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1.-Mai-Demonstrationen in der ganzen Schweiz
Aus Tagesschau vom 01.05.2021.
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Nach 1.-Mai-Demo Journalistenverbände kritisieren Zürcher Stadtpolizei

Der Journalistenverband Impressum und der Zürcher Presseverein kritisieren das Vorgehen der Polizei am 1. Mai.

In einem offenen Brief an Karin Rykart, Sicherheitsvorsteherin der Stadt Zürich, kritisieren der Journalistenverband Impressum und der Zürcher Presseverein (ZPV) das Vorgehen der Polizei gegen Medienschaffende am 1. Mai. Die Branchenvertreter seien «alarmiert» darüber, dass die Polizei ausgewiesene Journalistinnen und Journalisten bei der Berichterstattung behindert und Anzeige gegen sie erstattet hätten.

«Der Zürcher Presseverein (ZPV) und Impressum fordern die zuständigen Behörden auf, diese Anzeigen mit sofortiger Wirkung zurückzuziehen», heisst es in einem Brief an Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart (Grüne).

Schutz der Pressefreiheit

Es sei die Aufgabe der Behörden, die Pressefreiheit zu schützen. Impressum und ZPV hoffen nun, dass bald konkrete Massnahmen folgten, um Ereignissen, wie sie am 1. Mai passierten, vorzubeugen. Ein Journalist hatte beispielsweise auf Twitter geschrieben, dass er trotz Presseausweis festgehalten und angezeigt worden sei.

Generell nähmen Drohungen gegen Medienschaffende in der Schweiz zu, teilte Impressum mit. Das sei inakzeptabel. Sei die Medienfreiheit nicht gewährleistet, gehe der öffentliche Diskurs verloren und es gelte das Recht des Stärkeren.

Stadt reagiert und sucht den Dialog

Das Stadtzürcher Sicherheitsdepartement habe von Journalisten entsprechende Rückmeldungen zum 1. Mai erhalten, bestätigt die zuständige Stadträtin Karin Rykart gegenüber dem Regionaljournal Zürich Schaffhausen:

«Wir nehmen das natürlich sehr ernst und sind jetzt auch daran, das anzuschauen und würden auch sehr gerne mit den Betroffenen das Gespräch suchen und sie zu einem Austausch einladen. Wir haben das auch schon gemacht und das ist sehr gut gewesen, sodass man von beiden Seiten hört, welche Vorwürfe im Raum stehen und dass man auch die Gegenseite hört.»

Zu den polizeilichen Anzeigen könne Rykart noch nichts sagen, das sei noch zu früh.

Branchenvertreter hatten sich schon im Juli vergangenen Jahres mit Sicherheitsvorsteherin Rykart und Polizeikommandant Daniel Blumer zu einem Gespräch getroffen.

SRF 4 News, 03.05.2021; 19:00 Uhr;

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Philipp M. Rittermann  (airmaster1)
    ein bravo der polizei. sie hat alles richtig gemacht.
    1. Antwort von Andreas Odermatt  (Ghandi9)
      Die Polizei scheint da nicht ganz so sicher zu sein, schliesslich hat sie bekannt gegeben, dass diese Anschuldigungen sehr ernst genommen werden und hat die Betroffenen gebeten, das ganze gemeinsam zu besprechen. Wissen Sie da mehr über die Vorfälle als die Polizei selbst?
  • Kommentar von Mark Keller  (mkel)
    Es wäre interessant, auch noch die andere Hälfte der Geschichte zu erfahren: Weshalb wurden die Journalisten angezeigt? Wohl kaum für "die normale Ausübung ihres Berufs innerhalb der gesetzlichen Vorgaben und gemäss der üblichen Vorgehensweisen".
  • Kommentar von Heinz Michel  (Joshuatree)
    Ich würde mal nicht immer nur der Polizei die Schuld zuweisen, unbewilligte Demos bei welchen Krawall und Zerstörungswut vermutet wird und der dann ausgelebt wird sind im Keim zu ersticken, wieso kann man nicht mal Gewalt frei demonstrieren?
    1. Antwort von Andreas Odermatt  (Ghandi9)
      Sie denken also dass die Journalisten Krawall gemacht haben?