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Lohnherbst eingeläutet Mindestens 2 Prozent mehr Lohn gefordert

Der wirtschaftliche Aufschwung müsse allen zugute kommen, so die Begründung der Gewerkschaft Travail Suisse.

Legende: Video Schweizer Wirtschaft bleibt im Schwung abspielen. Laufzeit 01:16 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 09.08.2018.

Der Gewerkschaftsdachverband Travail Suisse, sowie die Gewerkschaften Syna, Transfair und «Hotel&Gastro» legen die Karten auf den Verhandlungstisch: Sie fordern generelle Lohnerhöhungen – 2 Prozent mehr.

Legende: Video «Es drohen Kaufkraftverluste» abspielen. Laufzeit 00:14 Minuten.
Aus News-Clip vom 09.08.2018.

Die Begründung? Der wirtschaftliche Aufschwung müsse allen zugute kommen. Sie argumentieren nicht nur mit der guten Konjunktur, sondern auch mit der wieder anziehenden Teuerung.

Wachstum prognostiziert

Für 2018 prognostiziere das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) ein Wirtschaftswachstum von 2,4 Prozent und für 2019 ein Wachstum von 2,0 Prozent, sagte Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail Suisse.

Legende: Video «Der Einsatz der Arbeitnehmenden soll belohnt werden» abspielen. Laufzeit 00:15 Minuten.
Aus News-Clip vom 09.08.2018.

Bei den Löhnen sehen die Verbände Nachholbedarf. Die Angestellten hätten dazu beigetragen, dass die Finanz- und Weltwirtschaftskrise ab 2007 in der Schweiz kaum spürbare Folgen hinterlassen habe, stellte Fischer fest. Zu Zeiten der Frankenstärke seien Arbeitszeiten verlängert worden, und die Löhne hätten sich, wenn überhaupt, bescheiden entwickelt.

«Nullrunden unerwünscht»

In den vergangenen Jahren habe der Fokus vor allem auf der Erhöhung einzelner Löhne gelegen. Das ging laut Travail Suisse vor allem auf Kosten der untersten Einkommen. «Gerade sie werden bei einer individuellen Verteilung am ehesten übergangen», sagte Fischer. Travail Suisse will deshalb auch über Erhöhungen von Mindestlöhnen verhandeln.

Die Gewerkschaft Syna steigt mit ihren Forderungen etwas höher ein: Zwei bis drei Prozent mehr Lohn müssen es in ihren Augen im nächsten Jahr sein, je nach Branche und Unternehmen. Nullrunden, Einmal-Zahlungen oder nur individuelle Lohnanpassungen wolle die Syna «in diesem Jahr» nicht sehen, sagte Präsident Arno Kerst heute an einer Medienkonferenz.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Den Franken abgewertet, die hohen Gewinne teilweise ins Ausland verschleppt und kaum versteuert , NULL Zins auf Spargelder, weit unter Wert bezahlte Löhne - bitte keine Sklavenhaltung, lasst endlich von den horrenden Gewinnen auch Unten bei den Büezern etwas ankommen - 3 bis 5% Loherhöhung ist das Minimum was allen die nahezu 2000 Stunden im Jahr arbeiten, im Minimum zusteht.
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  • Kommentar von Henriette Rub (ehb)
    Dann bitte auch mehr Renten. Auch Senioren leiden unter der zunehmenden Teuerung.
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    1. Antwort von M. Kaiser (Klarsicht)
      Frau Rub- die Renten sind vom arbeitenden Büezer , mit seinen Steuern bezahlte Beträge, diese Renten müssen von jedem Rentner in unverschämter Weise noch versteuert werden inkl. allen anderen hohen Pflichtabgaben wie Versicherungen, MWST etc. Also fallen die Rentner unter Lohnbezüger weil sie ja Steuern bezahlen und somit am Erfolg der Wirtschaft mit beteiligt sind und ein legitimes Recht auf mindestens 5% Rentenerhöhung besitzen ! Also kein Almosenbetrag des Staates sondern ein Recht !
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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Die Gewinne explodieren - gar nach Buchhaltungsreservenfrisur - unversteckbar im zweistelligen Prozentbereich. Da ist eine Lohn"forderung" von 2 Prozentli eine bodenlose Frechheit - gegen die ruinierten Lohnsklaven....
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