Zum Inhalt springen

Header

Video
Flugticketabgabe nimmt erste Hürde im Nationalrat
Aus Tagesschau vom 19.09.2019.
abspielen
Inhalt

Massnahmen zum Klimaschutz Nationalrat macht Druck für Flugticketabgabe

  • Der Nationalrat stimmt der Einführung einer Flugticketabgabe zu.
  • Die grosse Kammer hat eine Motion mit dieser Forderung klar angenommen.
  • Im Zusammenhang mit dem CO2-Gesetz hatte der Nationalrat eine CO2-Abgabe letzten Dezember noch abgelehnt.

Seit dem Nein des Nationalrats zu einer CO2-Abgabe auf Flugtickets hat sich der Wind in der Klimapolitik gedreht. Der Entscheid für die Motion zugunsten einer Flugticketabgabe fiel klar mit 112 zu 61 Stimmen bei 10 Enthaltungen. Diesmal stimmte auch die FDP zu. Deren Delegierte hatten sich im Juni für eine Flugticketabgabe ausgesprochen.

Es wird geflogen, als gäbe es kein Morgen.
Autor: Jürg GrossenNationalrat GLP/BE

Die Motion stammt vom Berner GLP-Nationalrat Jürg Grossen. Es werde geflogen, als gäbe es kein Morgen, sagte er. Verantwortlich dafür seien unter anderem die tiefen Preise. «Die Zeit ist reif für mehr Kostenwahrheit im Klimabereich», sagte Grossen.

Video
Jürg Grossen: «Abgabe muss überall gleich hoch sein»
Aus News-Clip vom 19.09.2019.
abspielen

Grossen verlangt eine Abgabe, Gebühr oder Lenkungsabgabe in der Zivilluftfahrt, welche den Klimaauswirkungen Rechnung trägt und die Folgekosten den Fluggästen überträgt. Das eingenommene Geld soll für Massnahmen für den Klimaschutz im Flugverkehr und für andere Umweltmassnahmen eingesetzt werden.

Sommaruga: Diskussion zum CO2-Gesetz abwarten

Umweltministerin Simonetta Sommaruga plädierte dafür, die Diskussion zum CO2-Gesetz abzuwarten. Der Nationalrat hatte in diesem Rahmen eine Flugticketabgabe in der letzten Wintersession mit 93 zu 88 Stimmen bei 8 Enthaltungen abgelehnt. Die CVP war damals gespalten, FDP und SVP sprachen sich dagegen aus.

Die Umweltkommission des Ständerats beantragt nun jedoch eine Flugticketabgabe zwischen 30 und 120 Franken. Differenziert werden soll diese nach Klasse und Reisedistanz. Das CO2-Gesetz steht am kommenden Montag auf der Traktandenliste des Ständerats. Stimmen beide Räte zu, dürfte sich Grossens Motion erübrigen.

Video
Argumente der Flugbranche gegen Flugticket-Abgabe
Aus Tagesschau vom 20.08.2019.
abspielen
Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

190 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von M. Kaiser  (Klarsicht)
    Nun rennt alles den einfachsten Weg - den kleinen Flugkunden abzustrafen, anstatt bei den 1. Klasse Fluggästen das 3 fache zu kassieren -denn die haben es locker .
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Einseitige "Übelbekämpfung" (Geldstrafen), hat nichts mit effektiver Einsicht der teuren Zuständigen/Verantwortlichen im Schweizer Verwaltungsapparat zu tun. Effizient ist, die ganzheitliche "Ursachen-Verursachungs-Behebung, Verbesserung" = die gesamte Maschinen,-Motorfahrzeug,-Flugzeugbau,- Schiffsbau-Industrien = Umstellung auf "umweltfreundliche Antriebe"! Das Schweizer Verkehrs-Chaos = innovative Reduktions-Ideen der zuständigen Veratwortlichen im Mini-Land: "Mobility-Sharing" förden, etc..
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Alex Moser  (AM)
    2018 gab es alleine in ZRH rund 280000 Starts und Landungen. Schweizweit dürften es über 1/2 Mio sein.

    Wir brauchen keine höheren Ticketpreise. Aber jede Landung/Start sollte mit z. B. 10000.00 zusätzlich belastet werden. Ob es die Airlines dann auf die Passagiere abwälzen oder nicht ist ihnen überlassen.

    Das gäbe rund 5 Mia Einnahmen - und die sollten z. B. zu 100% in die ETH fliessen, zur Entwicklung von synthetischen, CO2-freien Flugtreibstoffen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Hans Meier  (H-M)
      Bei einem interkontinental flug machen 10000 CHF ca 30-35 CHF pro Passagier aus!!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Alex Moser  (AM)
      @H-M: Na also, dann liege ich ja gar nicht soweit daneben :-)

      Nur ist die Administration und der Verwaltungsaufwand um einiges kleiner, wenn pro Start/Landung und Maschine abgerechnet wird. Bei einem Aufschlag je Ticket wird nämlich ein Grossteil der Mehrkosten weder beim Bürger noch im Klimaschutz ankommen, sondern in der Verwaltung "versickern"

      Mir scheint, einigen geht es genau darum: Verwaltungs-Arbeitsplätze schaffen und sichern - unter dem Vorwand des Klimaschutzes!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Denise Casagrande  (begulide)
      Die Umstellung der verschiedenen Industrien, welche Verbrennungsmotoren mit Benzin, Diesel,...(Motorfahrzeuge aller Art, landwirtschaftliche - und andere Maschinen, für Flugzeuge, Schiffe,....) herstellen, müssten längst zur Umstellung gezwungen worden sein von den Zuständigen/Verantwortlichen...!!? Die finanziell profitierenden Parteien (Lobbyisten=Spendengelder kassierend, lukrative VR-Mandate , verhindern dies immer noch...!?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen