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«Kundenfängerei»: Amag will mit 100-Franken-Gutschein trösten
Aus Espresso vom 18.09.2017.
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«Geschenk» mit Haken «Kundenfängerei»: Amag will mit 100-Franken-Gutschein trösten

Das Wichtigste in Kürze:

  • Wer in der Schweiz vom VW-Dieselskandal betroffen ist, erhält von Generalimporteur Amag einen 100-Franken-Gutschein für Zubehör, Ersatzteile und Freizeitartikel.
  • Störend: Der Gutschein gilt erst «ab einem Mindest-Rechnungsbetrag von 300 Franken».
  • Kunden reden von «Kundenfängerei». Amag sagt, der Gutschein sei als «sympathische Geste» gedacht, nicht als Entschädigung.

Es ist sicher gut gemeint: Für Betroffene des VW-Dieselskandals in der Schweiz gibt es von Generalimporteur Amag einen Gutschein. 100 Franken für Zubehör, Ersatzteile und Freizeitartikel. Den Gutschein gibt es, sobald die manipulierte Software im Auto durch ein Update entfernt worden ist.

Eine VW-Kundin, die den Gutschein vor wenigen Tagen zusammen mit einem Brief von ihrer Garage bekommen hat, ist aber nicht ganz glücklich darüber: «Das ist kein richtiger Gutschein», sagt sie zum SRF-Konsumentenmagazin «Espresso».

Wer profitieren will, muss Geld ausgeben

Die Kundin ärgert sich über das Kleingedruckte des Gutscheins. Dort steht, der Gutschein könne bis Ende 2017 «ab einem Mindest-Rechnungsbetrag von 300 Franken» eingelöst werden. Kurz: Wenn sie profitieren will, muss sie in den nächsten drei Monaten Geld ausgeben.

«Kundenfängerei», sagt sie. «Wenn sie mir etwas schenken wollen, dann sollen sie mir ehrlich etwas schenken – und mir nicht quasi Prozent geben, um ihr Geschäft am Laufen zu halten.»

Immerhin: Nachdem sich die Kundin bei Amag gemeldet hatte, wurde ihr mitgeteilt, der Gutschein sei neu bis Ende 2018 gültig.

Amag: «Sympathische Geste»

Beim VW-Generalimporteur Amag heisst es auf Anfrage, der Gutschein «soll eine sympathische Geste sein», die man den Kundinnen und Kunden zukommen lassen wolle. Viele Kunden hätten diese Geste bereits dankend angenommen und zum Beispiel bei einem Service eingesetzt.

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30 Kommentare

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  • Kommentar von Helmut Meier  (Helmi)
    Und wie bekommt man die 100 Fr. wenn man nicht bereit ist, sein Auto in einer Preis-Leistug überteuerten AMAG Werkstatt zu warten ? Es gibt viele Garagen, wo man sein Auto besser gewartet bekommt als bei AMAG.
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
    1. Antwort von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
      Die Denke gewisser Leute wirft schon Fragen auf. Wenn Sie einen Gutschein von 100 CHF von der Modeboutique erhalten, aber der Meinung sind, dass diese Modeboutique überteuert ist, können Sie nicht zum H&M gehen und ebenfalls 100 CHF Reduktion verlangen.... Hey wir leben in einer freien Marktwirtschaft und selber denken ist angesagt, wenn Sie DDR-Zustände haben wollen, finden Sie diese heute nur in Kuba oder Nordkorea.....
  • Kommentar von Werner Caviezel  (Angemeldet)
    Das hat Espresso wieder einmal ein Haar in der Suppe gefunden. Jedes Fahrzeug muss wieder einmal in den Service oder neue Reifen haben. Das kostet alles meistens mehr als 300 Fr. und dann kann man den Gutschein an Zahlung geben. Ihr würdet gescheiter mal die Fluggutscheine der Swiss unter die Lupe nehmen.
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    1. Antwort von Hans Vetsch  (Psan)
      Und was wenn man in den nächsten 15 (ursprünglich sogar nur 3!) Monaten weder einen Service noch neue Pneus braucht? Und 100 Franken sind sowieso ein lächerlicher Betrag verglichen mit dem Wertverlust durch den Skandal.
    2. Antwort von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
      @Vetsch: Wer sein Auto ausfährt, der hat eh keinen Wertverlust und spart so am meisten Geld. Wenn schon von sparen reden, dann aber wirklich von sparen reden. Betrachten wir noch den Umstand, dass die meisten Autos sowieso geleast sind, wird der Zirkel der angeblich geschädigten immer kleiner. Und zudem gibt es sowas wie eine Selbstverantwortung (siehe Bundesverfassung). Wer Gutscheine erhält sollte fähig sein, selbst darüber zu urteilen.
    3. Antwort von Werner Caviezel  (Angemeldet)
      @ Vetsch Der Gutschein wird auf Wunsch auch verlängert. Ich habe ihn im September 16 bekommen und er war bis Ende 17 gültig.
    4. Antwort von Alex Bauert  (A. Bauert)
      «100-Franken-Gutschein für Zubehör, Ersatzteile und Freizeitartikel.» Nicht gültig für Wartung, etc.
    5. Antwort von Werner Caviezel  (Angemeldet)
      @ Bauert Lesen Sie doch den Artikel erst zu Ende bevor Sie etwas falsches behaupten:"Viele Kunden hätten diese Geste bereits dankend angenommen und zum Beispiel bei einem Service eingesetzt."
  • Kommentar von Urs Heim  (Ursus)
    So wie der Gutschein an mindestens 300 Franken gebunden ist, so ein fauler Kompromiss ist das Softwareupdate. - Wenn der der Gutschein wirklich so Kundenfreuntlich gemeint wäre, könnte das so um die Kunden bemühte Unternehmen bei der nächsten anfallenden Servicerechung von zum Beispiel 300 Franken ganz einfach 100 Franken abziehen, da hätte jeder Abgasskandal-Geschädigte automatisch einen sichtbaren Vorteil auf der anfallenden Rechnung.-Einfaches vorgehen - sympathischeWirkung fürs Portemonnaie.
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    1. Antwort von Werner Caviezel  (Angemeldet)
      Wo ist das Problem jetzt, Urs? Genau so ist es auch gemeint: beim nächsten Service kann man den Gutschein an Zahlung geben, denn Geld muss man ja später ohnehin wieder ausgeben für das Auto. Man findet immer ein Haar in der Suppe wenn man will. Ich fand den Gutschein jedenfalls sympathisch. Wusste vor dem Softwareupdate nichts davon. Man hat ihn dann beim Abholen des Wagens zusammen mit anderen Goodies bekommen. Was also soll diese Jammerei wieder?