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Trotz Sonne gilt «zu Hause bleiben»
Aus HeuteMorgen vom 03.04.2020.
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Lockdown-Test am Wochenende Bleiben die Menschen trotz Sonne zu Hause?

Dieses Wochenende ist ein erster grosser Test für die Schweizer Bevölkerung. Die Polizeikorps erhöhen die Präsenz.

Der Präsident der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten, Stefan Blättler, richtet einen unmissverständlichen Appell an die Bevölkerung: «Verzichten Sie bitte auf unnötiges Reisen.» Nicht nur auf den Osterausflug ins Tessin, sondern ganz generell.

Gratwanderung für die Behörden

Im Visier hat Blättler zum Beispiel die Motorradfahrer. Es sei der dümmste Moment für Passfahrten. «Vermeiden Sie halsbrecherische Fahrten mit dem Motorrad», mahnt Blättler weiter. «Sie belasten im Falle eines Unfalls nichts anderes als das Spitalwesen.» Welches insbesondere im Tessin bereits jetzt am Limit sei.

Geschlossene Seepromenade in Zürich.
Legende: Die Seepromenade in Zürich musste bereits von der Polizei gesperrt werden. Keystone

Die Einhaltung der vom Bundesrat verfügten Massnahmen sei im wahrsten Sinn des Wortes überlebensnotwendig: Zu Hause bleiben, Abstand halten, keine Gruppen bilden.

Alle Polizeikorps in der ganzen Schweiz würden die Präsenz erhöhen und wenn nötig Orte für die Bevölkerung sperren – so wie es beispielsweise die Zürcher Polizei mit der Sperrung der Seepromenade bereits getan hat, betont Blättler. Sein Appell macht klar: für die Behörden ist die aktuelle Situation eine Gratwanderung, gerade mit Blick auf die kommenden Osterfeiertage.

Verhalten könnte Konsequenzen haben

Bis jetzt hat der Bund auf schärfere Massnahmen verzichtet. Trotz entsprechenden Forderungen aus verschiedenen Lagern gibt es in der Schweiz, anders als in Italien oder Spanien, keine Ausgangssperre. Was aber, wenn sich die Menschen am kommenden schönen Wochenende nicht an die Regeln halten? Braucht es dann weitere Massnahmen?

«Das werden wir nach dem Wochenende, vielleicht noch vor Ostern, diskutieren», sagt Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit. «Wir warten jetzt mal dieses Wochenende ab.» Die kommenden Tage sind also ein wichtiger Test für die Bevölkerung. Das Verhalten jetzt könnte Konsequenzen für Ostern haben.

SRF 4 News, Heute Morgen, 3. April 2020, 06:00 Uhr

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87 Kommentare

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  • Kommentar von Gabriella Itin  (Salat)
    Wegen dem Virus sterben Personen. Dennoch muss man sagen,es ist der kleinere schaden als wenn statt sagen wir mal 10% die ganzen 100% untergehen.
    Das Ausmass der Wirtschaftskriese steht in keinem Verhältnis. Auch das Soziale Ausmass wie z.bUnerträglichkeit auf engem raum, Einsamkeit, Isolation, Selbstmord, Existenz Verlust darf man nicht aus den Augen verlieren.
    Viele haben schon Panik. Das Ausmass wen es so weiter geht macht mir mehr Angst. Dringend wieder in Normalen Alltag zurückkehren .
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  • Kommentar von Gabriella Itin  (Salat)
    Die Beengung treibt einem in den Wahnsinn.
    Der Mensch ist ein Herten Tier. Wenn man die Verhältnisse auf die Millionen / Milliarden Menschen anschaut, ist dies ein kleiner Bruchteil. Leider geht es nicht nach mir, denn ich wäre sogar wieder für den normalen Alltag,mit dem Risiko das ich den Virus auch kriege. Wer in gehabt hat ist nicht mehr in der Gefahr sich anzustecken.Doch will man dies jetzt x Monate so weiterziehen, was glauben Sie,mit welchen Folgen Sie Kämpfen werden.Die sind schlimm!
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  • Kommentar von Thomas Siller  (Thomas+)
    Wir haben ziemlich stabil ca. 1000 Neuinfektionen pro Tag und eine Spitalsauslastung von 40%. Sie wird sich bei dieser Neuinfektionsrate auf unter 50% einpendeln. Und das auch bei der aktuellen Form der Umsetzung, also die nicht überall "korrekte" Einhaltung inkludiert. Wir könnten die Neuinfektionsrate also auch noch verdoppeln bevor die Krankenhäuser überlastet werden. Eine etwas lockerere Haltung über die Feiertage läge also noch drinnen. Zumindest was die Blockwartmentalität anbelangt.
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