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Schweiz Mehr Tote und Verletzte im ÖV

Bei Unfällen im öffentlichen Verkehr kamen letztes Jahr 37 Menschen ums Leben. 252 wurden verletzt – über die Hälfte davon schwer. Trotzdem: Der Zug ist laut Statistik weit sicherer als Auto oder Velo.

Beschädigter Bus
Legende: Am 28. September 2012 verunglückte ein Bus in Lausanne – nur der Fahrer wurde nur verletzt. Keystone/archiv

Die Zahl der Todesopfer im ÖV ist letztes Jahr um 6 auf 37 gestiegen. Die Zahl der Verletzten stieg um 8 auf 252. 181 Personen verletzten sich schwer. Das schreibt das Bundesamt für Verkehr (BAV) in seinem Bericht zur Sicherheit im öffentlichen Verkehr.

Unter den Todesopfern waren zwei Passagiere von öffentlichen Verkehrsmitteln. Acht waren Angestellte der Transportunternehmen oder von ihnen beauftragten Baufirmen.

Trotz Verbot Bahngleise betreten

13 der Getöteten waren im Auto oder zu Fuss unterwegs und starben bei Unfällen, an denen Fahrzeuge von öffentlichen Verkehrsbetrieben beteiligt waren. 14 waren laut Bericht «Unbefugte», die zum Beispiel trotz eines Verbotes ein Bahngleis betreten hatten.

28 der Getöteten starben bei Eisenbahn-Unfällen, vier bei Unfällen mit Bussen, je zwei bei Unfällen mit Trams oder Seilbahnen und ein Mensch bei einem Unfall mit einer Zahnradbahn.

Der Zug ist gemäss dem Bericht weit sicherer als das Auto oder das Velo. Pro zurückgelegte Distanz war das Risiko, im Auto tödlich zu verunfallen, rund 13mal höher als im Zug – tödliche Arbeitsunfälle bei der Bahn mitgerechnet. Auf dem Velo war das Risiko 102mal höher und auf dem Motorrad gar 209mal so hoch.

Legende: Video Zahl der Bahnunfälle geht seit Jahren zurück abspielen. Laufzeit 01:18 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.03.2013.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Knecht, Kontinentaleuropa
    Es wäre sehr Aufschlussreich hier auch die Statistiken über die letzten 10 Jahre zu sehen. Ebenso ist ein Link zu der betreffenden Statistik sehr dienlich. Des weiteren wäre es sehr Aufschlussreich zu wissen wo die 14 Personen Geleise unberechtigter Weise betreten hatten. Mancher Orts ist Stress bedingt der kürzeste Weg von A nach B leider über die Geleise. Das selbe gilt für Zweiradfahrer.
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  • Kommentar von Walter Starnberger, Therwil
    In den Zahlen nicht enthalten ist der sog. Schienensuizid, pro Jahr passieren in der Schweiz etwa 100 Selbsttötungen auf der Schiene. Dies ist deshalb von Bedeutung weil bei der Statistik im Strassenverkehr da nicht unterschieden wird. Wenn man dieses berücksichtigt sieht das Verhältnis etwas anders aus.
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