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Fedpol verstärkt Anti-Mafia-Kampf
Aus HeuteMorgen vom 02.09.2019.
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Kriminalität in der Schweiz Fedpol geht verstärkt gegen die Mafia vor

  • Die Direktorin des Bundesamtes für Polizei (Fedpol) will den Kampf gegen die Mafia in der Schweiz verstärken und hat bereits Massnahmen ergriffen.
  • Ein nationaler «Aktionsplan Antimafia» ist in Erarbeitung, bereits wurden 13 Einreisesperren verhängt gegen verurteilte Mafiosi.
  • Ab Ende Jahr sollen sich verschiedene Behörden von Kantonen und Bund regelmässig treffen, um neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Das Vorgehen ähnelt stark dem Vorgehen im Kampf gegen den Terrorismus. «Diese Zusammenarbeitsmethode hat sich in der Terrorbekämpfung schon sehr bewährt», sagt denn auch Fedpol-Chefin Nicoletta della Valle. «Es gibt keinen Grund, warum sie nicht auch bei der Bekämpfung der kriminellen Organisationen funktionieren sollte.»

13 Einreisesperren seit 2018

Della Valle will neben der Kooperation auch die Prävention verstärken. Dazu gehört, dass das Fedpol neu auch Einreisesperren verhängt im Zusammenhang mit der Mafia.

Gegenüber Radio SRF bestätigte Della Valle, seit 2018 habe es 13 Einreisesperren gegeben – vorher keine. Ausweisungen sollen folgen. Diese Instrumente hat das Fedpol bisher vor allem angewendet, um Terrorismus zu verhindern.

Banken und Finanzdienstleister schulen

Sensibilisierung gehört auch zur Strategie. So will das Fedpol neu Banken und andere Finanzdienstleister schulen lassen, damit sie besser erkennen können, wenn die Mafia bei ihnen Geld waschen möchte.

Entsprechende Kurse hat das Fedpol schon bei Bundesämtern durchgeführt, die grosse Aufträge vergeben und damit interessant sind für die Mafia. So beim Bundesamt für Bauten und Logistik und beim Bundesamt für Strassen.

Wachsender Druck

Anlass für den intensivierten Kampf gegen die Mafia ist wachsender Druck aus Italien und aus gewissen Kantonen. Das alles zeige, dass die Gefahr durch die Mafia in der Schweiz bestehe, so Feldpol-Direktorin Della Valle: «Wir haben sie leider bisher unterschätzt.»

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Wieder ist es eine Frau, welche Dampf macht in einem Resort, welches bisher wohl ziemlich hinter der der Realität her hinkte. Jetzt heisst es aber, keine Rückenschüsse abgeben sondern Frau Della Valle voll unterstützen. Nur wenn alle (Kantone) zusammen arbeiten wird es gelingen die Mafia in die Schranken zu weisen.
  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Ja das würde mich auch interessieren! Offene Grenzen und die "wundersame Freiheit auch für Kriminelles Gesindel"!
    1. Antwort von S. Borel  (Vidocq)
      Als ob die Mafia in der Schweiz erst aktiv wäre seit „Öffnung“ der Grenzen... man kann ja gegen „offene“ Grenzen sein, aber zu behaupten, Grenzen „zu“ = keine Mafia ist schlicht Unsinn.
  • Kommentar von Manuela Fitzi  (Mano)
    Mich würde interessieren, wie die Grenzwache die verhängten Einreisesperren mit den offenen Grenzen überhaupt durchsetzen kann?
    1. Antwort von B Näf  (uluru)
      Es ist die Summe der Aktionen welche wirkt. Wer mit einer Einreisesperre belegt ist, hat ein Problem wenn er in einer Kontrolle hängenbleibt. Die Bewegungsfreiheit wird eingeschränkt. Auch psychologisch wirken solche Aktionen, besonders im Vergleich zu „nichts tun“.
    2. Antwort von Wilfred Scheidegger  (Ville Frayde)
      @B Näf - eine gewisse Gesellschaft lebet bereits unter dem Moto: EINFACH NICHT ERWISCHEN LASSEN.
    3. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Es gibt kaum Kontrollen an der Grenzen aber dafür Kontrollen im Land selbst. Dies macht es für Kriminelle schwieriger als wenn sie lediglich an den Grenzen die Kontrollen umgehen müssen. Diese waren auch vor Schengen nicht annähernd lückenlos.