Zum Inhalt springen

Header

Video
Höhere Freigrenze für ausländischen Wein
Aus Tagesschau vom 14.07.2013.
abspielen
Inhalt

Schweiz Künftig sollen 20 Liter Wein zollfrei sein

Mit 20 Litern Wein im Kofferraum über die Grenze – dies soll gemäss eidgenössischer Zollverwaltung bald möglich sein. Bisher konnten 2 Liter Wein pro Tag und Person zollfrei in die Schweiz eingeführt werden. Die heimischen Winzer sind empört.

Die zollfreie Höchstmenge beim Wein soll von 2 auf 20 Liter pro Tag und Person angehoben werden. Dies schlägt die eidgenössische Zollverwaltung (EZV) vor. Für jeden Liter über der Freigrenze sollen künftig 2 Franken Zoll anfallen. Momentan wird jeder Liter über der Freigrenze mit 60 Rappen verzollt. Ab dem 22. Liter kostet es den Reisenden 3 Franken pro Liter.

Betroffen sind «gegorene alkoholische Getränke bis 18 Volumenprozente». Die neue Zollverordnung soll ab 1. Januar 2014 gelten. Dadurch soll der Verwaltungsaufwand verringert werden. Die Vorschläge der Zollverwaltung gehen nun in die Vernehmlassung. Am Schluss entscheidet der Bundesrat.

Video
Walter Pavel, Zollverwaltung: «Vereinfachung für Konsumenten»
Aus News-Clip vom 14.07.2013.
abspielen

Export nicht betroffen

Die Winzer wurden dazu nicht befragt. Der Winzer und Genfer CVP-Nationalrat Luc Barthassat zeigt sich deswegen wenig erfreut: «Die Art und Weise wie die verantwortliche Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf mitten im politischen Sommerloch vorgeht, passt uns gar nicht. Das fördert kaum Vertrauen. Wir fühlen uns in gewisser Weise verraten.»

Was den Export von Wein anbelangt, dort soll sich nichts ändern. Ein weiterer Punkt mit dem die Winzer nicht einverstanden sind.

Auch der Detailhandel kritisiert die Pläne. Denner beispielsweise ist der Meinung, dass «eine Erhöhung der Freimenge zusätzliche Anreize für Auslandeinkäufe schafft». Diese Ängste teilt EZV-Sprecher Walter Pavel nicht: «Es hat sich gezeigt, dass der Einkaufstourismus durch ganz andere Faktoren beeinflusst wird, zum Beispiel dem Wechselkurs oder dem Preisniveau im Ausland. Aber sicher nicht durch die sogenannte Steuerfreigrenze.»

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

14 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Richard Huna , Möhlin
    Totaler Schwachsinn.2lt war OK.Wenn ich mit dem Flugzeug fliege nehme ich 2lt Wein als Geschenk mit.Bei 20 lt Wein ???Alle Schweizer Winzer werden fürchterliche Probleme bekommen.Dann muss man den Wein wie die Milch subventionieren.Das ist keine Lösung. Bern macht hier ein Stück Schweizer Kultur kaputt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M. Hufschmid , Kt. Zürich
    Wenn man in Grenzhähe wohnt geht man aufgrund des gewaltigen Preisunterschiedes nach D einkaufen. Beispiel 150gramm Nüsslisalat kostet 60-90 Cent. Bei uns im Spar kosten 100gramm 4.80sFr. das ist fast das 10fache! So kauft man dann halt auch noch etwas Bier wie ich. Musste aber schon staunen das ich nur 2Flaschen Bier (0.5l) legal mitnehmen durfte. So fing ich an zu verzollen. Bei 10Liter Bier bekomme ich dann von dem Zollamt Basel ein Brief ohne Rech. da <5sFr. 20L frei ist höchste Zeit-überfäl
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Tom Duran , Basel
    Warum machen wir die Grenzen nicht ganz auf? Fremde Menschen kommen ja in Schaaren rein und nehmen unsere Jobs weg, resp. drücken die Löhne runter. Wir als Schweizer hingegen werden, genau von den Firmen die Sklavenlöhne zahlen, gebeten, im Inland einzukaufen. Es kann doch nicht sein, dass wir alle Nachteile der EU tragen müssen, die Vorteile aber werden uns vorenthalten. Klar, viele würde Konkurs gehen, könnten wir uns europaweit eindecken. Für uns wäre es aber günstiger und besser!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen