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Schweiz Moderates Auftreten, hart in der Sache: So will die SVP punkten

Sie sind Professoren, Juristen, Harvard-Absolventen. Die SVP steigt mit einer ganz neuen Politiker-Generation ins Rennen um die Parlamentssitze im kommenden Jahr. Moderat im Auftreten, aber knallhart in der Sache: Geht das auf? Kritiker warnen, die SVP dürfe den Bogen nicht überspannen.

Legende: Video Moderat im Auftritt aber knallhart in der Sache abspielen. Laufzeit 02:14 Minuten.
Aus Tagesschau vom 23.11.2014.
Foto der drei Politiker, Nationalratssaal im Hintergrund.
Legende: Sie sind jung und klug und tragen die SVP-Parolen in die Schweiz: Hans-Ueli Vogt, Lukas Reimann und Thomas Aeschi. SRF

Thomas Aeschi ist Harvard-Absolvent, Lukas Reimann Jurist und Hans-Ueli Vogt Rechtsprofessor. Die wichtigen Köpfe der SVP fürs Parlament haben fast alle internationale Studienabschlüsse. Freundlich im Auftritt – hart in der Sache.

Wahlkampfleiter für das Wahljahr 2015 ist der Berner Ständeratskandidat Albert Rösti – selber ETH-Agronom mit MBA-Abschluss. Und er gibt offen zu: Die SVP will ihr ländliches Image loswerden und bei Vorstädtern und Akademikern zulegen.

Im Interview mit der «Tagesschau» sagt Rösti: «Wenn einzelne Exponenten konzilianter auftreten, ist das sicher auch ein Mittel, Leute anzusprechen, die mit unseren Inhalten einverstanden sind und die von anderen Parteien enttäuscht wurden.» Indes: Inhaltlich scheinen sich viele SVP-Exponenten nach dem Auszug von Blocher aus dem Nationalrat noch schärfer zu äussern.

Wir sind auf Kurs.
Autor: Albert RöstiSVP-Wahlkampfleiter

Blocher nimmt offen die Kündigung der Bilateralen in Kauf. Jus-Professor Hans-Ueli Vogt sagt, die Schweiz brauche kein Völkerrecht. Und Bundesrat Ueli Maurer forderte im Bundesrat offenbar die Kündigung der Menschenrechtskonvention (EMRK).

Es stellt sich die Frage: Schärfere Positionen, vertreten von freundlichen Gesichtern. Bringt das wirklich Wähler?

Der ehemalige SVP-Nationalrat und Präsident der Berner SVP, Hermann Weyeneth, stimmt dem grundsätzlich zu. Jedoch müsse die Partei glaubwürdig bleiben, sagt er. Wenn sie zu weit gehe und sich in extreme Positionen verrenne, werde sie Schaden nehmen und an Glaubwürdigkeit verlieren.

Diese Einschätzung teilt Wahlkampfleiter Albert Rösti nicht. «Wenn ich die Fakten sehe, die steigende Zuwanderung oder die Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, dann sind wir auf Kurs.»

