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Nora Kronig, BAG-Vizedirektorin: «Wir rechnen im Januar mit einer halben Million Dosen»
Aus News-Clip vom 04.01.2021.
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Mehr Impfstoff in Sicht 126'000 neue Impfdosen – BAG wehrt sich gegen Kritik

Die Schweiz hat 126'000 neue Impfdosen erhalten. Dank baldiger Zulassung weiterer Impfstoffe sollen schnell mehr folgen.

126'000 neue Impfdosen hat die Armee heute in Empfang genommen. Doch mehr sollen folgen – Dank neuer Zulassungen. Das erklärt Nora Kronig, Vizedirektorin des BAG. «Wir schauen jetzt natürlich in die Zukunft, in Richtung Zulassung, die wir uns bald für Moderna erhoffen.» Damit würden zusammen mit dem bereits zugelassenen Impfstoff von Pfizer / Biontech bald mehr Dosen zu Verfügung stehen. «Wir rechnen damit, dass wir im Januar ungefähr eine halbe Million Dosen haben, im Februar sogar ein bisschen mehr als eine Million.» Auf diesem Niveau wolle man dann bis im Sommer weiterarbeiten.

Alle Impfwilligen bis im Sommer impfen

Mehr Tempo bei den Lieferungen ist dringend nötig, denn das BAG will bis im Sommer ein ambitioniertes Ziel erreichen: Alle Impfwilligen, sollen die Möglichkeit haben, sich impfen zu lassen. Kronig ist zuversichtlich: «Wir haben seit Anfang geplant, dass wir im ersten Semester impfen können, dass wir bis im Sommer alle die sich impfen lassen wollen sich auch impfen lassen können, und da sind wir auf Kurs und zuversichtlich, dass wir das Schaffen werden.»

Kritik an Impfstrategie

Die Zuversicht teilten denn bisher auch nicht alle. In verschiedenen Kantonen beklagten sich Politik und Gesundheitsfachleute über den Mangel an Impfdosen und das langsame Tempo. Bei weitem nicht alle, die wollen können sich derzeit impfen lassen. So sagte die Zürcher Regierungsrätin Nathalie Rickli heute früh anlässlich des Impfstarts in ihrem Kanton: «Leider gibt es nur wenige verfügbare Impfdosen. Stand heute hatten wir 16'000. Weil jede zweite Person zweimal geimpft werden muss, sind es nur 8000 Personen. Die Termine waren im Januar sofort vergeben. Wir haben noch die Hausärzte, die uns die Hochrisikopatienten melden.»

Langsam im internationalen Vergleich

Auch im internationalen Vergleich gehört die Schweiz nicht zur absoluten Spitze in Sachen Impfen. Während in der Schweiz erst etwas über 200'000 Impfdosen zu Verfügung stehen, legen andere Länder ein viel höheres Tempo an den Tag. Israel etwa hat bereits über eine Million Menschen geimpft. Hat die Schweiz etwa zu wenige Impfdosen bestellt? Das BAG verneint. «Wir haben das entsprechende Volumen bestellt» sagt Vizedirektorin Kronig. Doch wie es sich jetzt zeigt: Einfach nicht beim schnellsten Hersteller. Denn mit drei Millionen Dosen macht die Impfung von Pfizer/Biontech den kleinsten Posten aus. Rund 4,5 Millionen Dosen hat die Schweiz bei Moderna bestellt und bis zu 5,3 Millionen Dosen von AstraZeneca. So bleibt für das BAG, die Kantone und Schweiz einzig die Hoffnung auf eine möglichst baldige Zulassung der anderen Impfstoffe.

Tagesschau, 04.01.2020; 19:30 Uhr

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44 Kommentare

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  • Kommentar von Kurt Bucher  (KurtB)
    Immer diese Journalisten und Politiker: alle anderen sind Schuld und 16'000 Dosen: wir können nun "nur" 8000 impfen!! (Rickli)
    Die Hersteller sind im Moment viel schneller als alle anderen, viele Kantone waren sich ausser Stande vor Weihnachten und auch danach bis Neujahr zu impfen: die Ferien sind wichtiger!! 16000 Dosen = man kann jetzt bereits 16000 Leute impfen, denn die zweite ist im Abstand von mind. 21 Tagen zu machen (Swissmedic), da kommen bereits wieder
    huntertausende von Dosen.
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  • Kommentar von Hans-Harald Schulz  (hhschulz)
    Es gibt sie also doch noch, die Schweden Fans ... und das obwohl das Vorgehen krachend gescheitert ist - und sich selbst der schwedische König darüber beschwert hat! Durchsuchung klappt nicht (!!!) - bzw. nur wenn Sie gleichzeitig einen Zusammenbruch des Gesundheitswesen in Kauf nehmen.
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  • Kommentar von Ulrich Zimmermann  (Crocc)
    Bei Ausbruch der Pandemie fehlte es an Schutzmaterial und Einrichtungen. In Panik wurde ein Lockdown verhängt, der die Infektionen bremst, aber eben auch längerfristig verschleppt und dennoch nicht stoppt. In den Sommermonaten wurde versäumt, die Strategie auf breite Immunisierung umzustellen und dazu die gefährdeten Personen besser zu schützen. Denn nur die Immunität schützt vor weiteren Ansteckungen, mit Durchseuchung oder Impfung. Dr. Tegnell in Schweden, hat die Seuche richtig bekämpft.
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    1. Antwort von Hans Meuri  (hmeuri)
      Kommen Sie zurück von der Vergangenheit in die Gegenwart, denn auch die Schweden haben in der Zwischenzeit eingesehen, dass der Weg von Herr Tegnell gescheitert ist. Die Schweiz ist vermutlich das einzige Land, wo er noch immer Anhänger hat. In diesem Sinn "Tegnell for Bundesrat".
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