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Legende: Video Amherd: «Gemischte Teams bringen bessere Leistungen» abspielen. Laufzeit 00:17 Minuten.
Aus News-Clip vom 02.04.2019.
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Mehr Frauen in Uniform Offiziere wollen 5000 zusätzliche Soldatinnen

Mit dem Vorhaben reagiert die Offiziersgesellschaft auf die Forderungen von Verteidigungsministerin Viola Amherd.

Die Schweizer Armee ist eine Männerdomäne. 995 Frauen leisten gemäss neusten Zahlen Dienst – das sind nur 0,7 Prozent des Bestandes. Viola Amherd, die neue Vorsteherin des Verteidigungsdepartementes (VBS), spricht in der «Rundschau» von einem «krassen Missverhältnis».

Die Bundesrätin will das Thema nun pushen, wie sie sagt. Sie suche Lösungen, damit mehr Frauen in der Armee Dienst leisteten. «Wir sind da noch am Studieren, aber es gibt einiges», sagt sie.

Geld und Medienkampagne

Derzeit werde im VBS ein Konzept erarbeitet. Als Beispiel nennt die Bundesrätin Informationsanlässe in den Schulen, an denen man neu «gezielt auch Frauen mitschickt, damit Frauen auch Frauen als Ansprechpartnerinnen haben.»

In welche Richtung die Frauenoffensive gehen könnte, zeigt ein bisher unveröffentlichtes 5-Punkte-Programm der Schweizerischen Offiziersgesellschaft zur Frauenförderung. Die Vorschläge:

  • Informationsoffensive und Medienkampagne. «Gezielt an Frauen gerichtet, um diese für die sicherheitspolitischen Belange zu sensibilisieren.»
  • Ein neues Diplom und Zertifikat für Frauen, die Militärdienst leisten.
  • Ausbildungsgutschriften speziell für Spezialistinnen (z.B. Ärztinnen, Veterinärmedizinerinnen, IT-Spezialistinnen)
  • Finanzielle Anreize speziell für Frauen, die Militär machen, «in der Form einer attraktiven Antrittsprämie».
  • Ausbau des bislang nur freiwilligen Orientierungstags für Frauen. Neues kantonales Pilotprojekt mit «obligatorischem Orientierungstag für Frauen» und gleichzeitig den Anlass gesamtschweizerisch für Frauen zu «koordinieren sowie attraktiver und verbindlicher gestalten».

Frauen sollen Bestände sichern

Der Präsident der Schweizerischen Offiziersgesellschaft, Stefan Holenstein, erklärt, man wolle in den nächsten Jahren zwischen 3000 bis 5000 Frauen für die Armee gewinnen. «Uns ist es sehr ernst. Wir haben ein Bestandesproblem, und die Frauen können mithelfen, das zu lösen.»

Legende: Video Holenstein: «Man muss in Sachen Frauenförderung viel mehr machen» abspielen. Laufzeit 00:13 Minuten.
Aus News-Clip vom 02.04.2019.

Die Offiziere hoffen nun, dass die neue Vorsteherin die Vorschläge mitträgt. Von den Vorgängern Amherds im VBS ist Holenstein weniger begeistert: «Wir sind ganz klar der Meinung, dass man die Frauenförderung bisher verschlafen hat.»

Sendehinweis «Rundschau»

«Rundschau»

Der Beitrag über die Frauenoffensive und eine erste Bilanz über die erste Armeeministerin der Schweiz, Viola Amherd, sehen Sie in der «Rundschau» um 20.05 Uhr auf SRF 1.

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38 Kommentare

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  • Kommentar von Hubert Glauser (Hubiswiss)
    Mich hat es sehr gestört dass ich zum Militärdienst gezwungen wurde. Das Militsystem ist heute nicht mehr zeitgemäss. Ich bin ganz klar für eine professionelle Berufsarmee die in dem europäischen Sicherheitsbereich integriert ist aber kein NATO Beitritt.
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    1. Antwort von Haller Hans (H.Haller)
      Mich stört es, dass es Sie stört, daher sollten wir die ganze Sache einfach ersatzlos liquidieren und die frei werdenden Budgets zur Schuldenreduktion, für die AHV und event. für die Krankenkassenprämien umleiten. Auf gar keinen Fall damit neue "typische Sozi-Projekte" starten. die schaffen keinen Mehrgewinn, sondern nur sinnlose Selbstbeschäftigungen.
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  • Kommentar von Daniel Fuchs (Daniel Fuchs)
    Männer werden nach wie vor gezwungen und nun sollen Frauen durch «attraktive Antrittsprämien» angelockt werden? Das ist eine absolute Frechheit und ein Schlag ins Gesicht eines jeden dem auch nur das geringste an Gleichberechtigung liegt!
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  • Kommentar von Alex Baumann (GuterNutzername)
    Sowas von blödsinnig! Frauen sind doch nicht blöd, nur die allerwenigsten Männlich oder Weiblich wollen in das Militär. Ich persönlich finde es extrem unangenehm das Männer immernoch gezwungen an den Dienst teilzunehmen und Frauen grundlos nicht. Es gibt 3200000 Frauen in der Schweiz, wenn nur 0.7% freiwillig an das Militär gehen ist Vinyl beliebter als das Militär.
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