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Kriminelle Organisation? Fall der Tamil Tigers kommt vor Bundesgericht

  • Sind die Tamil Tigers eine kriminelle Organisation? Diese Frage muss jetzt das Bundesgericht beantworten.
  • Die Bundesanwaltschaft hat gegen das Urteil des Bundesstrafgerichts vom vergangenen Juni eine Beschwerde eingereicht.
Legende: Video Aus dem Archiv: So argumentierte das Bundesstrafgericht abspielen. Laufzeit 00:33 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.06.2018.

Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft bestätigte eine Meldung der Zeitungen von CH Media. Zur Begründung des Weiterzuges machte die Bundesanwaltschaft keine Angaben.

Das Bundesstrafgericht beurteilte den Fall im Juni 2018 in erster Instanz. 13 Angeklagte standen vor den Richtern. Das Gericht in Bellinzona kam zum Schluss, dass die Tamil Tigers nicht als kriminelle Organisation zu sehen seien und sprach alle Angeklagten in diesem Punkt frei.

Die Bundesanwaltschaft hatte nach einer neun Jahre dauernden Untersuchung die Auffassung vertreten, dass die Beschuldigten an einer kriminellen Organisation beteiligt gewesen waren, beziehungsweise dass sie diese unterstützt hätten.

Fünf Beschuldigte verurteilt

Fünf der Beschuldigten wurden vom Bundesstrafgericht dennoch zu bedingten Freiheitsstrafen verurteilt, wegen gewerbsmässigen Betruges und in zwei Fällen wegen Urkundenfälschung.

Einen Weiterzug nach Lausanne hat laut dem Zeitungsbericht auch der Zürcher Anwalt Marcel Bosonnet beschlossen, der Verteidiger des zu einer bedingten Strafe verurteilten Leiters des World Tamil Coordinating Committee (WTCC). Bosonnet fordert demnach einen Freispruch in den Nebenpunkten des Urteils.

Der Bürgerkrieg in Sri Lanka

Die Tamil Tigers kämpften zwischen 1983 und 2009 für einen unabhängigen Staat Tamil Eelam im Norden von Sri Lanka. Bei Ausbruch der Kämpfe in Sri Lanka flüchteten tausende Tamilen in die Schweiz. Der Bürgerkrieg endete mit dem militärischen Sieg der mehrheitlich singhalesischen Regierungstruppen. Der Anführer der LTTE fand den Tod. Der UNO-Menschenrechtsrat fordert ein internationales Tribunal zur Aufarbeitung mutmasslicher Kriegsverbrechen auf beiden Seiten.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Gurzeler (B.Gurzeler, alias Rollstuhlrocker)
    Für was haben wir ein " Bundesgericht" das dies ein Urteil spricht, ansonsten brauchen
    wir es ja nicht, das sind die Fälle die ein Bundesgericht auch das letzte oder auch nicht
    ein Urteil sprechen muss.
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  • Kommentar von Marc Bühler (Capten Demokratie)
    Das ist eine Schwierige Frage. Wann ist etwas es ein Unabhängikeits Kampf und ab wann ist es Terrorismus. Einerseits ist die Frage ob Zivilisten das Ziel sind oder nur Regierungstruppen. Das ist aber nur eine Argumentations Form. Denn was ist wenn Regierungstruppen auch Zivile Ziele angreifen. Legitimiert das eine das ander? Dabei muss erwähnt werden das die Teiger eine Staatliche Struktur aufbauten im Norden. Ich denke nicht das dies die Schweiz entscheiden kann und sollte.
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    1. Antwort von Max Wyss (Pdfguru)
      …nachgerade die Schweiz, deren Volksheld nach heutigem Massstab ein Terrorist war…
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    2. Antwort von Daniel Bucher (DE)
      Dabei darf man nicht vergessen, dass Sri Lankas Einwohner Singhalesen waren. Die Tamilen stammen aus dem Bundesstaat Tamil Nadu und während der Kolonialzeit in Sri Lanka eingewandert. Kein Wunder wollten die Singhalesen den Tamilen auf ihrer Insel keine Autonomie gewähren. Dass sie ihre Unabhängigkeit mit Bomben gegen singhalesische Zivilisten durchsetzen wollten spricht auch nicht für die Tamilen.
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    3. Antwort von Margot Helmers (Margot Helmers)
      @Bucher. Auf Sri Lanka wird zwischen indischen Tamilen und Sri-Lanka-Tamilen unterschieden. Die Sri-Lanka-Tamilen leben seti 2000 Jahren dort. Die indischen Tamilen wurden während der engl. Kolonialzeit aus Südindien (Tamil Nadu) als Plantagenarbeiter nach Sri Lanka gebracht. Sie sind in den zentralen Gebirgen angesiedelt, während die einheimischen Tamilen in den nordöstlichen Küstengebieten leben. Der Bürgerkrieg wurde zwischen den Singhalesen und den einheimischen Tamilen ausgetragen.
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    4. Antwort von Alex Volkart (Lex18)
      An Herr Bucher: Es stimmt zwar das unter der britischen Kolonialverwaltung einige Tamilen auf Sri Lanka angesiedelt wurden. Die meisten Tamilien stammen aber von der Einwanderung aus dem südlichen Indien um das Zweite Jahrhunder vor Christus. Die Vorfahren der Singalesen stammte von einer Einwanderung aus dem nordwestlichen Indien um das Fünfte Jahrhunder vor Christus.
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    5. Antwort von Manuela Fitzi (Mano)
      Wenn die Schweiz dies nicht entscheiden sollte, dann sollte die Schweiz auch den Angehörigen der Tamil Tigers auch kein Asyl gewähren. Denn ein Asylentscheid bedeutet immer eine Entscheidung für oder gegen das besagte Regime/Organisation.
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