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Aus Versehen waren die günstigeren Jungfraubahn-Tickets für alle zugänglich
Aus Espresso vom 30.07.2020.
abspielen. Laufzeit 03:36 Minuten.
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Lapsus bei den Jungfraubahnen Peinlicher Fehler bei Gutschein-Aktion von Coop

Statt treue Coop-Kunden zu belohnen, machte die Bergbahn den Rabatt für alle zugänglich.

Wer im Online-Shop von Coop für mindestens 80 Franken einkauft, kann sich einen Gutschein für eine vergünstigte Fahrt aufs Jungfraujoch sichern. So steht es in der aktuellen Ausgabe der «Coopzeitung». Das sei eine «tolle Gelegenheit», zur höchstgelegenen Bahnstation der Schweiz zu fahren – für 99 beziehungsweise 69 Franken mit GA oder Halbtax.

Die Aktion funktioniert über Gutschein-Codes: Wer also für 80 Franken bei Coop einkaufte, erhielt einen solchen Code und konnte diesen dann auf der Seite der Jungfraubahnen eingeben und sich so sein vergünstigtes Ticket sichern.

Auch «Rumpelstilzli» akzeptiert

Das SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» zeigt nun, dass es für die günstigen Tickets aber weder einen Einkauf bei Coop, noch irgendeinen Gutschein-Code brauchte. Die entsprechende Seite der Jungfraubahnen akzeptierte sämtliche von der Redaktion eingegebenen Kombinationen – von «Rumpelstilzli» bis «Espresso». Zudem war es der Redaktion über einen Direktlink möglich, das Eingabefeld zu umgehen und unmittelbar zu den vergünstigten Tickets zu gelangen.

Statt also die treuesten Coop-Kunden zu belohnen, machte die Bergbahn die günstigen Tickets einfach allen zugänglich. Das sei «natürlich nicht im Sinne von Coop». Mehr mag die Detailhändlerin nicht dazu sagen und verweist auf die Jungfraubahnen. Dort heisst es, man wisse nicht, wie lange der Fehler auf der Internetseite bestanden habe. Rückmeldungen von Coop-Kunden, die sich allenfalls verschaukelt vorkommen könnten, habe man bislang keine gehört, sagt Sprecherin Kathrin Naegeli.

Schlaumeier machen sich Fehler zunutze

Dass der peinliche Fehler nicht unproblematisch ist, zeigt folgendes Beispiel: Ein «Espresso»-Hörer aus dem Baselbiet meldet, auf der Auktionsplattform Ricardo gebe es Nutzer, welche die angeblich einmalig einlösbaren Gutschein-Codes verkauften – für knapp fünf Franken pro Stück.

Immerhin: Der Fehler beim Eingabefeld scheint unterdessen behoben. Der Trick mit dem Direktlink funktionierte vorerst weiterhin.

Espresso, 30.07.2020, 08:13 Uhr;

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Susanne Müller  (Viavai)
    ..also ich hab ganz einfach einen ‚bis zu 50% Rabatt’-Flyer, der bei Coop stapelweise auflag & einen ‚einmalig einlösbaren‘ Code (beim ganzen Stapel war er gleich) drauf hatte, mitgenommen. Da steht nichts von irgendwelchen Mindesteinkäufen..Wurden die wohl auch fälschlicherweise gedruckt? Wie die Migros-Papiertragtaschen?
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  • Kommentar von Manuela Fitzi  (Mano)
    Und was genau ist schlimm daran, den Einwohnern der Schweiz einmal so ein Rabatt zu gewähren? Das Jungfraujoch jammerte gerade neulich öffentlich, dass die Asiaten ausbleiben, die Betreiber sollten sich über Schweizer Gäste freuen! Eine vierköpfige Familie kommt mit Rabatt wahrscheinlicher aufs Joch hinauf als ohne. Coop sollte sich für diesen Artikel entschuldigen.
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    1. Antwort von Esther Jordi  (EstherJ.)
      Die Geprellten waren diejenigen, die gedacht haben, nur mit einem Einkauf von 80 Franken bei Coop wäre ein vergünstigtes Billett zu bekommen. Das hat aber die Bergbahn zu verantworten. Wofür sollte sich Coop entschuldigen?
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    2. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      Das sei «natürlich nicht im Sinne von Coop» - das ist ein Zitat, wahrscheinlich vom Coop. Darum.
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    3. Antwort von Robert Frei  (RFrei)
      Der Preis für die Fahrt aufs Jungfraujoch ist ohnehin eine grosse Abzocke und für den Besitzer eine Gans die goldene Eier legt. Die Investition ist schon seit Jahrzehnten amortisiert und der Unterhalt kostet da nicht so viel; der Grossteil der Strecke ist ja unter Tag. Fragwürdig, dass man hier die Fremden so unverschämt abzockt, ist aber wohl Schweizer Tradition und mentalität, exgüsi.
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    4. Antwort von Michael Stähli  (Mich)
      @Robert Frei: Ähm, wie bitte?!? Der Unterhalt kostet nicht viel umd die Strecke sei amortisiert? Sie waren offensichtlich noch nie in den Bergen! Die Tunnel geben einen erheblichen Aufwand um instand gehalten zu werden. Zudem befindet sich die Bahn auf über 3000 M.ü.M, da wird es noch aufwändiger. Viele Bergbahnen, die JB vielleicht mal ausgenommen, können ihren Betrieb trotz hohen Preisen kaum ohne Spenden und Subventionen über Wasser halten
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