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Luzerner Stadtrat gibt Projekt Stadtpassage auf
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 06.07.2023. Bild: Keystone/Urs Flüeler
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Lenkung der Besucherströme Luzerner Stadtrat will doch keinen Touristen-Tunnel

  • In der Stadt Luzern soll es keinen unterirdischen Tunnel geben, der Car-Reisende in die Luzerner Innenstadt bringt.
  • Die Kosten seien mit bis zu 340 Millionen Franken zu hoch, so der Stadtrat.
  • Zusätzlich zum 800 Meter langen Tunnel mit Rolltreppen war ein unterirdisches Parkhaus für Reisebusse geplant.

Der Schwanenplatz in Luzern: Hier reihen sich Reisecars aneinander und Touristengruppen erschweren den Durchgang für die Anwohnerinnen und Anwohner. So zumindest das alltägliche Bild vor der Corona-Pandemie.

Einige Reisecars und Dutzende Touristen auf dem Schwanenplatz.
Legende: Vor Corona war dies keine Seltenheit: Touristengruppen strömen in die Altstadt von Luzern. KEYSTONE/URS FLÜELER

Vorschläge, wie man mit den Touristenströmen umgehen soll, wurden entwickelt und wieder verworfen. Und nun gibt der Luzerner Stadtrat auch die Idee eines 800 Meter langen Fussgängertunnels von einem Carparking beim Kantonsspital in die Gegend des Schwanenplatzes auf.

Die Regierung begründet den Entscheid in einer Mitteilung vom Donnerstag mit den Kosten. Die Investitionskosten befinden sich zwischen 270 und 340 Millionen Franken.

Im Herbst 2022 hatte der Grosse Stadtrat den Bericht und Antrag des Stadtrates zum zukünftigen Car-Regime gutgeheissen. Grundlage für dieses Regime war ein Strategieprozess, in dem 59 Ideen für eine langfristige Lösung der Carparkierung diskutiert wurden.

Damals hatte der Stadtrat aufgrund dieses Prozesses die Projektidee «Stadtpassage» zur Weiterbearbeitung empfohlen. Aufgrund der hohen Kosten verfolge er das Projekt jetzt allerdings nicht weiter.

Machbar, aber mit Risiken

Der Stadtrat war zunächst von Kosten von 90 bis 120 Millionen Franken ausgegangen. Zudem habe die Machbarkeitsstudie gezeigt, dass die Passage zwar technisch machbar sei, aber die Realisierung anspruchsvoll und mit Risiken verbunden sei. Hinzu kommt: Eine Finanzierung der Investitionen über Parkgebühren sei nicht möglich.

Das Projekt «Stadtpassage» sah den Bau von zwei Tunnels vor. Ein erster, 200 Meter langer Strassentunnel sollte vom Gebiet Sedel/Friedental nahe der Autobahnausfahrt Emmen Süd in ein neues Parkhaus unter dem Kantonsspital führen. Von dort sollten die Touristinnen und Touristen über einen 800 Meter langen Fussgängertunnel in die Hertensteinstrasse gelangen.

Geplant ist ein Übergangsregime

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Der Luzerner Stadtrat wird dem Grossen Stadtrat im Winter einen Bericht und Antrag mit dem weiteren Vorgehen zum Car-Regime vorlegen, wie es in einer Mitteilung heisst. Kurz- bis mittelfristig will er ein Übergangsregime umsetzen.

Dieses sieht vor, auf dem Schwanen- und dem Löwenplatz eine Anhaltegebühr für Reisecars einzuführen. Zur Regulierung und Lenkung der Anhaltebewegungen wird zudem ein Slotmanagement mit einem Reservationssystem eingeführt. Dank dem Übergangsregime soll das Caraufkommen besser gesteuert und damit die Innenstadt entlastet werden.

SRF 4 News, 06.07.2023, 11 Uhr;

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