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Schweiz Nach Surfen auf Porno-Seiten: Fristlose Entlassung rechtens

Zwei Angestellte surften während der Arbeitszeit stundenlang im Internet auf Porno-Websites. Sie wurden deswegen fristlos entlassen. Das Bundesverwaltungsgericht hat den Entscheid des Arbeitgebers SBB bestätigt.

Notebook-Computer mit einer Sex-Website.
Legende: Das exzessive Nutzen von Internet-Pornografie am Arbeitsplatz kann die fristlose Entlassung zur Folge haben. Imago

Das Bundesverwaltungsgericht (BVGE) hat die fristlose Entlassung von zwei Angestellten bei der SBB bestätigt, weil die Angestellten an ihrem Arbeitsplatz täglich stundenlang pornografische Seiten konsultiert hatten. Damit hätten sie das Internet missbräuchlich genutzt und die Sorgfaltspflicht verletzt.

Einer der Entlassenen hatte sich während 17 Arbeitstagen mehr als 80 Stunden lang pornografisches Material im Internet angesehen. Der zweite Entlassene hatte während der 42-tägigen Überprüfung rund zwei Stunden pro Tag Porno-Sites aufgesucht.

Die Angestellten fochten die Entlassung beim BVGE an. Vor der Identitätsprüfung der Betroffenen hätten die Personaldienste informiert werden müssen.

Trotz des Verstosses gegen das Datenschutzgesetz liess das Gericht zu, den Kontrollbericht der Informatikdienste als Beweismittel zu verwenden, um darauf gestützt die fristlosen Entlassungen auszusprechen.

(A-5641/2014 und A-6453)

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Hans König  (Hans König)
    Richtiger Entscheid der SBB und des Bundesverwaltungsgerichtes, wenn diese Kontrollen auch bei der Bundes- und den Kantonsverwaltungen vorgenommen würden, gäbe es auch einige Entlassungen.
  • Kommentar von Alex Bauert  (A. Bauert)
    Ist es verhältnismässig, Angestellte 42, bzw. 17 Arbeitstage zu überwachen ohne jede Rückmeldung, die ihnen eine Verhaltensänderung ermöglicht hätte? Dazu ein rechtswidriges internes Vorgehen, das vom Gericht akzeptiert wurde ... wow ... Rechtsstaat adee. Zur Klarstellung: 5 Stunden Pornos pro Tag sind Schrott. Doch wieso steht nix von «Arbeit nicht erledigt»? Hatte er kaum Arbeit? Das ist sehr auffällig! Und wie üblich, nicht recherchiert ...