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Landwirtschaft und Klimawandel Bauern leiden unter der Trockenheit

Die Hitze und Trockenheit setzen Schweizer Bauern zu. Auch SVP-Politiker fordern Massnahmen gegen Wetterextreme.

Einige Tiere muss der Aargauer Bauer und SVP-Nationalrat Alois Huber vielleicht zum Metzger bringen, weil an seinen Südhängen dieses Jahr kein Futter mehr wachsen werde.

Eine Herde Kühe auf einer trockenen Wiese.
Legende: Die Kartoffeln wachsen nicht mehr, das Gras verdorrt und die Kühe fressen bereits das Heu aus dem Winter-Vorrat. KEYSTONE/Jean-Christophe Bott

Huber ist beunruhigt, im letzten Jahrzehnt sei das Wasser im Aargau fast alle zwei Jahre knapp geworden. Abhilfe schaffen könnte ein besseres Wassermanagement. «Ich möchte, dass wir die Möglichkeit hätten, Niederschlagswasser besser aufzufangen. Es läuft sonst einfach ab und könnte vielleicht sogar noch Hochwasser auslösen. Da braucht es sicherlich Massnahmen der Politik, sonst geht es nicht», sagt Huber.

Dringender Handlungsbedarf

Das Regenwasser besser zu nutzen, ist für den Vizepräsidenten des Schweizer Bauernverbandes eine mögliche Massnahme in Notlagen wie jetzt.

Kurzfristig braucht es flexible Lösungen in der Umsetzung der agrarpolitischen Massnahmen.
Autor: Martin Hübscher Nationalrat für die SVP, Kt. ZH

Die SVP ist nicht gerade bekannt für einen grossen Einsatz beim Klimaschutz, bei den Landwirten hingegen sieht auch der Zürcher Nationalrat Martin Hübscher dringenden Handlungsbedarf: «Kurzfristig braucht es flexible Lösungen in der Umsetzung der agrarpolitischen Massnahmen, wie beispielsweise die Pflicht, dass die Kühe tagsüber auf die Weide müssen. Das muss überdacht werden. Und es braucht eine verbesserte Züchtung auf trockenheitstolerante Sorten und Kulturen», sagt Hübscher.

Luftaufnahme von Kühen, die auf einem Feld Heu fressen.
Legende: Sowohl die Politik, wie auch die Wissenschaft und die Bauern selbst sind gefordert, um geeignete Lösungen im Kampf gegen die Trockenheit zu finden. KEYSTONE/Jean-Christophe Bott

Die Bauernschaft müsse sich auf neue Wetterextreme vorbereiten und einstellen können. Das Klima retten könne die Schweiz nicht allein, sagt Hübscher. «Es ist wichtig, dass wir unseren Beitrag leisten. Das machen wir auch. Gerade in der Landwirtschaft sehr stark. Aber in erster Linie muss der Bund Massnahmen für die Anpassung umsetzen. Das ist das Zentralste für uns, dass wir da vorwärtskommen.»

Die Klimapolitik des Bundes hat versagt.
Autor: Marionna Schlatter Nationalrätin Grüne

SVP-Umweltminister Albert Rösti hat kürzlich im SRF-Tagesgespräch einen Aktionsplan angekündigt; er soll Massnahmen aufzeigen für die Folgen des Klimawandels. Für die Grüne Partei ist es höchste Zeit dafür, bis jetzt habe der Bundesrat den Klimaschutz zu wenig umgesetzt, sagt Grünen-Nationalrätin Marionna Schlatter: «Wenn der Bundesrat öffentlich sagt, dass er die Klimaziele für 2030 massiv verfehlen wird, und das tut er, dann kann man es nicht anders ausdrücken, als dass die Klimapolitik des Bundes versagt hat.»

Vor einem Jahr haben die Grünen einen Hitze-Aktionsplan vorgestellt, sie wollen nun Druck machen und ihre Vorschläge erneut aufs Tapet bringen.

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Heute Morgen, 9. Juli 2026, 6 Uhr

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