine Buchprüfungskommission ins Leben gerufen, welche die Finanzströme der Fifa überwachen soll. Die Kommission hat Massnahmen eingeleitet, um neuen Korruptionsaffären vorzubeugen. Ausserdem gibt es eine Ethikkommission, welche unter anderem die Verfehlungen in der Vergangenheit untersucht.

Audio
Die Fifa-Untersuchung soll nicht zum Papiertiger werden
04:05 min, aus Echo der Zeit vom 23.04.2014.
abspielen. Laufzeit 04:05 Minuten.

Andere Vorschläge wie Lohntransparenz bei den Mitgliedern des Exekutivrats oder eine Amtszeitbeschränkung des Fifa-Präsidenten kamen bisher hingegen nicht zustande. Über Letzteres sollte der Fifa-Kongress im letzten Juni abstimmen.

Grösse trägt zur Trägheit bei

Die Abstimmung wurde jedoch um ein Jahr verschoben, da Präsident Sepp Blatter fürchtete, dass die Amtszeitbeschränkung nicht angenommen werden könnte. Das zeigt das grosse Problem der Fifa: Mit 209 Mitgliedsverbänden, die unterschiedliche Interessen haben, tut sie sich schwer mit Veränderungen. Sie ist eine träge Institution.

In Pieths 15-seitigem Bericht steht deshalb auch, dass für einen Kulturwandel innerhalb der Fifa vieles vom Verhalten der Meinungsführer abhängt. Sie müssen den Reformprozess voranbringen wollen. Sonst versanden die bisher umgesetzten Reformen, und der Reformwille der Fifa von 2011 wäre nur noch eine Farce.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

11 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Walter Starnberger , Therwil
    Ganz einfach, die Fussballverbände sollen Steuern bezahlen wie andere gewinnorientierte Unternehmen auch.
  • Kommentar von Hans Knecht , Torny
    In der Regel untersuchen Kommissionen und geben Empfehlungen ab. Ab diese dann auch umgesetzt werden steht in den Sternen. Was ist hierbei die Rolle der Ethikkommission?
  • Kommentar von Hans Knecht , Torny
    Wieder das alte Problem; wer kontrolliert die Fifa und wer kontrolliert die Kontrolleure?