Zum Inhalt springen
Inhalt

Schweiz Lukas Reimann: «Vielleicht ist Besko auch ein Opfer»

SVP-Nationalrat Lukas Reimann verteidigt an der «Rundschau»-Theke seinen Einsatz für den straffällig gewordenen und ausgewiesenen Rapper Besko. Sein Eindruck von ihm sei zwar gespalten, so Reimann. Aber Besko habe «auch sehr viel Gutes getan».

Legende: Video Reimann nimmt Stellung abspielen. Laufzeit 08:18 Minuten.
Aus Rundschau vom 26.10.2016.

«Eine verpasste Chance» – so spricht SVP-Nationalrat Lukas Reimann über die Wegweisung von Besijan Kacorraj, bekannt als Rapper Besko, in den Kosovo. Ein SVP-Politiker, der sich für einen wegen Kriminalität ausgewiesenen Ausländer stark macht?

Reimann verweist an der «Rundschau»-Theke darauf, dass Besko andere Jugendliche davon abhalten könne, kriminell zu werden. Er sei aber «nicht der Verteidiger oder Freund von Besko», so Reimann.

Moderator Sandro Brotz konfrontierte den SVP-Nationalrat daraufhin mit einem Mail, das er an den Staatssekretär für Migration, Mario Gattiker, geschickt hat.

Darin kritisiert Reimann die Wegweisung und spricht von einem Härtefall. Die Entwicklung von Besko sei «beeindruckend», so Reimann darin. Und weiter: «Ganz persönlich möchte ich anmerken, dass Beskos Arbeit von grösstem Wert für unsere Jugend ist.»

«Mein Eindruck ist gespalten»

Reimann will die Schützenhilfe für Besko – mit bürgerlichem Namen Besijan Kacorraj – jedoch so verstanden haben, dass er den Rechtsstaat und die Rechtsgleichheit verteidige. In gewissen Kantonen wie dem Kanton Aargau werde «viel zu lasch ausgeschafft», während in anderen Kantonen das Gegenteil passiere.

«Es braucht einheitliche Regeln», sagt Reimann. Darauf angesprochen, ob er auch an Beskos Opfer denke, meint der Nationalrat: «Ich denke natürlich auch an die Opfer.» Er wisse nicht, ob er dem Rapper trauen kann: «Mein Eindruck ist gespalten.»

Legende: Video Kosovo einfach: Rapper Besko ganz unten abspielen. Laufzeit 10:21 Minuten.
Aus Rundschau vom 26.10.2016.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

35 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    "Nach zwei Raubüberfällen" Hier darf und soll mit Rücksicht auf die Opfer auch die "Härtefallklausel" nicht mehr berücksichtigt werden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Thomas Steiner (Tom Stone)
    Und wieder einmal bietet die Rundschau einem Politiker eine Bühne. Ist nicht der Auftrag eines öffentlich-rechtlichen Senders. Hier wird ein Einzelfall wegen einer gewissen Berühmtheit des Betroffenen aufgebauscht. Es trifft hunderte Kosovaren, die weniger auf dem Kerbholz hatten. Die haben keine Stimme.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Kurt Meier (Kurt3)
    Nur die wählerstärkste Partei kann sich so einen Nationaltat leisten nebenbei ist er auch noch Verehrer von Frauke Petry , seine Vorbilder sein Nigel Farage und Christof Blocher . Wobei Christof behauptet die europäischen Rechtspopulisten nicht zu kennen .
    Ablehnen den Kommentar ablehnen