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Einige Coiffeure verlangen für die Einhaltung der Schutzmassnahmen einen Aufpreis
Aus Espresso vom 28.04.2020.
abspielen. Laufzeit 04:19 Minuten.
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Langersehnter Haarschnitt Corona-Zuschlag beim Coiffeur

Coiffeure verlangen für Schutzmassnahmen wie Masken und Desinfektionsmittel einen Zuschlag bis zu fünf Franken.

Seit Montag sind die Coiffeurgeschäfte wieder offen. Und einige verlangen für die Einhaltung der Schutzmassnahmen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) einen Aufpreis.

Für Mundschutz, Desinfektionsmittel und Einwegplastikschürze kassieren sie zwischen 1 bis 5 Franken. Das löst bei der Kundschaft teilweise Unverständnis aus. Sie verstehe das nicht, sagt eine Hörerin des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso»: «Es gibt einige, die wegen der Coronakrise kein Geld mehr verdienen und sparen müssen. Ich finde das nicht richtig.» Eine Maske koste ja nicht mehr als einen Franken.

Keine offizielle Empfehlung des Coiffeurverbandes

Brigitte Hodel, Vizepräsidentin von Coiffeur Suisse, dem Verband der Schweizer Coiffeurgeschäfte, rechtfertigt den Zuschlag. Jeder Coiffeur mache seine eigene Kalkulation. Der Verband habe zwar ein Schutzkonzept erarbeitet, bezüglich Zuschlags oder Aufpreis aber keine Empfehlung kommuniziert.

Ein kleiner Aufpreis sei jedoch gerechtfertigt. Schliesslich hätten die Geschäfte neben dem Schutzmaterial auch noch zusätzlichen Arbeitsaufwand. Nach jedem Kunden müsse man den Arbeitsplatz, den Stuhl, sowie sämtliches Werkzeug reinigen und desinfizieren, sagt Brigitte Hodel, welche selbst ein Coiffeurgeschäft in Kaufdorf BE betreibt.

Pro Kunde habe sie rund zehn Minuten mehr Arbeitsaufwand, pro Tag habe sie demnach geschätzte 1,5 Stunden weniger Zeit für ihre Kundschaft. Brigitte Hodel selbst verlangt drei Franken. «Wenn die Kunden ihre Masken selbst mitbringen, so kostet es bloss zwei Franken», sagt die Coiffeuse. Ihre Kunden hätten dafür Verständnis.

Der Corona-Zuschlag sei ein zusätzlicher Betrag in einer besonderen Situation. «Sollte sich alles wieder einmal normalisieren, so werden wir diesen Zuschlag sicher wieder aufheben», sagt Brigitte Hodel von Coiffeur Suisse.

Die wichtigsten Informationen zum Coronavirus:

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Espresso, 28.04.20, 08:13 Uhr

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67 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst Boller  (BOER)
    Zahnärzte verlangen schon länger 15 Franken für die Desinfektion des Arbeitsplatzes. Warum soll der Coiffeur das nicht verlangen dürfen?
  • Kommentar von JOHANNES Messmer  (Coiffure-Activ)
    Wir verlangen keine Aufschläge. Immerhin sind wir überglücklich endlich wieder unserem schönen Beruf nachgehen zu dürfen. Ausserdem dürfen wir zur Zeit keine Getränke abgeben. Ein guter Kaffee ist wesentlich teurer als eine gute Maske. Reinlichkeit & Hygiene sowie genügend Wohlfühl-Raum für unsere Kunden sollten auch ohne Pandemie Standard sein ! Somit entstehen uns keine Mehrkosten.
    1. Antwort von Robert Frei  (RFrei)
      Bravo! Das nenn ich eine Willkommen!
  • Kommentar von Adrie Ham  (ADHA)
    Ich war heute beim Coiffeur. Kein Corona-Zuschlag bezahlen müssen. Maske gratis bekommen. Desinfektion wurde gemäss Vorrgaben eingehalten.

    Stammkunden behalten ist besser als Kunden mit einem Zuschlag plagen.

    P.S. ich habe dafür mehr Haare liegenlassen. War seit Mitte Februar nicht mehr beim Coiffeur.