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Legende: Video Strasse ins Averstal ist blockiert abspielen. Laufzeit 00:23 Minuten.
Aus News-Clip vom 13.08.2019.
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Nach Felssturz Das Averstal bleibt eine Woche von der Umwelt abgeschnitten

  • Das Averstal in der Bündner Region Viamala bleibt für zirka eine Woche von der Umwelt abgeschnitten, wie es beim Tiefbauamt des Kantons heisst.
  • Grund ist ein Felssturz auf der Hauptstrasse zwischen Innerferrera und Cresta, der am Montagmittag niederging.
  • Auch das Val S-Charl bei Scuol im Unterengadin ist seit Dienstag abgeschnitten. Nach heftigen Regenfällen der letzten Tage war ein Murgang auf die Strasse niedergegangen.

Die Strasse zwischen Innerferrera und Cresta bleibt vorderhand in beiden Richtungen gesperrt. Momentan werde geprüft, wie das Averstal während der Aufräumarbeiten versorgt werden kann, meint Paul Eicher vom Tiefbauamt Graubünden gegenüber RTR. Sehr wahrscheinlich geschehe dies über den Luftweg. «Wir sitzen nun mit den betroffenen Gemeinden zusammen und suchen eine Lösung», so Eicher.

Karte mit Avers
Legende: Die Gemeinde Avers im Bündner Averstal. SRF

Gefährliche Aufräumarbeiten

Sie seien zu dieser drastischen Massnahme gezwungen, meint der Mitarbeiter des Tiefbauamts. «Die Lage ist sehr kritisch. Der Felsen bleibt instabil und es kann jederzeit noch mehr Material herunterkommen.» Deshalb gäbe es für niemanden Ausnahmebewilligungen – auch nicht für die Einheimischen. «Die lockeren Felsmassen könnten jemanden erschlagen.»

Felssturz auf Strasse
Legende: Der Felssturz am Eingang des Averstal zwischen Innerferrera und Cresta. RTR

Der instabile Felsen mache auch die Aufräumarbeiten enorm aufwändig und gefährlich. Zuerst müssten die Bäume oberhalb des Felssturzes weg und dann erst könne der Hang gesichert werden. «Sobald es jedoch wieder zu regnen beginnt», meint Eicher, «müssen wir die Arbeiten stoppen». Deshalb gäbe es keine Garantie, dass die Strasse in einer Woche tatsächlich wieder offen sei. Dafür könne es bei schönem Wetter auch schneller gehen.

Ebenfalls gesperrt ist derzeit aus Sicherheitsgründen die Strasse von Lantsch/Lenz nach Brienz im Albulatal. Das Dorf Brienz liegt in einem grossen Rutschgebiet. Gemäss dem Tiefbauamt Graubünden hat sich oberhalb des Dorfs ein rund 100 Tonnen schwerer Stein gelöst, der in einer Wiese zu liegen gekommen ist. Schäden an Gebäuden hat es laut der Gemeinde keine gegeben.

Nufenenpass nicht befahrbar

Der heftige Regen der letzten Tage hat auch an anderen Orten zu Unterbrüchen geführt. So war im Wallis etwa die Kantonsstrasse zwischen St. Niklaus und Zermatt gesperrt. Grund war auch hier ein Felssturz. Mittlerweile ist die Strasse wieder befahrbar.

Steinschlag
Legende: Die Strasse nach Zermatt – kurz nach dem Steinschlag. Kanton Wallis / DMRU

Der Steinschlag ereignete sich am Montagabend gegen 19.30 Uhr, wie die Kantonspolizei Wallis bestätigte. Die Abbruchstelle konnte nach einem ersten Reko-Flug am Montagabend rund 50 Meter oberhalb der Kantonsstrasse ausgemacht werden.

Weiterhin in beiden Richtungen gesperrt bleibt die Strecke zwischen Ulrichen und dem Nufenenpass. Der Grund hier ist ein Erdrutsch. Die Strasse bleibt für einige Tage nicht befahrbar.

Erdrutsch
Legende: Erdrutsch auf der Strasse in Richtung Nufenenpass. Twitter / Vincent Pellissier

Auch das Tessin betroffen

Am meisten Regen fiel laut Angaben des Wetterdienstes Meteoschweiz vom Dienstag mit 141 Millimetern in Robiei im Nordtessin. In Biasca und Airolo waren es 135 bzw. 133 Millimeter.

Auffällig waren die grossen regionalen Unterschiede: so wurden in Stabio im Südtessin nur 0.5 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen. In den kommenden Tagen dürfte sich die Lage entspannen.

Entwarnung: Es bleibt vorläufig ziemlich trocken

Die Unwetter haben die Schweiz am späteren Abend Uhr in Richtung Österreich und Bayern verlassen – die Schweiz bleibt in den nächsten Tagen von Regen mehrheitlich verschont. Die Situation dürfte sich also schnell entspannen.

Legende: Video Die Suche nach den Vermissten geht weiter abspielen. Laufzeit 00:58 Minuten.
Aus Tagesschau vom 13.08.2019.
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26 Kommentare

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  • Kommentar von Junior Cruz  (Junior Cruz)
    Also, das jedes Wetterereignis bei den Kommentatoren eine Klimadebatte resultiert, ist angsteinflößend! Bergregionen waren schon immer von Starkregen heimgesucht worden. Sämtliche Wolkenstauungen an den Alpen wandelt sich meistens in Niederschlag um! Brenzlig wird es, wenn von Südwesten, aus dem Mittelmeer, Feuchtigkeit zu den Alpen gedrückt werden, dann sieht es so aus wie jetzt. Da kann man sich nur in Sicherheit begeben, die Orte verlassen oder ertrinken!
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  • Kommentar von Jürg Brauchli  (Rondra)
    Und bevor ich dann auch nur einem dieser Deppen, welche ins Freie gehen um ein geiles Filmchen oder Bildli zu machen, helfen würde, versorgte ich ganz sicher erst mal die Anderen. Und von den Medien erwarte ich, dass sie kein solcherlei entstandenes Material aufkaufen!
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  • Kommentar von wolf gir  (lefti)
    Die verschütteten Strassen als Indiz für Klimaverändering zu nehmen ist Unsinn
    1. Mal sehen welche Täler vor 100 Jahren keine Strasse hatten
    2. Verlauf der Strassen ansehen, die heute eine optimale Linie haben müssen früher nach bekannten Gefahren geführt wurden
    Wir müssen die Natur nicht verbauen und ihr Raum lassen, was vor allem für (Berg)bäche gilt
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    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Es gab schon früher Bergstürze und Murgänge. Mit dem Klimawandel werden sie vermehrt auftreten.
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    2. Antwort von Junior Cruz  (Junior Cruz)
      An und für sich korrekt, nur habe ich im ganzen Artikel nichts über "Klima" gelesen! Wo steht etwas über Klimaveränderung?
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