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Zeckenbisse - die Ärzteschaft ist gefordert
Aus Rendez-vous vom 17.05.2016.
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Schweiz Mehr Arztkonsultationen wegen Zeckenbissen

Zecken, die kleinen, manchmal gefährlichen Blutsauger, halten im Moment Patienten und medizinisches Personal auf Trab. Seit 2008 sind noch nie so früh im Jahr so viele Menschen wegen Zeckenbefall zur Untersuchung gegangen. Gibt es mehr davon als früher oder sind die Menschen sensibilisierter?

4000 Menschen waren dieses Jahr bereits beim Arzt, weil Zecken nach ihrem Blut gelechzt haben. Das sind etwa doppelt so viele wie jeweils in den letzten Jahren im Frühling. Das Bundesamt für Gesundheit schreibt denn auch, noch nie seit 2008 seien so früh im Jahr so viele Leute wegen Zeckenbissen beim Arzt gewesen.

Trotz der hohen Zahl klingt die Nachricht beängstigender als sie ist. Denn die Zecken haben laut Bundesamt nicht mehr Krankheiten übertragen als in den letzten Jahren. Durchaus möglich ist allerdings, dass sie häufiger zustechen als früher und dass die Menschen sich der Zecken mehr achten und mehr Angst davor haben als früher.

Nicht mehr nur im Wald und auf Wiesen zu finden

Erst gerade hat eine deutsche Studie gezeigt, dass Zecken nicht mehr nur auf der Wiese und im Wald lauern, sondern immer häufiger auch in Städten. Schuld an dieser Entwicklung ist der Fuchs. Er bringt die Blutsauger in die Siedlungsgebiete.

Dazu kommt, dass Zecken immer früher im Jahr zustechen. Wegen des wärmeren Klimas plagen sie ihre Opfer neu nicht nur im Sommerhalbjahr, sondern auch im Winter.

Als weitere Folge des Klimawandels hat sich auch die Ausbreitung der Population verändert. Zecken leben immer höher oben, sind nicht mehr fast ausschliesslich ein Problem des Mittellands, sondern nun auch der Berggebiete. Erstmals kommen sie zum Beispiel im Engadin vor. Besonders früh aktiv sind die Spinnentiere übrigens nach einem milden Winter, wie es der letzte war.

Vor kurzem hat auch die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt Suva vor Zeckenstichen gewarnt und darauf hingewiesen, dass immer mehr Zecken gefährliche Krankheiten wie Borreliose in sich trügen. Gegen einige Krankheiten, die Zecken übertragen, kann man sich impfen lassen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von James Klausner  (Harder11)
    Wenn ich an die vielen Zeckenbisse aus Kindertagen denke. Mal wurde die Zecke mit Kopf entfernt, manchmal blieb er drin, nie ergaben sich Komplikationen. Hatte ich einfach Glück oder ist die Gefahr vielleicht nicht gar so dramatisch?
  • Kommentar von Lucas Kunz  (L'art pur l'art)
    Bei dem Bericht könnte man annehmen, die SRG sei im Schlepptau der Aerztemafia - welcher Idiot geht wegen einer Zecke zum Arzt? Dafür hat's einfache und effiziente Zuckerzangen, mit denen sich auch kleinste Nymphen entfernen lassen (rausdrehen). Infektionsgefahr ist sehr klein, wenn noch am selben Tag das Tier entfernt wird ...
  • Kommentar von Jonathan Faye  (Jonathan Faye)
    Zum Glück ist das Risiko wirklich zu erkranken sehr klein! Nicht jede Zecke die mit Nicht jede Zecke, die mit Borreliose infiziert ist, überträgt auch die Krankheit. Und nicht jeder der die Krankheit hat wird mit Folgen rechnen müssen.
    1. Antwort von Jonathan Faye  (Jonathan Faye)
      Es gibt dennoch wenige Dinge, von denen ich mehr angst habe als Zecken!