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Legende: In Bern werden seit Samstagnachmittag entlang der Aare Hochwassersperren aufgebaut. Keystone
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Mögliche Überschwemmungen Angespannte Lage im Kanton Bern

  • Im Berner Oberland bleibt die Situation nach heftigen Regenfällen angespannt.
  • Regengüsse dürften den bereits randvollen Thunersee weiter gefüllt haben.
  • Die technischen Probleme beim Hochwasser-Entlastungsstollen in Thun konnten aber behoben werden – die Wassermenge in der Aare ging zurück.

Am Sonntagmorgen gegen 06.30 Uhr war die Situation unverändert gegenüber Mitternacht, wie die Sprecherin von Schutz und Rettung Bern, Carina Grossenbacher, auf Anfrage sagte. Allerdings ist davon auszugehen, dass sich der Thunersee, der schon am Samstag randvoll war, über Nacht weiter gefüllt hat.

Für eine gewisse Entspannung sorgte die Tatsache, dass die technischen Probleme beim Hochwasser-Entlastungsstollen in Thun behoben werden konnten. Die Regulierung funktioniere nun wieder. Die Wassermenge in der Aare in Kubikmeter pro Sekunde sank dadurch von 410 am Nachmittag auf 380. Dieser Stand galt auch am Sonntagmorgen.

Die Schifffahrt auf dem Thunersee wurde gemäss Angaben der Bahninformation der SBB am Sonntag trotzdem wegen Hochwassers für den ganzen Tag eingestellt.

Stadt Bern ist gewappnet

Noch am Samstagnachmittag waren die Anwohnerinnen und Anwohner der Stadt Bern aufgefordert worden, sämtliche Fahrzeuge aus dem Gebiet Matte und Altenberg zu entfernen.

Der Abfluss der Aare in lag am frühen Abend noch im Bereich der Hochwassergrenze. Es galt Gefahrenstufe 2. Auch im Berner Oberland war die Lage angespannt. Für den Brienzersee galt die Gefahrenstufe 2, für den Thunersee sogar die dritthöchste Gefahrenstufe 3 (erhebliche Gefährdung). Dort fehlten am frühen Abend nur fünf Zentimeter bis zur Hochwassergrenze, im Brienzersee 42 Zentimeter und im Bielersee 76 Zentimeter.

Die Polizei riet auf Anfrage davon ab, sich in der Nähe von Gewässern aufzuhalten – insbesondere am Thunersee und Brienzersee sowie an der Aare.

Video
Hochwasser in der Schweiz
Aus Tagesschau vom 09.07.2021.
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Kantonsstrasse wird überwacht

Auch in Thun wurden Vorbereitungen getroffen. Rettungskräfte waren im Einsatz, um Schwemmholz aus dem Wasser zu entfernen.

Die Kantonsstrasse zwischen Gunten und Merligen ist seit Samstagnachmittag wieder befahrbar, hiess es in einer Medienmitteilung der Berner Bau- und Verkehrsdirektion. Die Strasse werde jeweils tagsüber zwischen 5:30 Uhr und 22:00 Uhr für den Verkehr geöffnet. Zur Sicherheit wurde jedoch eine Wache eingerichtet. Sie könnte im Fall eines Murgangs die Strasse sperren.

SRF 4 News, 10.07.2021, 16 Uhr;

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28 Kommentare

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  • Kommentar von marc rist  (mcrist)
    Hat man den Rhein schon darüber informiert, dass er umgeleitet wurde?
  • Kommentar von Vera Kehrli  (Vera Kehrli)
    Schade dass in Thun einmal mehr der Entlastungsstollen viel zu spät geöffnet wurde. Nämlich erst am Mittwoch war er voll offen.

    Zudem wurde er danach bald wieder geschlossen. Ein sehr teures Bauwerk wird ineffizient genutzt. Schade um das Steuergeld.
    1. Antwort von Esther Jordi  (ejejej)
      Der Entlastungsstollen war mehrere Tage defekt und konnte nicht in vollem Umfang genutzt werden! Alles lesen hilft manchmal.
  • Kommentar von Vera Kehrli  (Vera Kehrli)
    Ich hoffe diese enormen Kosten werden den CO2 von den Emitenten bezahlt, insbesondere dem Autoverkehr, und nicht vom Steuerzahler.

    Sonst subventionieren Fussgänger, Velofahrer und OeV einmal mehr den Strassenverkehr.
    1. Antwort von Sascha Ehring  (MountainmanSG)
      Millionen Tonnen Rohöl werden für Kunststoffe und Chemie gebraucht und die Kohlekraftwerke laufen auch, aber der Autofahrer war es natürlich wieder. Mit Schuld Zuweisungen werden wir nicht weit kommen, wir müssen zusammen etwas tun.
    2. Antwort von Vera Kehrli  (Vera Kehrli)
      CO2 wegen Kunststoffen sind ein Klaks verglichen mit dem Verkehr. Dasselbe gilt für Kohlekraft in der Schweiz.

      Typisch wie Autofahrer immer die Schuld abschieben wollen und ihre Kosten nicht bezahlen wollen.
    3. Antwort von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
      70% des CO2 stammt aus der Ölindustrie selber. Diese müssen bezahlen. Geld haben sie ja wahrlich genug, konnten sie doch Millionen in die CO2 Gegenkampagne stecken um die eigenen Gewinne zu sichern. Natürlich sind es auch Autos und Flugzeug, die grossen Ölkonzerne mit Billiardengewinnen sind aber die Hauptverantwortlichen.