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Schweiz Neue Landkarten sind eine Revolution

Schweizer Landkarten sind ein Symbol für Präzision, Detailtreue und Zuverlässigkeit. Jetzt werden die Landkarten nochmals perfektioniert. Statt von Hand geschieht das künftig automatisch.

Das Bundesamt für Landestopografie (swisstopo) verpasst der Landeskarte im Massstab 1:25'000 ein neues Design. Die neue Karte wird laut swisstopo farbiger und dank einer anderen Schrift besser lesbar. Zudem soll sie Verbesserungen bei der digitalen Nutzung bringen.

Bereits modernisiert wurden die vier Landeskartenblätter Hauenstein, Aarau, Murgenthal und Schöftland, wie swisstopo mitteilte. Innerhalb der nächsten sechs Jahre sollen sämtliche 247 Blätter auf die neue Kartengeneration umgestellt werden.

Besser lesbar und detailgetreuer

Legende: Video Ein Quantensprung in der Kartographie abspielen. Laufzeit 01:51 Minuten.
Aus Tagesschau vom 17.01.2014.

Die seit 1952 verwendete Schrift wird abgelöst durch eine modernere, besser lesbare. Neu erkennbar ist die Breite der Strassen. Die Verkehrswege sind farbig.

Hinter der sanften Anpassung fürs Auge verbirgt sich eine kartografische Revolution. Während Jahrzehnten waren es die Kartografen, die jedes Detail zeichneten und jede Änderung von Hand nachführten.

Diese Arbeit hat nun fast vollständig der Computer übernommen. Aus einer riesigen Geodatenbank erzeugt er die gewünschte Karte, sei es für das Smartphone oder auf Papier.

Separate Nutzung verschiedener Karteninhalte

Damit beginne eine neue Ära, schreibt swisstopo. Es ist das erste Mal nach über 60 Jahren, dass die Grafik der Landeskarte in wesentlichen Teilen weiterentwickelt wird.

Künftig können elektronisch verschiedene Karteninhalte wie Wald, Gewässer oder das Strassennetz auch separat genutzt und beliebig dargestellt oder mit Daten von Drittanbietern verknüpft werden.

