«Unglaublich, es ist einfach unglaublich», sagt der Captain von Freiburg Gottéron, Julien Sprunger, nach dem Titelgewinn immer und immer wieder.
Die gleichen Worte wählt tags darauf der Sänger Pascal Vonlanthen alias Gustav und langjähriger Gottéron-Fan. «Es ist unglaublich, was da passiert ist, glückliche Fassungslosigkeit.» Er habe eine Träne vergossen.
Bei jedem Goal sind drei grosse Bier über mir aufgemacht worden. Die Haare klebten, als ich nach Hause kam.
Den Match habe er zusammen mit seiner Familie vor dem Stadion mitverfolgt, im Beisein von tausenden Fans. Die Stimmung sei riesig gewesen. «Es war wie in einem Hollywoodfilm.»
Mit klebrigen Bierhaaren sei er nach Hause gekommen. «Bei jedem Goal sind drei grosse Bier über mir aufgemacht worden.» Die Identifikation mit dem Club sei extrem, erzählt Gustav.
Vom Schatten ins Licht
Freiburg habe den Ruf als Schlafkanton und stehe immer etwas im Schatten von anderen. Im Schatten von Bern, im Schatten von Lausanne, und man sei auch nicht wie das Wallis mit seinen Bergen. Bei Freiburgerinnen und Freiburgern sei das Gefühl von Unterlegenheit sehr stark verankert. Plötzlich sei Freiburg nun komplett im Licht und strahle mehr, als man sich hätte erhoffen können. «Jetzt sind wir jemand. Viele Leute fühlen sich geflasht.»
Das Märchen ist perfekt – es ist eine so geile Story.
Weil Freiburg so lange auf den ersten Meistertitel warten musste, habe er jetzt eine ganz andere Strahlkraft. «Das Märchen ist in sich so perfekt erzählt, eine so geile Story. Alle sind vollgesogen von Glückseligkeit.»
Die letzten Jahre seien frustrierend gewesen, weil die Freiburger Mannschaft den Sprung ganz nach vorne nie geschafft habe. Auch in den erfolgreichen Zeiten anfangs der 90er-Jahre nicht, als die grossen russischen Starspieler Slawa Bykov und Andrej Chomutow bei Gottéron waren. Diese beiden Spieler seien überragend gewesen – und hätten die anderen Spieler angetrieben, erinnert sich Gustav. Alles hätte sich damals aber auf die beiden Russen konzentriert.
Heute sei dies komplett anders. «In dieser Saison war die ganze Mannschaft überragend.» Seit Beginn der Saison sei spürbar gewesen, dass sich die Spieler nicht nur mit den Playoffs begnügen würden, sondern den ersten Titel der Clubgeschichte holen wollten. Dieses Ziel ist für Freiburg-Gottéron am 30. April 2026 aufgegangen.