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Legende: Video Schnellere Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt abspielen. Laufzeit 03:27 Minuten.
Aus 10vor10 vom 27.12.2018.
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Neue Integrationsregeln Flüchtlinge sollen schneller arbeiten und Deutsch sprechen

Nur ein Drittel der rund 80'000 Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommenen hat eine Stelle. Das soll sich nun ändern. Anfang Jahr treten neue Integrations-Ziele des Bundes in Kraft: weniger Bürokratie und mehr Geld für die Sprachausbildung.

Wenn ein Arbeitgeber bisher Flüchtlinge oder vorläufig Aufgenommene anstellen wollte, führte der Kanton ein Bewilligungsverfahren durch, das mehrere hundert Franken kostete. Im neuen Jahr müssen die Arbeitgeber nur noch eine Meldung an den Kanton machen, diese ist kostenlos. «Das Prozedere wird einfacher, es werden Hürden abgebaut», sagt Lukas Rieder vom Staatssekretariat für Migration SEM.

Legende: Video Lukas Rieder, Sprecher Staatssekretariat für Migration abspielen. Laufzeit 00:14 Minuten.
Aus News-Clip vom 27.12.2018.

Arbeitgeber sind skeptisch

Doch viele Arbeitgeber bleiben skeptisch, ob das wirklich zum grossen Anstellungsschub führen wird. Etwa Marc Kurt, Geschäftsführer einer Industrie-Lackiererei im Kanton Solothurn. Schon heute beschäftigt er sieben Flüchtlinge. «Ich habe bisher von der Bürokratie nicht viel mitbekommen», sagt Kurt, es sei bis jetzt schon recht einfach gewesen, eine Bewilligung für die Anstellung eines Flüchtlings zu erhalten. «Die Leute haben uns auch immer sehr unterstützt, wenn wir die Bewilligung einmal schneller brauchten».

Legende: Video Marc Kurt, Unternehmer abspielen. Laufzeit 00:15 Minuten.
Aus News-Clip vom 27.12.2018.

Eine weitere Massnahme des Bundes ab diesem Jahr: die Sprachkompetenz der Flüchtlinge soll deutlich verbessert werden. Dazu zahlt der Bund ab dem Frühling eine höhere Integrationspauschale: 18'000 Franken pro Flüchtling, dreimal mehr als bisher. Damit sollen folgende Ziele erreicht werden:

Grafik.
Legende: SRF
  • Nach 3 Jahren sollen alle Flüchtlinge Grundkenntnisse in einer Landessprache haben.
  • Nach 5 Jahren sollen zwei Drittel der jungen Flüchtlinge in einer Lehre oder Vorlehre sein.
  • Nach 7 Jahren sollen 50 Prozent eine Arbeit haben.

Christoph Aebi ist auf die Vermittlung von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt spezialisiert. Er begrüsst die höheren Anforderungen an die Sprachkenntnisse. Doch es sei häufig einfacher, wenn die Flüchtlinge nicht in Sprachschulen, sondern direkt am Arbeitsplatz lernten: «Sie müssen keine Top-Ausbildung haben, es muss arbeitsspezifisch sein», meint Aebi.

Legende: Video Christoph Aebi, Job-Coach abspielen. Laufzeit 00:13 Minuten.
Aus News-Clip vom 27.12.2018.

Es sei aber wichtig, dass einheitliche Sprachstandards in allen Kantonen gelten würden, entgegnet das Staatssekretariat für Migration, das fördere die Integration in den Arbeitsmarkt kantonsübergreifend.

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94 Kommentare

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  • Kommentar von Josephk Ernstk (Joseph ernst)
    Seit Jahren werden Sprachkurse angeboten, die dann allerdings infolge Mangels an Interesse wieder geschlossen werden müssen ! Von gewissen Kreisen werden jedoch trotzdem weitere Integrationsprogramme verlangt. Das Pilotprojekt Resettlement zeigt deutliche Erfolgsresultate bezüglich Bildung lediglich 2.5 %) und berufliche Ausbildung lediglich 9.5 %) ! Die Kosten jedoch steigen weiter an !
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  • Kommentar von Margrit Naef (Margrit Naef)
    Wenn ich gewisse Kommentare hier lese könnte ich losheulen. All jenen die so vehement gegen die Flüchtlinge sind wünsche ich, dass sie mal einige Tage in einem Kriegsgebiet unter ständiger Angst leben müssten. Was ist denn das für eine Einstellung in unserer schönen Schweiz. Ich möchte ihnen ein Buch mit Geschichten von Geflüchteten ans Herz legen „Wenn du meine Geschichte hörst“ von Roni Baerg. Vielleicht öffnet es ihre Herzen, ich wünsche es ihnen. In diesem Sinne „es guet‘s Neu‘s“!
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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    3) Leider verstehen die Betreuer das Anliegen der Firmen nicht, das sieht man auch im Interview. Für Firmen sind Flüchtlinge genau solche Arbeitskräfte, wie alle anderen. Ich bin in der Personalverantwortung und kann&darf&will es NICHT, ihnen gelockerte Bedingungen zu diktieren. Wir beschäftigen Hunderte PFZ-ler von Billiglohnländern, diese kommen auch mit nichts an. Und sie lernen Deutsch auf ihre eigenen Kosten! Erleichterungen gibt's nicht. Sie müssen arbeiten oder gehen. Alle sind gleich.
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