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Legende: Video Die Arbeitslosenquote ist im Juni erneut gesunken abspielen. Laufzeit 01:27 Minuten.
Aus Tagesschau vom 09.07.2019.
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Leichter Rückgang im Juni Arbeitslosenquote so tief wie seit 2001 nicht mehr

  • Bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) waren im Juni total 97'222 Personen als arbeitslos registriert.
  • Das waren 4148 Personen weniger als noch im Mai.
  • Die Arbeitslosenquote lag derweil bei 2.1 Prozent nach 2.2 Prozent im Monat davor. Dabei seien die Quoten aktualisiert worden, schreibt das Seco.
  • Tiefer war die Zahl letzmals im Juni 2001. Damals lag sie bei 1.5 Prozent.

Neu werden die Arbeitslosenzahlen nicht mehr im Verhältnis zu der Zahl der Erwerbspersonen der Jahre 2012 bis 2014 berechnet, sondern zu jener der Jahre 2015 bis 2017. Die Basis für die Berechnung der Quote hat sich dadurch erhöht.

Bereinigt um saisonale Effekte ergibt sich eine Arbeitslosenquote von unverändert 2.3 Prozent. Die von der Nachrichtenagentur AWP befragten Ökonomen hatten im Vorfeld, wohl noch mit der alten Berechnungsgrundlage, mit einer saisonbereinigten Quote von zum Mai unveränderten 2.4 Prozent gerechnet.

Weniger ältere Arbeitslose

Die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen ist im Juni weiter zurückgegangen. Zum Ende des Monats waren 9762 Personen im Alter von 15 bis 24 Jahren beim RAV eingeschrieben. Das ist ein Rückgang von 2.9 Prozent. Damit blieb die Jugendarbeitslosenquote unverändert bei 1.9 Prozent.

Deutlich fiel die Abnahme bei den über 50-Jährigen aus: Bei ihnen ging die Zahl der Arbeitslosen um 3.4 Prozent auf 28'101 Personen zurück. In dieser Kategorie fiel die Quote um 0.1 auf 2.1 Prozent.

Zahl der Stellensuchenden nimmt ab

Auch bei der Zahl der Stellensuchenden war im Juni ein Rückgang zu verzeichnen. Insgesamt suchten laut Seco mit 170'800 Personen 5328 weniger eine Stelle. Das ist ein Rückgang von 3.0 Prozent, verglichen mit dem Vorjahr ging dieser Wert um 5.0 Prozent zurück.

Tiefe Arbeitslosenquote täuscht

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Die Arbeitslosenquote des Seco stützt sich auf die Anmeldungen der Arbeitslosen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) und erfasst so zum Beispiel die Ausgesteuerten nicht. Damit sind diese Zahlen auch nicht international vergleichbar

Internationalen Standards entspricht dagegen die Erwerbslosenquote, die das Bundesamt für Statistik jeweils veröffentlicht. Diese «Arbeitslosenzahl» gemäss Definition des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) liegt deutlich höher. So lag die Erwerbslosenquote für die Schweiz im 1. Quartal 2019 bei 4.9 Prozent. Diese Zahl ist auch mit anderen Ländern vergleichbar.

Die Zahl der bei den RAV ausgeschriebenen Jobs sank gleichzeitig im Berichtsmonat um 204 auf 37'186. Davon unterlagen laut Seco 22'424 der Stellenmeldepflicht, die seit einem Jahr gilt. Unternehmen müssen freie Stellen für Berufsarten mit einer Arbeitslosenquote von mindestens 8 Prozent vorab den RAV melden.

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32 Kommentare

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  • Kommentar von Mattias Derungs  (Mattias Cristian Derungs)
    Der Medien-Sprecher und Leiter der Direktion für Arbeit des Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, Boris Zürcher behauptet weiterhin stinkfrech, dass die Arbeitslosenquote weiterhin am Sinken sei! Gerade jetzt, in der Sommerferienzeit sind sozusagen kaum Stellen ausgeschrieben d.h. aber noch lange nicht, dass die Zahl der Jobsuchenden abgenommen hat! Was unsere Politiker u. Behörden machen ist nichts als Schönfärberei in der Hoffnung, dass das "dumme" Volk es ja eh nicht merkt! Wie lange noch?
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    1. Antwort von L. Leuenberger  (L.L.)
      Solange wie die Medien es Ihnen leicht machen....
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  • Kommentar von Maria-Noemi Rossetto-Giallella  (Maria-N. R.G.)
    Mich ärgert es, dass der Aspekt der Ausgesteuerten zur Statistik-Beschönigung im Tagesschau-Beitrag nicht erwähnt wird – eine undifferenzierte, hoffentlich keine tendenziöse Unterlassung. Sicher jedoch ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen.
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  • Kommentar von Manuela Fitzi  (Mano)
    Man lese den Artikel der NZZ am Sonntag "Jeder zweite Arbeitslose über 58 findet keine neue Stelle" und versuche erstmals SRF weis zu machen, was das staatliche Nachrichtenportal eines reichen Landes mit obigen ignoranten Artikeln alles anrichten kann. Verantwortlicher Journalismus, liebes SRF, sieht ganz anders aus. Sie dürfen diese Kritik an der wöchentlichen Redaktionsmeeting gerne besprechen.
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    1. Antwort von Roman Loser  (Jessica)
      Mit etwas Erfahrung sollten Sie sich hüten diesbezüglich allzu grosse Hoffnung zu haben!
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