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Legende: Audio Fedpol verstärkt Anti-Mafia-Kampf abspielen. Laufzeit 01:14 Minuten.
Aus HeuteMorgen vom 02.09.2019.
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Kriminalität in der Schweiz Fedpol geht verstärkt gegen die Mafia vor

  • Die Direktorin des Bundesamtes für Polizei (Fedpol) will den Kampf gegen die Mafia in der Schweiz verstärken und hat bereits Massnahmen ergriffen.
  • Ein nationaler «Aktionsplan Antimafia» ist in Erarbeitung, bereits wurden 13 Einreisesperren verhängt gegen verurteilte Mafiosi.
  • Ab Ende Jahr sollen sich verschiedene Behörden von Kantonen und Bund regelmässig treffen, um neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Das Vorgehen ähnelt stark dem Vorgehen im Kampf gegen den Terrorismus. «Diese Zusammenarbeitsmethode hat sich in der Terrorbekämpfung schon sehr bewährt», sagt denn auch Fedpol-Chefin Nicoletta della Valle. «Es gibt keinen Grund, warum sie nicht auch bei der Bekämpfung der kriminellen Organisationen funktionieren sollte.»

13 Einreisesperren seit 2018

Della Valle will neben der Kooperation auch die Prävention verstärken. Dazu gehört, dass das Fedpol neu auch Einreisesperren verhängt im Zusammenhang mit der Mafia.

Gegenüber Radio SRF bestätigte Della Valle, seit 2018 habe es 13 Einreisesperren gegeben – vorher keine. Ausweisungen sollen folgen. Diese Instrumente hat das Fedpol bisher vor allem angewendet, um Terrorismus zu verhindern.

Banken und Finanzdienstleister schulen

Sensibilisierung gehört auch zur Strategie. So will das Fedpol neu Banken und andere Finanzdienstleister schulen lassen, damit sie besser erkennen können, wenn die Mafia bei ihnen Geld waschen möchte.

Entsprechende Kurse hat das Fedpol schon bei Bundesämtern durchgeführt, die grosse Aufträge vergeben und damit interessant sind für die Mafia. So beim Bundesamt für Bauten und Logistik und beim Bundesamt für Strassen.

Wachsender Druck

Anlass für den intensivierten Kampf gegen die Mafia ist wachsender Druck aus Italien und aus gewissen Kantonen. Das alles zeige, dass die Gefahr durch die Mafia in der Schweiz bestehe, so Feldpol-Direktorin Della Valle: «Wir haben sie leider bisher unterschätzt.»

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