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Bürgerliche lancieren «Anti-GsoA»
Aus HeuteMorgen vom 08.07.2021.
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Neue bürgerliche Allianz Bürgerliche lancieren eine Anti-GSoA

Bürgerliche Kreise planen eine neue Allianz. Damit wollen sie bei der Sicherheits- und Militärpolitik mehr mitreden.

Die Debatte um den neuen Schweizer Kampfjet hat bürgerliche Sicherheitspolitiker wachgerüttelt. Mit Neid blicken sie auf die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA), die immer wieder Themen setzt und Initiativen lanciert.

Um sicherheits- und militärpolitischen Themen mehr Schwung zu verleihen, wollen sich die Bürgerlichen deshalb am Erfolg der GSoA orientieren. Gemäss der alten militärischen Weisheit «Lerne vom Gegner, dann kannst du ihn auch besiegen» planen sie die Gründung einer neuen, schlagkräftigen Organisation.       

 Name: «Allianz Sicherheit Schweiz»          

 Der Name der Anti-GSoA steht bereits: «Allianz Sicherheit Schweiz». Geplant ist eine permanente Organisation mit einem Campaigner als Geschäftsführer. Auf diese Weise soll sie allzeit bereit sein, in sicherheitspolitische Debatten einzugreifen.

Wir wollen mindestens so schlagkräftig sein wie die GSoA.
Autor: Thierry Burkart FDP-Ständerat

 Der designierte Präsident der neuen Allianz ist der Aargauer FDP-Ständerat Thierry Burkart. «Die Linken machen uns das mit der GSoA seit 35 Jahren relativ erfolgreich vor», erklärt er. «Wir wollen mindestens so schlagkräftig sein, wenn nicht sogar mehr.»

Legende: Der 45-jährige FDP-Ständerat Thierry Burkart soll der Kopf der neuen Allianz werden. Keystone


Dass es eine solche Allianz brauche, sei eine Lehre aus der Abstimmungskampagne für den Kampfjet im letzten Herbst. Diese habe den Bürgerlichen gezeigt, dass sie Nachholbedarf hätten. «Wir waren zu spät dran und mussten uns organisatorisch erst aufstellen, bevor wir die Inhalte diskutieren konnten», erläutert der Aargauer.

Es gibt keine Trennung mehr zwischen innerer und äusserer Sicherheit.
Autor: Thierry Burkart

Eines der ersten wichtigen Themen der Allianz wird sicherlich die Beschaffung des Kampfjets F-35 sein. Die Organisation will sich jedoch auch breiter um Sicherheitsthemen kümmern. Ziel sei es, das Sicherheitsverständnis der Schweiz «integrativ» zu betrachten, so der zukünftige Präsident. «Es gibt keine Trennung mehr zwischen innerer und äusserer Sicherheit.»

So zählten nicht nur Flugzeuge zum Thema Sicherheit, sondern auch die Bereiche Cyber-Abwehr und Polizei. Die neue Allianz möchte vor allem diejenigen Bevölkerungsgruppen ansprechen, die im letzten Herbst skeptisch gegenüber der Kampfjet-Beschaffung waren: die junge, urbane Bevölkerung, Frauen, sowie die Menschen in der Romandie. Ob ihr das auch gelingt, dürfte spätestens die Initiative gegen den F-35 zeigen.

HeuteMorgen, 08.07.2021, 06:00 Uhr

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147 Kommentare

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  • Kommentar von Angela Buergi  (A. Bürgi)
    Warum brauchen die Bürgerlichen noch eine Lobbyorganisation für die Armee? Haben sich Offiziersgesellschaft, Gruppe Giardino oder die Parlamentariergruppe Sicherheitspolitik - präsidiert ebenfalls von FDP-Ständerat Burkart - in Luft aufgelöst? Nein, aber bei der Jet-Beschaffung und den Gegengeschäften geht es um Milliarden. Da kann man sich noch eine weitere Lobbytruppe leisten, die dieselben Argumente wieder und wieder an den Mann oder die Frau bringt. Besser werden die Argumente dadurch nicht.
  • Kommentar von André Töngi  (isos)
    Warum hat die GsOA Erfolg. Weil sie die sicherheitspolitische Lage besser einschätzt. Man kann darüber diskutieren, ob die Schweiz eine Luftwaffe braucht oder nicht. Aber dass ein so kleines Land 36 Kampfflugzeuge braucht, das leuchtet mir beim besten Willen nicht ein.

    Vielleicht wäre es einmal an der Zeit, sich den wirklichen Bedrohungen zu stellen. Heute greift der Feind per Computer an, versucht mit Fake-News ein Land zu destabilisieren.
    1. Antwort von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
      Was ich mich schon immer gefragt habe, wie viele gegnerische Flugzeuge und Einsätze würde es benötigen, um die 36 Flieger zu zerstören. Bis unsere Flieger in der Luft wären, hat der Gegner die Schweiz schon längstens wi
    2. Antwort von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
      verlassen. Als Laie sehe ich dies zumindest so. Ich habe noch keine Argumente lesen können, die mich überzeugten.
  • Kommentar von Thomas Leu  (tleu)
    Dass es überhaupt diese Allianz braucht, liegt daran, dass die Bereitschaft der (satten) Bevölkerung genügend Ressourcen für Sicherheit zur Verfügung zu stellen, abnimmt, je weiter sich die Menschen von einem Krieg entfernt fühlen. Eine ähnliche Entwicklung sieht man beim Klimawandel. Aber Vorsicht: Es ist gefühlte Distanz, denn die Konflikte. v.a. an den Rändern Europas, nehmen zu und könnten auch für uns gefährlich werden. Unsere Nachbarn haben knappere Finanzen. Sie können uns nicht schützen.
    1. Antwort von Peter Zurbuchen  (drpesche)
      Es fragt sich einfach immer wieder, wie die Ressourcen sinnvoll und wirklich für die Sicherheit eingesetzt werden, Herr Leu.
      Ich weiss, dass Sie da Ihre festgefahrene Meinung haben, aber das heisst nicht, dass es nicht auch andere Möglichkeiten gibt.
      Aber ja, Ungerechtigkeit lässt sich, wenn man denn unbedingt an ihr festhalten will, wohl nur mit genügend Waffen verteidigen.
    2. Antwort von Sam Meier  (tsam39947)
      Ich würde sogar sagen, dass die Nachbarn uns nicht schützen wollen, wieso sollten sie auch?! Letztendlich muss sich jedes Land selbst schützen können. Wie heisst es doch: Jedes Land hat eine Armee, die eigene oder eine fremde.