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Schweiz Krebserregende Stoffe in Kinderkleidern

Kinderkleidung kann giftig sein. Das zeigt die jüngste Studie von Greenpeace. Die Umweltorganisation hat 82 Kleidungsstücke von internationalen Modefirmen in 25 Ländern eingekauft und untersucht.

Ein Asiate an einer Nähmaschine
Legende: Viele internationale Firmen produzieren mit Chemikalien belastete Kleider. Keystone

Das Ergebnis der Greenpeace-Studie «Kleine Monster im Kleiderschrank» zeigt: Bei allen getesteten Kleidermarken waren krebserregende Stoffe, oder solche, die das Immunsystem oder die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, zu finden. Und dies auch bei Kinderkleidern, die in der Schweiz zu kaufen sind. Zu diesen krebserregenden Stoffen gehören unter anderem Weichmacher.

Toxische Stoffe gelangen über Nahrung in Körper

Diese Nebenwirkungen werden nicht durch das Tragen der Kleider selber verursacht, sagt Mirjam Kopp, Chemieexpertin bei Greenpeace Schweiz. Aber: Die Giftstoffe werden bei der Produktion der Kleider in die Umwelt abgegeben. Und werden die Kleider bei uns gewaschen, gelangen die Chemikalien in unsere hiesigen Gewässer. In der Folge werden diese toxischen Substanzen über die Luft, das Trinkwasser oder die Nahrung, etwa wenn ein belasteter Fisch auf dem Teller landet, vom Menschen aufgenommen. Die giftigen Stoffe seien überall anzutreffen: in exklusiver Luxus- oder billiger Wegwerfmode.

Internationale Firmen versprechen Besserung

«Für die Kleiderproduktion gibt es umweltfreundliche Alternativen», sagt Greenpeace und startete eine Detox-Kampagne. Die Kampagne wirkt. 18 Internationale Modefirmen hätten versprochen, auf eine saubere Produktion umzustellen.
Während viele von den Firmen wichtige Fortschritte hin zu mehr Transparenz in der Lieferkette und der Eliminierung gefährlicher Chemikalien machten, hapere es aber bei Firmen wie Adidas und Nike noch bei der Umsetzung, sagt Greenpeace weiter.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Und erst in Kinderspielsachen die dauernd gelutscht werden? Spricht man hierzulande solche Themen an, wird man wie von einem Eichhörnchen nach dem Waldbrand angeschaut. Ihr habt in einem Industrieland noch den Vorteil, dass solche Dinge relativ streng beobachtet werden und aufs Tapet kommen. Noch nie zuvor hat sich die Menschheit soviel Fremd/Giftstoffen wie heute ausgesetzt. Da hilft es auch wenig, wenn einzelne erkannt und eliminiert werden, aber gleich durch drei neue ersetzt werden.
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Zu meinen bevorzugten Läden gehört ein Spezialgeschäft, in dem vor allem Kleider und andere Produkte, Souvenirs "made in switzerland" verkauft werden, oder Kleider aus geschützten ausländischen Fabriken (nicht China o.ä.), designed in der Schweiz.
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    1. Antwort von S. Beerli, Zürich
      "Made in Switzerland" bedeuted aber noch lange nicht, dass die Kleider oder Souvenirs auch in der Schweiz hergestellt werden.
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    2. Antwort von Marlene Zelger, 6370 Stans
      Stimmt, S. Beerli, aber dieses Geschäft mit Filialen ist auf den Verkauf von Schweizer Fabrikat spezialisiert. Die wenigen Artikel, die zwar in der CH entworfen, aber nicht in der CH hergestellt wurden, werden in renommierten Fabriken in Europa hergestellt. Leider darf ich Ihnen hier den Namen des Geschäftes aus Werbegründen nicht bekannt geben.
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Man nenne die Firmen beim Namen sowie benenne die Herstellungslaender.. wetten dass Chna und ander Asiaten ganz oben stehen! Billig ist eben billig..
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