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Neue SBB-Züge Politik verlangt Klarheit über das Milliardengeschäft

Nach den Enthüllungen von «10v10» fordern jetzt Parlamentarier Einsicht ins Dossier und notfalls auch eine PUK.

Legende: Video Politiker wollen Auskunft zu Bombardier-Zügen abspielen. Laufzeit 03:26 Minuten.
Aus 10vor10 vom 30.01.2018.

Pendlerinnen und Pendler interessiert wohl vor allem eines: Wann kommen sie denn endlich, die neuen Züge? Denn: Es gibt immer neue Verspätungen in der grössten Rollmaterialbestellung in der Geschichte der SBB. Seit 2013 sollten die Züge von Bombardier zum Kostenpunkt von 1,9 Milliarden kursieren.

Doch nun zeigen Recherchen von «10vor10»: Es droht eine weitere Verspätung. Der Behindertendachverband «Inclusion Handicap» zieht die SBB vor Gericht. Einer der Gründe: Rollstuhlfahrer könnten nicht ohne Hilfe aus den Bombardier-Zügen aussteigen.

«Einsicht nehmen, diskutieren, Lösungen finden»

Die Recherche bewegt nun auch Bundesbern: Die nationalrätliche Verkehrskommission wird die neusten Probleme bereits am 13. Februar thematisieren. Das bestätigt Edith Graf-Litscher (SP), die Präsidentin der nationalrätlichen Verkehrskommission, gegenüber «10vor10».

Auch diverse Mitglieder der Verkehrskommission wollen die Probleme untersuchen. So fordert zum Beispiel BDP-Nationalrat Bernhard Guhl – der bei Bombardier-Konkurrent Siemens arbeitet: «Ich will jetzt Einsicht in alle Dokumente. Ich will sehen: Was ist ausgeschrieben worden? Was hat Bombardier angeboten? Was wurde im Werkvertrag definiert? Wenn wir all diese Dokumente haben, dann können wir diskutieren und Lösungen finden.»

Allenfalls sogar eine Untersuchungskommission

Weiter geht SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner: «Allenfalls braucht es eine parlamentarische Untersuchungskommission. Wenn man einen solchen Skandal hat – da geht es um hunderte Millionen, dann wollen wir wissen, was mit diesem Geld passiert ist.»

Die SBB wollen sich derzeit nicht äussern.

Legende: Video Rollstuhlfahrer in neuen SBB-Zügen behindert abspielen. Laufzeit 06:18 Minuten.
Aus 10vor10 vom 29.01.2018.

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36 Kommentare

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  • Kommentar von Benjamin Knie (Beno)
    SP und die restlichen Linken und das Mitteclean wollten diese Züge beschaffen und nun haben Sie die und sollen Ausbesserungen aus ihrer Tasche bezahlen. Man sieht in dem Video, dass die Metallschienen am Boden sich wie ein Keil auswirken. Diese sollten sie einfach abflachen mit Gummi und ein wenig runder gestalten, was bestimmt nicht X Millionen kostet und vielleicht ist es dann möglich für Behinderte doch diese Rampe zu überqueren.
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Wo man hinschaut bald überall Flickwerk und Dilettanten am Werk - die Hauptverantwortlichen mit den Millionen -Gehältern im Schwimmfest - wann endlich übernehmen diese zuständigen Herren auch die Schäden die sie verursachen ? Da wurden auch schon andere schwere Fehler lange verheimlicht - ( WC -Flopp u.A.m. )
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  • Kommentar von martin blättler (bruggegumper)
    Auf was für eine Welt steuern wir da zu?Normalerweise ist kein Invalider alleine in einem Waggon.Ist da niemand,der helfen kann,die Rampe zu meistern?Oder ist es unzumutbar, die Stöpsel aus den Ohren zu nehmen und Hilfe anzubieten,auch bei einem Kinderwagen? Wären Schaffner aus Fleisch und Blut nicht billiger als technische Gimmicks? Mir graut vor dem Altwerden!
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