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Letzte drei Monate im Amt So erlebt Johann Schneider-Ammann die Tage nach dem Rücktritt

Legende: Video Schneider-Amman verspürt Wehmut abspielen. Laufzeit 00:57 Minuten.
Aus SRF News vom 29.09.2018.

Schon zu Beginn der heutigen Delegiertenversammlung in Pratteln (BL) hat die FDP ihren abtretenden Bundesrat Johann Schneider-Ammann mit Standing Ovations gefeiert. Und Parteipräsidentin Petra Gössi lobte den Wirtschaftsminister als «pragmatischen Schaffer» und «liberalen Vorzeige-Kämpfer», der unternehmerisches Denken in den Bundesrat gebracht habe, das diesem fehlen werde. Wohl nicht zum letzten Mal stehen für Schneider-Ammann die Zeichen also auf Abschied.

Auch wenn sich an seinen Verpflichtungen nichts geändert hat, und er in den verbleibenden drei Monaten in seinen Dossiers noch «ein paar Pflöcke einschlagen» will, spürt Schneider-Amman bereits eine Veränderung: «Ich habe mich bei jeder einzelnen Tätigkeit gefragt: Ist das jetzt das letzte Mal? Ist es das gewesen?»

«Mulmiges Gefühl» an Versammlung

Auch seine «zweitletzte Delegiertenversammlung» erlebte er mit «einem mulmigen Gefühl», als er in Pratteln ankam. Noch gestern habe er einer Einweihung auf dem Bürgenstock beigewohnt und sich dabei gefragt «wie oft ich das noch kann, wie oft diese Ehre noch auf mich zukommt.» Etwas Wehmut sei mit dabei. Aber: «Man soll nicht sentimental werden und sich vorwärts orientieren.»

Schneider-Ammann hofft, dass nun «mutige Leute» in seiner Partei sich für eine Kandidatur als Bundesrat zur Verfügung stellen. Aber der Job sei nicht ganz einfach, mahnt der Wirtschaftsminister: «Man muss auf vieles verzichten, man muss sich total investieren.»

In wenigen Monaten ist seine Zeit als Bundesrat vorüber. Kommt dann nicht die grosse Leere? Schneider-Ammann scheint sich darüber nicht zu sorgen. Er werde Sport treiben, sich weiterhin als Unternehmer engagieren. «Es wird mir nicht langweilig werden.»

Legende: Video Die Delegiertenversammlung der FDP in Pratteln BL abspielen. Laufzeit 01:02 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 29.09.2018.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Steff Stemmer (Steff)
    Handelsabkommen mit dem ????, warum nicht? Hauptsache der Rubel rollt...
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  • Kommentar von Anita Rusterholz (Anita Rusterholz)
    Herr Schneider-Ammann unterstützt die Grosskonzerne Chemie - Bayer mit Glyphosat (vorher Monsanto), Syngenta und Dow, verantwortlich für das Bienensterben und mehr. 100fach mehr Glyphosat und weitere Pestizide sollen hinzukommen. Ich finde es scheusslich was durch den Menschen zerstört wird auf dieser Welt. Brandrodungen, Gifte und den wunderbaren Tieren wird der Lebensraum genommen.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Es ist einfach der Wirtschaft wegen, die Natur andere Länder zu beschädigen, Abholzung der Regenwälder, Menschen vertreiben wegen Palmöl aus lauter Geldgier und denken man tue Gutes für die Wirtschaft. Das gilt auch für Fleisch aus Südamerika. Keiner garantiert das Tierwohl. (Massentierhaltung und Quälerei) Erinnern wir uns an die armen Pferde. Muss alles billig sein, egal wie es hergestellt wird. Keine Achtung vor Lebewesen. Beschämend. Das ist kein guter Wirtschaftsminister der so handelt.
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    1. Antwort von Laura Brunner (bougiebear)
      Nur so zur Erinnerung: Das Volk hat vor einer Woche zwei Agrarinitiativen abgelehnt.
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