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27 Kommentare

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  • Kommentar von Konrad Staudacher, Dübendorf
    Bei den WanderInnen ¦ VelofahrerInnen per Smartphone ¦ PC-Tablet handelt es sich um ein neues Marktsegment: Wer bisher aus Angst sich zu verirren nicht raus ins Gelände ging, aber eigentlich gern raus gehen möchte. - Diese Leute haben noch keine Lobby, welche ihre Interessen vertritt. - Diese Leute würden eine echt Funktion-fähige Swisstopo-App auf GPS-Basis brauchen, erhalten sie aber nicht. Wer hilft mit, die unerklärliche Obstruktion (sorry to say) der Swisstopo zu überwinden?
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  • Kommentar von Konrad Staudacher, Dübendorf
    Wir würden die einzigartigen Karten liebend gern auch elektronisch nutzen. Nur: - Dazu passt das Nutzungskonzept von Swisstopo nicht. Mit Swisstopo sprechen führte 'zum Abbruch der Geschäftsbeziehung' und zum illegalen Löschen der gekauften App samt Karten. - Jede moderne KartenbenutzerIn geht davon aus, dass sie die Route direkt auf dem Ausgabegerät planen und nutzen kann, nicht so bei Swisstopo.
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    1. Antwort von M. Bolder, Muhen
      Ich verstehe Ihre Bemerkung nicht. Können Sie das konkretisieren? Oder geht es hier einfach um eine Art "Abrechnung"?
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    2. Antwort von Konrad Staudacher, Dübendorf
      Das Nutzungskonzept von Swisstopo für ihre App Swiss Map Mobile geht davon aus, dass wir zuhause auf dem PC mit einer anderen App die Route planen, sie mühsam auf das Smartphone ¦ den Tablet-PC überspielen und damit ins Gelände gehen. - Die Route muss auf (käuflichen) Wanderwegen anfangen und enden. Das geht im Mittelland recht gut, in den Alpen oft nicht. - Bei einer Routenänderung im Gelände (neuer Plan - unerwartetes Hindernis) fehlt dann der PC. Das kann zu Unfällen führen.
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    3. Antwort von M. Bolder, Muhen
      Das klingt tatsächlich etwas umständlich. Haben Sie die App von schweizmobil.ch bereits testen können? Diese soll sogar kostenlos sein und ebenfalls mit den Swisstopo-Karten arbeiten. Die Online-Routenplanung ist allerdings kostenpflichtig (Jahresbeitrag); ich arbeite vor allem mit dieser, da ich über kein Smartphone verfüge.
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    4. Antwort von Konrad Staudacher, Dübendorf
      Sie sprechen von der Online-Routenplanung. 'Online' bedeutet unter uns Profis, dass Sie dazu zuhause am PC sitzen. Sind Sie sicher, dass die App von swissmobile.ch die Mobile-Routenplanung unterstützt, also unterwegs? Ich frage aus 2 Gründen. - Swisstopo behautptet, dass ihr Kartenmaterial wegen 2 inkompatiblen Formaten das bis auf weiteres nicht unterstützt. - Zudem wollen wir ja nicht Dritte in die Irre führen :-).
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    5. Antwort von M. Bolder, Muhen
      Da ich über kein Smartphone verfüge, kann ich nur schreiben, was Schweizmobil über die eigene App schreibt. Falls ich hier einen Link posten darf, so folgt der umgehend im nächsten Beitrag. Allenfalls wäre ein Blick auf komoot.de eine Alternative. Allerdings arbeitet diese App mit einer angepassten OpenStreetMap. Und nur ein Basis-Gebiet nach Wahl ist kostenlos.
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    6. Antwort von M. Bolder, Muhen
      Hier der Link zur kostenlosen App von SchweizMobil: schweizmobil.ch/de/gratis-app-schweizmobil.html (Würde mich auch wundernehmen, ob man direkt in der App planen kann. "Online" verstehe auch ich als "am Computer zuhause" übers Internet.)
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    7. Antwort von M. Bolder, Muhen
      Ich habe gerade nachgeschaut. SchweizMobil schreibt über ihre - grundsätzlich sicher gute App: "Mit der App können keine Touren erfasst werden". Schade. :(
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    8. Antwort von Konrad Staudacher, Dübendorf
      OK; dann hätten wir das geklärt. Nur: Damit sind wir keinen Schritt weiter, leider. Ich würde Swisstopo gerne dazu bringen, ihre Obstruktion gegen das Mobile-Planen der Routen aufzugeben. 1 Jahr Diskurs brachten rein gar nichts. Und der Direktor von Swisstopo weigert sich, den Grund dafür schriftlich bekannt zu geben (Verstoss gegen das Öffentlichkeitsprinzip). Haben Sie eine Idee, wie wir das mit vereinten Kräften überwinden können (Swisstopo ist ein bundeeigener Monopolbetrieb)?
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    9. Antwort von M. Bolder, Muhen
      Nein, da habe ich keine Idee. Zur Zeit bin ich ja auch kein direkt Betroffener. Vielleicht haben andere dasselbe Problem?
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  • Kommentar von Christian Berger, Bern
    Man muss sich an neue Gegebenheiten anpassen, ok. Dass die alte Schrift vielleicht etwas viel Fläche benötigt hat, sehe ich noch ein, aber unlesbar war sie wirklich nicht. Vielleicht gab es mal bei kleinen "w", "n" und "m" leichte Verwechslungen, bei genauem Hinschauen liess sich das aber locker aufklären. Für mich alles kein Grund, eine derart hässliche Schrift zu wählen. Swisstopokarten waren auch Kunstwerke, was sie deutlich von den Googlemaps und Co. unterschieden hat. Nun leider nicht mehr!
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    1. Antwort von M. Bolder, Muhen
      Die neue Schrift ist ja nicht in Stein gemeisselt. Wenn eine grössere Zahl Nutzer sich negativ zur Schrift äussern sollte, so dürfte eine Anpassung dank dem neuen Konzept relativ leicht zu bewerkstelligen sein.
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