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Legende: Audio Lernfahrausweis für 17-Jährige? abspielen. Laufzeit 03:21 Minuten.
03:21 min, aus Rendez-vous vom 10.12.2018.
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Mindestalter 17 für Lernfahrer Früher übt sich, wer ans Steuer will

Das blaue L schon mit 17, dafür 100 Stunden mit Fahrlehrer und Laienbegleitung. Experten begrüssen die Pläne des Bundes.

Mit 17 ans Steuer: Wer heute einen blauen L ans Auto kleben und Autofahren lernen will, muss mindestens 18 Jahre alt sein und einen Begleitfahrer im Auto haben. Das könnte bald Geschichte sein, denn Verkehrsministerin Doris Leuthard will laut Recherchen der «SonntagsZeitung» das Mindestalter 17 für Lernfahrer einführen. Das soll mittels Verordnung geschehen.

Die Faustregel: Das Alter spiele nicht ein derart grosse Rolle, sagt Brigitte Buhmann, Direktorin der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu). Sie begrüsst deshalb den Vorstoss für ein früheres Lernfahralter. Ziel sei es, möglichst lange zu lernen. Als Faustregel gibt sie rund 3000 Kilometer Kilometer an, was ungefähr 100 Fahrstunden entspreche. Diese sollen in einer Kombination mit Fahrlehrer und Laienbegleitung absolviert werden, damit sich die Kosten in Grenzen halten: «Der Fahrlehrer arbeitet mit der Begleitperson idealerweise zusammen und gibt Hausaufgaben. Das ist der Königsweg.»

Früher an die Prüfung: Noch besser wäre laut Buhmann der Lernfahrausweis ab 17 und die Prüfung erst mit 18,5 Jahren gewesen. Doch diese Variante mit einer noch längeren Fahrübungszeit liege nicht auf dem Tisch. Die BFU könne aber auch ohne diesen «Fünfer und das Weggli» leben. Der jetzige Vorschlag sei vernünftig und massvoll. Studien aus dem Ausland belegten, dass langes Lernen die Unfallzahlen signifikant senke.

Risiko minim: Angesprochen auf das Verantwortungsgefühl von 17-Jährigen stellte Buhmann fest, dass Fahren mit Begleitung eigentlich keine Unfallrisiken beinhalte. «Mit Alter 17 begleitet fahren erachten wir als Gewinn, auch wenn dann bereits ab 18 Jahren allein gefahren werden darf.» Laut Berechnungen der bfu kämen so rund 40.000 junge Lenkerinnen und Lenker ein halbes Jahr früher auf die Strassen.

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20 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Wehe, wenn sie losgelassen... Noch mehr Stau, da soll aber keiner mehr aufbegehren. Auch keine neue Strassen bauen, nur weil der Verkehr nicht mehr bewältigt wird. Ist schon zu viel zu- und verbaut. Der Verkehr mit den Jungen wird vor allem an Wochenenden zunehmen. Im jugendlichen Wahnsinn wird zu schnell gefahren, man muss es den Kollegen doch zeigen, was man drauf hat, von den Unfällen gar nicht zu reden. Wartens wir ab!
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  • Kommentar von Albert Planta (Plal)
    Finde ich eine schlechte Idee. Unter 18 jährige sollten höchstens mit plombierten Fahrzeugen auf die Strasse gelassen werden.
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  • Kommentar von Silas Räber (Silair)
    An alle, die die Verkehrsverstopfung befürchten: Überlegt doch mal, wie viele von euch hatten mit 18 1/2 ein eigenes Auto? Vermutlich die wenigsten. Nur weil man früher fahren kann, heisst das nicht, dass mehr Verkehr entsteht. Anstatt mitzufahren und von den Eltern chauffiert zu werden fahren die jungen eben selbst und die Eltern sind dann Beifahrer. Und ob man jetzt mit 18 oder mit 18 1/2 das Auto der Eltern braucht macht den Braten gewiss nicht feiss.
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