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Grosse Preisunterschiede fürs Wespennest entfernen
Aus Espresso vom 19.08.2020.
abspielen. Laufzeit 06:46 Minuten.
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Lästige Insekten Wespennest entfernen: Wer falsche Anbieter wählt, zahlt zu viel

Eine Frau aus dem Kanton Zug liess für 450 Franken ein Wespennest entfernen. Es wäre auch deutlich günstiger gegangen.

Ein Wespennest auf der Dachterrasse! Die Besitzerin aus Hünenberg (ZG) will es entfernen lassen und gibt im Internet als Suchbegriff «Wespennest entfernen Kanton Zug» ein. Sie ruft die oberste Nummer an, die in der Suche erscheint. Die Firma bietet an, das Nest für 450 Franken zu entfernen. Es handle sich um aggressive Erdwespen. Die Frau willigt ein.

Später erfährt sie vom Gärtner in ihrer Siedlung, dass sie das Wespennest auch deutlich günstiger hätte entfernen lassen können – für rund 150 Franken. Es hätte sich also gelohnt, nicht das erstbeste Angebot anzunehmen. Denn die Schädlingsbekämpfer waren extra aus Basel angereist, der Preis für die Anreise kam zum Entfernen dazu.

Grosse Preisspanne

Das Konsumentenmagazin «Espresso» fragt einige Schädlingsbekämpfungsfirmen nach dem üblichen Preis, um ein Wespennest entfernen zu lassen. Die Preisspanne reicht von 180 bis gut 300 Franken. Verteuernd wirkt: wenn mehrere Nester zu entfernen sind, ein langer Anreiseweg, grosser zeitlicher oder materieller Aufwand, spezielle Hilfsmittel wie eine Hebebühne oder wenn das Nest unbedingt gleichentags oder am Wochenende entfernt werden soll.

So zahlen Sie nicht zu viel fürs Wespennest entfernen:

  • Mehrere Offerten einholen und Preise vergleichen. Regionale Anbieter sind wegen des kürzeren Anfahrtswegs oft günstiger.
  • Den Fall am Telefon genau besprechen. So kann der Schädlingsbekämpfer die Kosten genau abschätzen. Es gibt keine bösen Überraschungen.
  • Kurzfristige Termine können teurer sein. Ein Wespennest muss nicht immer gleich notfallmässig entfernt werden.
  • Aufgepasst bei «Notfall»-Diensten. Wie bei Schlüsseldiensten und Sanitären gibt es auch unter den Schädlingsbekämpfern Abzocker, die 800 Franken und mehr kassieren.
  • Die Homepage der Firma genau lesen. Kontrollieren, ob sie einen festen Firmensitz in der Schweiz hat, allenfalls im Handelsregister eingetragen ist.
  • Es kann helfen, wenn die Schädlingsbekämpfungsfirma Mitglied im Berufsverband ist. Schädlingsbekämpfer brauchen eine eidgenössische Bewilligung.

Nicht jedes Wespennest muss weg

Nicht jede Wespenart stürzt sich auf unser Essen. Wespen-Experte und Ex-Feuerwehrkommandant Thomas Hänsch sagt, dass es zwei Arten von Wespen gibt: Langkopf- und Kurzkopfwesen.

Langkopfwespen und auch Hornissen interessieren sich nicht für unser Essen. Sie fangen Lebendfutter, beispielsweise Mücken und Fliegen. Solange man ihrem Nest nicht zu nahe kommt oder sie sich sonst bedroht fühlen, interessieren sie sich nicht für Menschen und ihr Essen.

Die Nester dieser Wespen kann man problemlos hängen lassen, wenn sie nicht gleich neben dem Gartensitzplatz oder in einem Durchgang gebaut wurden.

Lästig für Menschen sind die Kurzkopfwespen. Die bekanntesten Arten sind die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe. Diese essen totes Fleisch – deshalb interessieren sie sich auch für unser Essen. Bauen diese Wespen ihre Nester in einer gewissen Entfernung vom Wohnhaus, muss man sie auch nicht zwingend entfernen, sagt Wepsen-Experte Hänsch. Mit den richtigen Verhaltensregeln kann man sich mit ihnen arrangieren. Manchmal bleibt aber nur das Entfernen als Lösung.

Espresso, 19.08.2020, 8.13 Uhr

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Samuel Müller  (Samuel Müller)
    Sind wir hier neuerdings beim K-Tip?
  • Kommentar von Daniel Keller  (d.keller)
    Jetzt lese ich mindestens einmal pro Woche, dass die Landwirte schuld sind am angeblichen Insektenschwund in der Schweiz. Aber die Bekämpfung der Wespen in Häusern und Gärten wird nicht einmal hinterfragt. So funktioniert Egoismus!
  • Kommentar von Barbara Lampérth  (Luk 12/3)
    Ich hatte einen ganzen Sommer Wespennest im Kompost. Wenn wir es öffneten gab es ein grosses Getöse, aber wir blieben ruhig und niemand wurde gestochen. Den ganzen Sommer lang!