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156 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Ja Feinde und Freunde der SVP........ taete man alle Parteien zusammenbinden und den Berg hinab rugelen (rollen) nun, die bessere Partei waere dann immer obenauf So gesehen haben alle Gutes zu bieten, aber die (unsere) Ansichten sind halt unterschiedlich. seien wir dankbar eine so farbige Parteienlandschaft zu haben.. das ist gelebte DEMOKRATIE! Und erlaubt uns ein zuegelloses Blogen.. ohne jegliche Gulag-Gefahr!!! Na e schoene Tag! Na
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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Was für ein überflüssiger Beitrag, der wieder mal der SVP ans Bein pinkeln soll. Es ist doch piepegal, ob jemand einen akademischen oder Büezer-Background hat, solange die Einstellung stimmt. In der SVP ist Platz für alle mit gesundem Menschenverstand, denen etwas an der Unabhängigkeit, Souveränität und Wohlstand der Schweiz liegt.
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    1. Antwort von Thomas Wanner, Aarau
      Genau, ob jemand Medizin studiert hat oder eine KV-Lehre absolviert - wenn die Einstellung stimmt, werden Sie sich von jeder Person medizinisch behandeln lassen, oder ?
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    2. Antwort von Lucas Kunz, Sallneck
      Als Bürger mit gesunden Menschenverstand möchte ich weiterhin meine mir zustehenden Rechte behalten und nicht für angebliche Souveränitätsveluste des Staates hergeben. Die SVP mit ihrem Ansinnen, die EMRK aufkünden zu wollen, heisst ja nichts anderes im Klartext, als dass sie den Schweizer Bürger, die Bürgerin bevormunden und dessen/deren Rechte beschneiden wollen. Verkaufen tun sie das mit einer gehörigen Portion Patriotismus. Nur angeleinte weisse Schäfchen sind auch brave Schäfchen ...
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    3. Antwort von T.Schnaller, Meilen
      Kunz, Gratuliere wenn sie ein Mensch mit gesundem Menschenverstand sind. Allerdings trifft dies auch auf andere Menschen zu. Aber ihr Inhalt: BITTE? Gerade die jüngsten Entwicklungen des EMRK beschneiden die Bürger ja in deren Freiheiten und Rechten. Denken wir daran wie beschlossene demokratische Volksentscheide oder juristische Entscheide in der Schweiz dort ständig umgestossen werden. Das ich diesen Plan der SVP damit in die Wahlen zu gehen für falsch halte, ist ein anderes Thema
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    4. Antwort von Lucas Kunz, Sallneck
      Herr Schnaller, ich wollte Herrn Christen zu verstehen geben, dass es ausserhalb der SVP auch Leute mit Sachverstand hat, und wenn man die EMRK aufkünden wolle, da nicht viel davon vorhanden sein kann. So, ich gewichte die persönlichen Rechte weit höher, als gewisse Einzelfälle bei nicht umsetzbaren Initiativen, die aus der Giftküche der SVP kommen und gezielt und absichtlich an den Fundamenten der Rechtsstaatlichkeit graben, bzw. gegen Art. 5 der BV eklatant verstossen.
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    5. Antwort von T.Schnaller, Meilen
      "Sachverstand hat, und wenn man die EMRK aufkünden wolle, da nicht viel davon vorhanden sein kann." "Giftküche SVP" Ich glaube auch unsere Grünen Wähler könnten es mal Sachlich versuchen. Wer sich aufgrund des guten Titel (Menschenrechte) blenden lässt und sich nicht über deren Inhalte und Konsequenzen informiert, lässt Sachverstand vermissen. Und wir wollen mal nicht reden, was aus der Giftküche der Grünen kommt. Immerhin hat sie das viele Wähler gekostet. Hoppla
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    6. Antwort von T.Schnaller, Meilen
      Schweizer Fernsehen: "Initiativen, die aus der Giftküche der SVP kommen" Wäre es nicht auch für Sie angenehm wenn sich auch linksradikale an Mindestanstand und Niveau halten würden?
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    7. Antwort von Lucas Kunz, Sallneck
      Herr Schnaller, wie der Titel sich nennt, ist Nebensache, der Inhalt zählt ... imm www rasch auffindbar. Ich vertraue einem dem Staat übergeordnetem Regulativ weit mehr, als einem Staat ohne Verfassungsgericht und einer Bundesverfassung, die mit Volks-und Ständemehr nach Belieben abgeändert werden kann. PS: was haben Sie denn eigentlich immerzu mit den Grünen? Ich persönlich habe nicht denen nichts zu tun.
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    8. Antwort von T.Schnaller, Meilen
      Schön konnten wir uns einigen, lieber kunz von A bis Z bin ich da einverstanden. 1. Stimmt, man muss als Linksradikaler nicht zur Grüne Partei gehören (auch wenn es in diesem Fall natürlich so ist) genau so umgekehrt. Und in der Tat brauchen wir eine funktionierenden Verfassung. Nur die haben wir im Moment nicht, wenn Volksentscheide, Regierungsentscheide, Gerichtsentscheide in unserem Land ständig vom europäischen Gerichtshof umgestossen werden kann. darum müssen wir unsere Verfassung stärken
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Danke ALLEN Blogern, habe mich herrlich "verlustiert" beim Lesen....nennt sich wohl auch Demokratie!
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