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Nach der Bundesratswahl Jetzt will die Ostschweiz in den Bundesrat

Kaum ist die Bundesratswahl vorbei, werden weitere Ansprüche laut. Die Ostschweiz will den nächsten freien Sitz.

Legende: Audio Die nächste Vakanz gibt schon zu reden abspielen. Laufzeit 2:03 Minuten.
2:03 min, aus HeuteMorgen vom 21.09.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei der nächsten Vakanz will die Ostschweiz nach langer Zeit wieder einmal im Bundesrat vertreten sein.
  • Erste Namen werden bereits genannt – darunter SP-Nationalrätin Edith Graf-Litscher, die St. Galler Ständerätin Karin Keller-Sutter, die CVP-Regierungsrätin Carmen Haag oder CVP-Ständerätin Brigitte Häberli.

Mehr als 70 Jahre ist es her, dass es letztmals einen Bundesrat aus dem Thurgau gab. Seit letztmals jemand aus dem Kanton St. Gallen in die Landesregierung gewählt wurde, sind mehr als 30 Jahre vergangen.

Der Präsident der FDP des Kantons St. Gallen, Raphael Frei, spricht deshalb Klartext: Es sei wichtig, dass es nach der nächsten Vakanz wieder eine Ostschweizer Vertretung in der Landesregierung gebe. Um Namen zu nennen, sei es allerdings zu früh.

Vertretung der Frauen ein wichtiger Diskussionspunkt

Jemanden aus der Ostschweiz im Bundesrat, das wünscht sich auch der Präsident der Thurgauer FDP, David H. Bon. Seine Partei würde eine Frauenkandidatur sehr begrüssen, betont er – auch aus den Reihen anderer Parteien. Ein gewisser Frauenanteil im Bundesrat sei sinnvoll. Nicht etwa aus Quotengründen, sondern weil es in der Schweiz viele gute Politikerinnen gebe.

Keller-Sutter.
Legende: Favoritin Keller-Sutter winkt ab. Keystone

Bon nennt SP-Nationalrätin Edith Graf-Litscher und die St. Galler Ständerätin Karin Keller-Sutter als mögliche Bundesratskandidatinnen.

Keller-Sutter, die vor sieben Jahren bereits einmal für den Bundesrat kandidierte, winkt allerdings ab. Parlamentsmitglieder von links und rechts hätten sie damals schliesslich bewusst nicht gewählt: «Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Bedingungen verändert haben. Und unter gleichen Bedingungen würde ich das nicht mehr machen.»

Auch die CVP sucht Kandidatinnen

Bundespräsidentin Doris Leuthard hat angekündigt, spätestens zum Ende der laufenden Legislatur Ende 2019 zurückzutreten. Neben der FDP steht deshalb auch die CVP im Fokus.

Paul Rutishauser, der Präsident der CVP Thurgau, erhofft sich mehr Gewicht für die Region: «Die Ostschweiz muss auch im Rest der Schweiz gehört werden. Wir haben derzeit verschiedene Projekte, die für die Ostschweiz wichtig sind, namentlich Verkehrsprojekte. Rutishauser ist zuversichtlich, was mögliche Frauen-Kandidaturen angeht. Mit Regierungsrätin Carmen Haag und Ständerätin Brigitte Häberli sei seine Partei gut aufgestellt.

Legende: Video Rückblick: Das war der Tag der Wahl abspielen. Laufzeit 6:53 Minuten.
Aus 10vor10 vom 20.09.2017.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Theresia Weber (Resi)
    @SRF K. Suter-Keller spricht Bedingungen an «Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Bedingungen verändert haben. Und unter gleichen Bedingungen würde ich das nicht mehr machen.» Ich möchte gerne die "Bedingungen" kennen, die Frau Suter erwähnt. Schlussendlich sind die Parlamentarier Volksvertreter. Demzufolge hat das Volk Anrecht zu wissen was in Bern läuft.
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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Solche Forderungen sind genauso fehl am Platz wie Frauenquoten etc. Wer aufgeklärt ist, der setzt Fähigkeit über Geschlecht oder Herkunft. Genauso wie meine Firma die Löhne nach Fähigkeit und Leistung zahlt und nicht nach Geschlecht, Hautfarbe oder Herkunft.
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    1. Antwort von Theresia Weber (Resi)
      Teile Ihre Meinung. Dass es starke, kompetente Persönlichkeiten schwer haben in den BR gewählt zu werden liegt auf der Hand. Beispiel aus der Vergangenheit K. Keller-Suter, die von den Frauen in Bern nicht erwünscht war, genau von den Frauen, die auf Frauenquoten beharren.
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  • Kommentar von Christoph Lorenz Aeberhard (Kuli)
    Ist es wrklich wichtig welcher Kanton den Bundesrat stellt ich glaube nicht wo ist das selbstvertrauen von den integeren Bürgern ich nehme an sie haben keines und/oder nur wenig davon und de Bundesrat soll für die Kompensation den Kopf hinhalten dieser Vorgang ist falsch im vorlauf sind die Prioritäten zu setzen
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