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Letzter Tag im Bundeshaus
Aus Tagesschau vom 27.09.2019.
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Letzter Tag im Bundeshaus Ehrungen, Tränen und Umarmungen

  • Die 50. Legislatur der Eidgenossenschaft ist mit dem letzten Tag der Herbstsession abgeschlossen worden.
  • Nationalratspräsidentin Marina Carobbio und Ständeratspräsident Jean-René Fournier verabschiedeten diejenigen Ratsmitglieder, die am 20. Oktober nicht zur Wiederwahl antreten.
  • Die Zeit im Bundeshaus endet für 48 Parlamentsmitglieder.
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Einschätzung von Bundeshausredaktor Christoph Nufer
Aus Tagesschau vom 27.09.2019.
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Marina Carobbio (SP/TI) hob bei jeder und jedem Eigenheiten hervor – von der tiefen Stimme bis zur klaren Haltung.

Eine Auswahl: Adrian Amstutz (SVP/BE) nannte Carobbio einen «Vollblutpolitiker mit Bodenhaftung». Er sei profiliert und einflussreich. Gradlinig und konsequent vertrete er seine ebenso klaren Positionen, sei es in der Ausländer-, der Sicherheits- oder der Verkehrspolitik.

Hauseigentümerpräsident Hans Egloff (SVP/ZH) werde nicht zuletzt wegen seiner geselligen und kollegialen Art geschätzt, sagte Carobbio. «Und man hörte ihm gerne zu, nicht nur, weil er seine Anliegen ruhig und überlegt vorbrachte, sondern auch wegen seiner angenehmen und tiefen Stimme.»

In den Rat eingefahren

Ulrich Giezendanner (SVP/AG) bezeichnete Carobbio als «Fuhrhalter der Nation», der 1991 in den Nationalrat «eingefahren» sei. Hans Grunder lobte sie für seine bodenständige und zupackende Art und den «harten Emmentaler Schädel», mit dem er beharrlich und zielstrebig seine Ziele verfolge.

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Nationalrat Ulrich Giezendanner wird verabschiedet
Aus News-Clip vom 27.09.2019.
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Bea Heim (SP/SO) habe sich einen Namen gemacht als Gesundheitspolitikerin. Als Hobbygärtnerin wisse sie auch, wie lange etwas brauche, um zu wachsen und Früchte zu tragen. Ihr allererster Vorstoss vor 16 Jahren habe eine Qualitätssicherung in der Gesundheitsversorgung verlangt. In der letzten Sommersession habe das Parlament schliesslich eine entsprechende Gesetzesänderung beschlossen.

«Ja nicht aufregen»

Bruno Pezzatti (FDP/ZG) habe sich einen Namen als kompetenter Finanz-, Gesundheits- und Sozialpolitiker gemacht. «Eine besondere Medienpräsenz sucht und braucht Bruno Pezzatti dabei nicht», stellte Carobbio fest. Corina Eichenberger (FDP/AG) habe in einem Interview ihr Rezept gegen Stress verraten: «Sich ja nicht aufregen.»

Mit der Verabschiedung der scheidenden Ratsmitglieder endete für Carobbio das Jahr als Nationalratspräsidentin.

Die Abgänge im Nationalrat

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SVP: Adrian Amstutz (BE), Beat Arnold (UR), Raymond Clottu (parteilos/NE), Hans Egloff (ZH), Alice Glauser (VD), Markus Hausammann (TG), Sylvia Flückiger (AG), Ulrich Giezendanner (AG). Luzi Stamm (AG) und Maximilian Reimann (AG). Die beiden letztgenannten treten jedoch auf anderen Listen wieder an.

SP: Margret Kiener Nellen (BE), Bea Heim (SO), Jaques-André Maire (NE), Silva Semadeni (GR), Silvia Schenker (BS), Carlo Sommaruga (GE) und Manuel Tornare (GE).

FDP: Fathi Derder (VD), Corina Eichenberger (AG), Benoît Genecand (GE), Hugues Hiltpold (GE), Giovanni Merlini (TI), Walter Müller (SG) und Bruno Pezzatti (ZG).

CVP: Guillaume Barazzone (GE), Dominique de Buman (FR), Géraldine Marchand-Balet (VS) und Karl Vogler (CSP/OW).

GLP: Thomas Weibel (ZH) und Daniel Frei (ZH).

BDP: Hans Grunder (BE).

Musik im Ständerat

Der Ständerat beendete musikalisch umrahmt vom Duo «In Luce» die Legislatur und nahm von den scheidenden Mitgliedern Abschied. Ratspräsident Jean-René Fournier (CVP/VS) strich in seiner Abschiedsrede die Bedeutung des Zweikammersystems hervor.

