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Sechs Verletzte bei Lawinenunglück
Aus Tagesschau vom 26.12.2019.
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Lawinenabgang in Andermatt UR Geschäftsführer der Skiarena: «Es ist Horror»

Was ist passiert? Die Lawine löste sich am Donnerstagvormittag um 10.47 Uhr im Gebiet Oberalppass/Felli und donnerte auf eine Skipiste. Diese war an dem Morgen in dieser Saison zum ersten Mal geöffnet, sagte Stefan Kern, Mediensprecher der Skiarena Andermatt-Sedrun, vor den Medien. Sie musste zuvor erst noch präpariert und gesichert werden.

Karte von Lawine.
Legende: SRF

Wie viele Menschen wurden verschüttet? Rettungskräfte haben sechs Personen geborgen. Vier von ihnen konnten sich teilweise selber befreien und blieben unverletzt. Zwei Skifahrerinnen sind leicht verletzt und wurden mit der Rega ins Spital geflogen. Die Beiden haben das Spital allerdings bereits am Donnerstagabend, resp. am Freitag wieder verlassen können. Gemäss der Kantonspolizei Uri waren keine Kinder betroffen. Alle Verschütteten stammen aus der Schweiz.

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Reto Pfister, Kapo Uri: «Zwei Personen wurden geborgen»
Aus News-Clip vom 26.12.2019.
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Gibt es weitere Vermisste? Noch am Donnerstag wurde der ganze Lawinenkegel abgesucht. Es konnte keine weitere Person geborgen werden, und es wurde auch keine Person als vermisst gemeldet.

Wie gross war die Lawine? Der Lawinenkegel war 60 Meter breit und 300 Meter lang. Es handelte sich um eine sogenannte Gleitschneelawine, wie Pfister sagte.

Wie viele Rettungskräfte standen im Einsatz? Im Einsatz standen über 60 Rettungskräfte unter anderem von der Alpinen Rettung, der Rega, der Skiarena-Pistenrettung, des Rettungsdienstes sowie fünf Suchhunde. Rund 20 Zivilpersonen leisteten spontane Hilfe.

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Reto Pfister, Kapo Uri: «Möchte mich bei den spontanen Helfern bedanken»
Aus News-Clip vom 26.12.2019.
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Warum löste sich die Lawine? Das ist noch unklar. Die Ermittlungen seien im Gang, sagt der Kommandant der Urner Kantonspolizei, Reto Pfister. Es gebe drei Möglichkeiten:

  • Auslösung durch eine Person
  • Fernauslösung
  • Spontaner Abgang

Auf Videos von Zeugen ist ein Freerider zu sehen, also eine Person, die ausserhalb der Piste unterwegs war und es gibt im Internet Spekulationen darüber, ob diese Person die Lawine ausgelöst haben könnte. Reto Pfister meint dazu allerdings: «Dass eine Drittperson die Lawine ausgelöst hat, ist für uns eher unwahrscheinlich.» Trotzdem wäre die Polizei froh, wenn sich der Skifahrer, welcher auf den Videos oberhalb der Piste zu sehen ist, melden würde. Er könnte allenfalls wichtige Zeugenaussagen machen.

Welche strafrechtlichen Konsequenzen hat dieser Vorfall? Es handelt sich um ein Antragsdelikt. Strafanträge wurden bislang allerdings keine gestellt. Sobald jemand, also zum Beispiel eine der verschütteten Personen, Anzeige erstattet, würde die Staatsanwaltschaft aktiv. Aber auch ohne Strafantrag ist die Polizei am ermitteln.

Und wie gehen die Verantwortlichen des Skigebiets damit um? Für Rainer Flaig, den Geschäftsführer der Skiarena Andermatt-Sedrun und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war der Vorfall am Donnerstag eine schwierige Situation. «Es ist Horror», sagt Rainer Flaig. «Aber wichtig ist, dass keine Menschen ihr Leben durch die Lawine verloren haben.» Die Natur sei manchmal unvorhersehbar - er wolle aber zu seiner Verantwortung stehen und allfällige Konsequenzen tragen.

Die Skipiste im Gebiet Oberalppass/Felli bleibt sicher noch bis und mit Samstag geschlossen wegen des starken Schneefalls.

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«Die Polizei geht nicht davon aus, dass ein Skifahrer die Ursache war»
Aus Tagesschau vom 26.12.2019.
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Welche Gefahrenstufe herrschte vor? Laut dem Institut für Schnee- und Lawinenforschung gilt für die Region Andermatt wie in weiten Teilen der Schweizer Alpen die Gefahrenstufe 3 «erheblich».

Viel Neuschnee und Triebschnee der vergangenenTage bildeten die Hauptgefahr. Lawinen könnten schon von einzelnen Wintersportlern ausgelöst und gefährlich gross werden.

Lawine auch bei St. Moritz

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Auch am Piz Nair bei St. Moritz GR ist am Stephanstag eine Lawine niedergegangen. Ein 36-jähriger Snowboarder, der zu einer Vierergruppe gehörte, hat sie ausgelöst. Die Wintersportler waren ausserhalb der markierten und gesicherten Pisten unterwegs.

Der 36-Jährige wurde rund 400 Meter von den Schneemassen mitgerissen. Später flog ihn die Rega ins Spital nach Chur. Der Mann wohnt in der Schweiz.

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