Zum Inhalt springen
Inhalt

Nach dem trockenen Sommer Grundwasserpegel noch immer sehr tief

Trotz der Niederschläge in den letzten Tagen: Bis sich die Gewässer wieder füllen, braucht es noch viel Regen.

Legende: Audio Auf der Alpennordseite braucht es noch viel mehr Regen (Archivbild vom Lac des Brenêts) abspielen. Laufzeit 03:44 Minuten.
03:44 min, aus SRF 4 News aktuell vom 06.12.2018.

Trockenheit in der Schweiz: Auf der Alpennordseite war praktisch jeder Monat des Jahres trockener als sonst. Das führte zu tiefen Pegelständen bei Flüssen und Seen und beim Grundwasser.

Hilft der Regen der letzten Woche? «Es war ein Anfang», sagt Edit Oosenbrug, Hydrologin beim Bundesamt für Umwelt (Bafu), «doch bis sich das ganze System nachhaltig erholt, braucht es noch mehr Regen.» Bis das Wasser tief in die Böden eingedrungen sei, dauere es noch länger.

Die Situation in den Flüssen: Die kleinen und mittleren Flüsse haben sich schon etwas erholt. Die Niedrigwassersituation habe sich entspannt, so Oosenbrug. Im Tessin sei dies schon im Oktober der Fall gewesen.

Die Situation in den Seen: Auch bei den Seen sind die Wasserstände etwas höher geworden, allerdings braucht es noch länger, da dort grosse Volumina fehlen. «Bei den grossen Seen, zum Beispiel beim Bodensee, braucht es noch viel mehr. Dort fehlt wirklich sehr viel Wasser.»

Die Situation beim Grundwasser: Im Tessin und im Graubünden habe sich nach den Regenfällen Ende Oktober die Lage entspannt, sagt Oosenbrug. Auf der Alpennordseite brauche es noch viele Niederschläge. «Hier haben erst diejenigen Pegel reagiert, die nahe an der Oberfläche oder in einem Karstgebiet sind». Grundsätzlich sind die Pegel landesweit noch sehr tief. In Karstgebieten ist das Gestein durchlässiger.

Aussicht für die kommenden Jahre: Es werde vermehrt im Winter regnen anstatt schneien, da die Winter wärmer werden. Auch mit trockenen Sommern sei laut Klimaszenarien vermehrt zu rechnen, sagt Hydrologin Oosenbrug.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

11 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Immer mehr Leute, immer weniger Grundwasser = immer schneller entnommenes Trinkwasser = bald chloriertes Trinkwasser. Checkt ihr's eigentlich noch, was in Zusammenhängen da alles noch so abgeht...?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    Ohne Bäume kein Wasser. Willst du das deine Enkel fluchen dann Pflanze Buchen Buchen Buchen. Willst du das sie lachen dann musst die das Land mit Fichten vollmachen. Die Umtriebszeit, also von der Kleinpflanze bis zum idealen Fällen liegt bei der Pappel bei 30-60 Jahre und bei der Eiche am anderen Zeitende, 140-180 Jahre. Da Fichten viel rentabler als Buchen sind werden sie überall gepflanzt. Doch gerade alte Bäume die man nicht mehr schlägt helfen dem Regen. Eine Eiche wird 800 Jahre und mehr.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Charles Halbeisen (ch)
    Es wir mehr und heftiger regnen, aber dieses Wasser müssen wir zwischenspeichern für die trockenen Perioden. Wasser sparen bringt nichts, genau so viel wie es regnet, können und sollen wir brauchen. Die Flüsse brauchen auch Wasser. Wasser muss fliessen. Vor allem aber darf das Wasser nicht mit Gülle verschmutzt werden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen