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Die Klimabewegung dürfte vom Papstbesuch viel mehr profitieren als die Kirche.
Aus 10vor10 vom 17.04.2019.
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Nach Gretas Besuch beim Papst Schweizer Bischöfe wollen mehr Klimaschutz

Die Schweizer Bischofskonferenz sympathisiert offen mit der Klimabewegung. Präsident Felix Gmür fordert ein Umdenken.

Während Greta Thunberg auf ihrer Tour durch Europa erstmals auf Papst Franziskus traf, tagten die Schweizer Bischöfe zu einer Konferenz in Freiburg. Wie der Papst sieht auch der Basler Bischof Felix Gmür Handlungsbedarf in der Klimapolitik: «Die Welt muss so bewahrt werden, wie sie von Gott geschaffen wurde.»

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Bischof Gmür: «Wir finden es eine super Sache, dass der Papst sie trifft.»
Aus News-Clip vom 18.04.2019.
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Der Präsident der Schweizer Bischofskonferenz zeigt sich denn auch erfreut, dass Papst Franziskus Greta empfangen hat: «Für die Kirche und die Schweizer Bischöfe ist der Schutz des Klimas von hoher Priorität.» Deshalb ermuntert Gmür die Schweizer Bevölkerung zu einem konsequenteren Handeln: «Das Bewusstsein fürs Klima muss sich ändern. Wir sollten wieder mehr überlegen, was wir wirklich brauchen.» Gmür mahnt: «Nur so kann die Erde länger gesund bleiben.»

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Gmür: «Wir hoffen, dass sich das Bewusstsein und das Handeln der Leute ändert»
Aus News-Clip vom 18.04.2019.
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Die Unterstützung der katholischen Kirche kommt bei Caesar Anderegg, der die Klimastreiks in Zürich und Winterthur mitorganisiert hat, gut an. Von der Kirche einspannen lassen wolle man sich aber auf keinen Fall: «Wenn uns eine Institution unterstützt, heisst das nicht, dass wir sie auch unterstützen.»

Klimastreik-Mitorganisator freut sich

Dennoch hält Anderegg die Unterstützung vom Papst und den Schweizer Bischöfen für wichtig: «Die katholische Kirche hat hunderte Millionen Gläubige hinter sich. Wenn diese an der Klimadebatte teilnehmen, öffnet das Ohren und Geist für diese Thematik.»

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Anderegg: «Durch seine Figur können Ohren und Geist für die Thematik geöffnet werden.»
Aus News-Clip vom 18.04.2019.
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Die Schweizer Bischöfe verneinen, die Klimastreiks zu eigenen Zwecken zu nutzen. Schon seit Jahren setze man sich mit zahlreichen Projekten für den Erhalt des Planeten ein. Die katholische Kirche habe sich bei Greta auch keineswegs aufgedrängt, wie Bischof Felix Gmür sagt: «Greta besucht den Papst und nicht umgekehrt. Er unterstützt eine junge Frau, die etwas verändern möchte, und das ist super.»

Papst Franziskus setzt mit dem Empfang der umjubelten Klima-Ikone ein klares Zeichen. Dass der Pontifex, wie von Greta Thunberg gefordert, bei den Klimastreiks mitmarschiert, bleibt aber trotz allem schwer vorstellbar.

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131 Kommentare

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  • Kommentar von guido bachmann  (stardust)
    Besonnenes Handeln. Beherztes Wirken. Kopf und Bauch in Einklang bringen - generiert gute Ergebnisse.
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Ob in der Institution Kirche oder im Kapitalismus, es gab und gibt immer 'Abtrünninge' radikale Widerständige und MystikerInnen’, die man nur solange gewähren lässt, wie sie dem System nicht wirklich schaden, sondern ihnen zum Ruf verhelfen, doch offen, ökologisch, sozialverantwortlich und was auch immer so an Eigenschaften sich 'Grosskonzerne' gerne als Label umhängen, zu sein. Mehr ist es nicht. Denn das hiesse sonst sich selber abzuschaffen. Welche Institution macht das schon freiwillig?
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    1. Antwort von Haller Hans  (H.Haller)
      Fordern Sie nie, was Sie selber nicht wollen können. Den wenn's kommt bräuchten Sie sehr viel Einsicht um das eigene Versagen sich selber zuzuschreiben. - Der Sozialismus hat einen gewaltigen Fehler in sich selber. Er kann sich nicht selber finanzieren, erhalten und somit nie überleben. Was der Sozialismus immer braucht, ist ein passender Sündenbock. Es ist ja sehr menschlich, die Anderen für eigenes Versagen verantwortlich zu machen. "erare humanum est", diese Weisheit zeigt sich immer wieder.
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    2. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      … ich rede nicht von Sozialismus, der war und ist, wie es die aktuelle Geschichte zeigt ein Schaltstück, um vom Kapitalismus der frühen 20.Jh. in den Neokapiatlismus des späten 20.Jh. bis heute überzuführen. Darum geht es nicht. Es geht darum, dass die Menschen, wollen sie ein mit-und umweltverträgliches Leben führen, sich Richtung substanziellen Demokratien zu bewegen haben und das geht nur in der Überwindung kaptialistischer Logik, die sich dem Wachstum koste es was es wolle verschrieben hat.
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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Mit dem WOLLEN ist überhaupt nichts erreicht. Ein Tatbeweis wäre: Alle Christen aufzufordern Verhütungsmittel einzusetzen, die Abtreibung zu legalisieren und die andern Religionen aufzufordern im gleichen Sinne zu handeln. Denn: Jeder Zweibeiner verbraucht Energie und verursacht die Abgabe von CO2 an die Atmosphäre. Ziel: Reduktion der Zweibeiner auf ca. 5 Mia Exemplare. So könnte die Kugel mit uns wieder Frieden schliessen. Sonst wird es katastrophal enden. Unser Planet wird sich rächen!!!!
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