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Nach Äusserungen des Papsts Prominente Schweizerinnen treten aus katholischer Kirche aus

Legende: Audio Prominente Austritte aus der katholischen Kirche abspielen. Laufzeit 01:03 Minuten.
01:03 min, aus Nachrichten vom 20.11.2018.
  • Sechs prominente Schweizer Frauen sind aus Protest gegen Äusserungen des Papstes aus der Katholischen Kirche ausgetreten.
  • Konkret sind dies die ehemaligen Nationalrätinnen Cecile Bühlmann, Ruth-Gaby Vermot und Monika Stocker, die Entwicklungspolitikerin Anne-Marie Holenstein und die beiden Theologinnen Doris Strahm und Regula Strobel.
  • Sie könnten den «patriarchalen Machtapparat der römisch-katholischen Kirche nicht länger mit ihrer Mitgliedschaft unterstützen», begründen die sechs Frauen ihren Entscheid.

Papst Franziskus hatte im Oktober während der Generalaudienz Abtreibung mit Auftragsmord gleichgestellt.

Legende: Video «Ist es richtig, einen Auftragsmörder anzuheuern, um ein Problem zu lösen?» (italienisch) abspielen. Laufzeit 00:58 Minuten.
Aus News-Clip vom 10.10.2018.

Der Schweizerische Katholische Frauenbund (SKF) bedauert diesen Entscheid, zeigt aber Verständnis. Die sechs Frauen hätten seit Jahrzehnten und bis heute für Veränderungen gekämpft, schreibt der SKF. Als katholische Frauenorganisation verstehe der SKF den Frust und die Resignation.

«Wie die sechs Frauen, hat auch uns die Gleichsetzung von Abtreibung mit Auftragsmord seitens des Vatikans schockiert und uns zum Unterzeichnen einer Petition an Papst Franziskus bewogen», heisst es in der Mitteilung.

Obwohl ein Austritt aus der Amtskirche auch bedeute, der Landeskirche den Rücken zu kehren, «können wir den Entscheid der Frauen sehr gut nachvollziehen».

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163 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (jolanda)
    Es ist jedem Menschen frei gestellt, einer Kirche oder Religion beizutreten oder auszutreten (ob dies 6 "prominente" Frauen oder unbekannte Bürger(innen) tun, ist unrelevant)! Die Gründe dazu sind immer ganz verschiedene! Die bald 160 (!) Kommentare sind es auch, auch wenn gewisse Schreiber(innen) sich bis zu 15 (!) Mal meldeten! In allen heutigen Religionen gibt es gute und völlig unzeitgemässe Traditionen und geschriebene Vorschriften! Darüber zu urteilen ist allen frei gestellt!
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  • Kommentar von Sebastian Demlgruber (SeDem)
    Respekt für diese Frauen! Allerdings liegt das Problem nicht speziell beim Papst, noch nicht einmal bei der katholischen Kirche. In der Bibel selbst sind viele Stellen zu finden, in denen Frauen zurückgesetzt werden. Es ist das Christentum ansich, das hier ein riesiges Problem hat.
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    1. Antwort von Alex Volkart (Lex18)
      An Herr Demlgruber: Sie werden lachen, aber sie brachten mich dazu meine verstaubte Bibel wieder einmal zu lesen. Welche Stellen meinen Sie? Denn entweder lese ich ungenauer als ich dachte oder wir sprechen von verschiedenen Bibeln. Falls Sie die Geschichte mit Eva und Adam meinen muss ich Ihnen allerdings rechtgeben.
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    2. Antwort von Dölf Meier (Meier Dölf)
      Kennen Sie den Inhalt der Bibel? Dort liegt die Wahrheit! Kirchen sind von Menschen gemacht.
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    3. Antwort von Alex Volkart (Lex18)
      An Herr Meier: Ob in der Bibel die unbestreitbare Wahrheit steht mase ich mir nicht an zu beurteilen. So wie ich es interpretiere wurde die Bibel von Menschen geschrieben mit dem Inhalt denn sie meinen von Anderswo bekommen haben. Die Bibel ist für mich Inspirationsquelle, dass heisst aber nicht dass ich Alles gutheisse was darin steht.
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  • Kommentar von Johannes Ganzerbaum (Jenga)
    Ich bin schon lange aus der Kirche ausgetreten. Jeder Fall muss individuell angeschaut werden. Da gibt es keine pauschalen. Wir leben nicht mehr in der Dualität. Von gut und schlecht: Die Welt ist bunt, noch zumindestens. Und eine Abtreigung kann legitim sein. In dem Augenmerk dass die frühdiagnostik Menschen mit einer Behinderung abtreiben und er sie, wie ich, mit der NS-Zeit gleichsetzen, stimme ich zu. Für mich ist dies Hochmut; zu entscheiden, welche Leben lebenswerter sind.
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