Der Ständerat habe sich in den letzten Jahren als Ort der Reflexion bewährt. Ein Ort der wohlwollenden und respektvollen Argumentation, an dem – frei von Polemik – Lösungen für die Herausforderungen des Landes gefunden worden seien.

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Ständerätin Anita Fetz wird verabschiedet
Aus News-Clip vom 27.09.2019.
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Fournier sprach auch über die besondere Kultur und die Umgangsformen im Ständerat. Diese erschienen vielleicht veraltet, sagte er. Doch im Ständerat möge man die schickliche Kleidung und ziehe die Atmosphäre der Kapelle jener des Marktplatzes vor. Das habe seinen Grund: Es sei diese formelle und gepflegte Atmosphäre, in der jede und jeder frei sprechen könne und auch gehört werde.

Anschliessend verabschiedete Fournier jedes einzelne Ratsmitglied, das sich nicht zur Wiederwahl stellt – immerhin 19 von 46.

Auch für Ratspräsident Fournier selber endete die Zeit unter der Bundeshauskuppel. Grossrat, Staatsrat und schliesslich seit 2007 Ständerat sei Fournier gewesen, und alle drei Gremien habe er auch präsidiert, sagte Vizepräsident Hans Stöckli (SP/BE). «Das muss ihm erst einer nachmachen».

Die Abgänge im Ständerat

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  • Liliane Maury Pasquier (SP/GE)
  • Robert Cramer (Grüne/GE)
  • Raphaël Comte (FDP/NE)
  • Didier Berberat (SP/NE)
  • Anne Seydoux-Christe (CVP/JU)
  • Claude Hêche (SP/NE)
  • Philipp Müller (FDP/AG)
  • Pascale Bruderer Wyss (SP/AG)
  • Anita Fetz (SP/BS)
  • Claude Janiak (SP/BL)
  • Fabio Abate (FDP/TI)
  • Isidor Baumann (CVP/UR)
  • Roland Eberle (SVP/TG)
  • Joachim Eder (FDP/ZG)
  • Peter Föhn (SVP/SZ)
  • Konrad Graber (CVP/LU)
  • Werner Luginbühl (BDP/BE)
  • Géraldine Savary (SP/VD)
  • Jean-René Fournier (CVP/VS).
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Tränenreiche Verabschiedung
02:45 min, aus Info 3 vom 27.09.2019.
abspielen. Laufzeit 02:45 Minuten.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Jürg Brauchli  (Rondra)
    Bei Einigen habe ich auch Tränen in den Augen. Vor Freude, dass sie endlich gehen.
    1. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      Na. Auch hier ein Haar in der Suppe gefunden...
  • Kommentar von Konrad Pfister  (Konrad Pfister)
    Feuchte Händedrücke? Warum denn das?
    1. Antwort von robert mathis  (veritas)
      Herr Pfister die Politiker haben sich wohl gefühlt im Bundeshaus darum bleiben sie auch so lange dort.....Ich bin nach wie vor der Meinung dass die Amtszeit im Bundeshaus begrenzt werden müsste damit ab und zu frischer Wind und neue Ideen in die Köpfe kämen ab 8 Jahren sollte unbedingt Schluss sein.
    2. Antwort von Konrad Pfister  (Konrad Pfister)
      @veritas Total einverstanden, mit ging es um den merkwürdigen Ausdruck im Titel, der jetzt korrigiert wurde... feuchte Augen ja, feuchte Händedrücke? Feuchte Hände hat man doch eher vor Angst?
    3. Antwort von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
      Es kann sein das sie recht haben Herr Mathis. Doch wenn wir eine Amtszeitbeschränkung einführen, stellt das dem Wähler doch ein schlechtes Zeugnis aus? Aus meiner Sicht werden viele Wählende sich wenig Gedanken machen über die Kandidaten und sich Informieren. Es wird mehr schnell aus dem Bauch Entschieden oder so wie man es immer gemacht hat aus Gewohnheit! Ich Unterstelle den meisten Wähler das sie sich gar nicht mit den Programmen gross befassen. Schlagwörter sind da das Zauberwort!
  • Kommentar von paul schluga  (P.S)
    Jeder Anfang hat ein Ende.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      ...nur die Wurst hat zwei:-)
    2. Antwort von robert mathis  (veritas)
      Hr.Röthenmund stimme Ihnen voll zu gerade darum braucht es eine zeitliche Beschränkung weil die Wahlen oft ein Selbstläufer sind einmal gewählt bleiben die Politiker über Jahre auf dem bequemen Stuhl sitzen weil es vielen Stimmbürgern zu viel ist sich an den Wahlen kritisch zu beteiligen ja das ist leider ein schlechtes Zeugnis Hr R.