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Pandemie beschert Polizei zusätzlichen Aufwand
Aus HeuteMorgen vom 10.10.2021.
abspielen. Laufzeit 01:57 Minuten.
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Mehraufwand wegen Corona Trotz zusätzlichem Personal sind Polizeikorps am Anschlag

Ausnahmesituationen wie Demonstranten in Schach halten oder Corona-Massnahmen durchsetzen bringen die Polizei ans Limit.

Regelmässig kommt es in der Schweiz zu Demonstrationen gegen die Corona-Massnahmen – in den vergangenen Wochen auch in Bern. Die Berner Polizei war jeweils mit einem Grossaufgebot präsent. Das wirkt sich auf die Arbeitsbelastung der Polizistinnen und Polizisten aus.

Ein solcher Einsatz bedeutet immer eine grosse Belastung – auch für ein grosses Polizeikorps.
Autor: Adrian Wüthrich Präsident Polizeigewerkschaft Kanton Bern

«Bei solch grossen Aufgeboten bedeutet das, dass die Leute weniger freie Tage haben, dass sie für Kolleginnen und Kollegen einspringen müssen», erklärt Adrian Wüthrich, Präsident der Polizeigewerkschaft des Kantons Bern. «Insgesamt bedeutet ein solcher Einsatz immer eine grosse Belastung – auch für ein grosses Polizeikorps wie jenes der Kantonspolizei Bern.»

Kernauftrag rückt in Hintergrund

Viele Überstunden sind die Folge. Und Bern ist kein Einzelfall. Auch in anderen grossen Kantonen wie Aargau oder Zürich spüren die Polizeikorps die Belastung. Dasselbe gilt für den Kanton Luzern.

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Aus dem Archiv: Wie umgehen mit den Coronaprotesten?
Aus 10 vor 10 vom 17.09.2021.
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«Die Belastungen führen dazu, dass wir mehr Mühe bekunden, den Kernauftrag auszuüben», sagt Christian Bertschi, Sprecher der Luzerner Polizei. «Wir würden uns gerne wieder vermehrt darauf konzentrieren, anstatt uns mit solchen bewilligten und unbewilligten Kundgebungen abzugeben.»

In diesen Situationen sieht man, dass wir nicht genügend Personal haben, um alles erledigen zu können.
Autor: Max Hofmann Generalsekretär Verband Schweizer Polizeibeamter

Kernaufgaben wären etwa Verbrecher jagen, Verkehrssünder büssen und Unfallstellen sichern. Seit Monaten aber leistet die Polizei wegen der Pandemie viele ausserordentliche Einsätze.

Zwar haben verschiedene Kantone in den vergangenen Jahren zusätzliche Polizistinnen und Polizisten angestellt. Aber Ausnahmesituationen bringen die Polizei dennoch ans Limit.

Nahe an der Belastungsgrenze

«Wenn solche schwierigen Situationen kommen, sieht man dann, dass wir eben nicht genügend Personal haben, um alles erledigen zu können, was zu erledigen ist», so Max Hofmann, Generalsekretär des Verbands Schweizer Polizeibeamter. «Sei es die Grundversorgung, die Prävention und eben auch diese spezifischen Einsätze.»

Knapp 20'000 Polizistinnen und Polizisten gibt es in der Schweiz. Wenn die Belastung für sie hoch bleibt, kommen sie früher oder später an ihre Belastungsgrenze.

SRF 4 News, HeuteMorgen, 11.10.2021, 06:00 Uhr

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68 Kommentare

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  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Guten Abend liebe Community. Wir schliessen die Kommentarspalte an dieser Stelle und bedanken uns für Ihre Inputs. Wir würden uns freuen, wenn Sie auch morgen wieder mitdiskutieren. Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Es braucht unbedingt eine Aufstockung des Polizeicorps. Es kann nicht sein, dass die Polizisten für Demos etc. eingesetzt werden müssen und dafür bei i Einbrüchen etc. keiner zu Hilfe kommt, weil eben keiner zugegen ist.
  • Kommentar von Marc Vogt  (Tylor18)
    Was ist nun braucht ist ein klarer Plan, der auch zielführend ist. Und dieser Plan heisst Freedom-Day. Denn das Hauptproblem ist nicht das Corona – Virus an sich, sondern der politische Umgang damit.
    1. Antwort von Kris Kronig  (Kris)
      Der politische Umgang mit dem Virus hat garantiert Verbesserungspotenzial und am lautesten machen sich immer die Unzufriedensten bemerkbar.

      Glauben Sie ein Freedom Day (Keine Massnahmen zur Eindämmung) würde nicht bloss die Unzufriedenheit verlagern?

      Wären dann nicht andere, die das Hauptproblem im Virus und nicht im politischen Umgang sehen, mindestens genauso unzufrieden wie Sie jetzt?

      Ist ihr Vorschlag zielführend oder führt er nur zu Ihrem Ziel?