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Hausarbeit bleibt Frauensache
Aus Tagesschau vom 20.05.2021.
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Neue Statistik Männer beteiligen sich jedes Jahr mehr an Hausarbeit

  • In der Schweiz haben die Frauen im letzten Jahr etwa 50 Prozent mehr Haus- und Familienarbeit geleistet als die Männer.
  • Sie wendeten dafür laut dem Bundesamt für Statistik rund 29 Stunden pro Woche auf – im Vergleich zu den Männern mit 19 Stunden.
  • Für bezahlte Erwerbsarbeit setzten die Männer im Durchschnitt 25 Stunden pro Woche ein – die Frauen gut 16 Stunden.
  • Doch der Trend ist deutlich: Die Beteiligung der Männer nimmt jedes Jahr zu.

Die zeitliche Gesamtbelastung für bezahlte und unbezahlte Arbeit betrug 2020 demnach rund 46 Stunden – sowohl bei Frauen als auch bei Männern.

Frauen leisten also immer noch bedeutend mehr zu Hause und unentgeltlich, die neueste Arbeitskräfteerhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigt aber auch einen klaren Trend: Die häusliche Mithilfe der Männer nimmt jedes Jahr im Schnitt um fast 20 Minuten pro Woche zu.

16.2 Stunden pro Woche widmeten Männer vor zehn Jahren der Haus- und Familienarbeit, 2020 waren es schon 19.1 Stunden. Am liebsten stehen Männer bei den Haushalts-Arbeiten am Herd, nämlich viereinhalb Stunden pro Woche, während die Frauen 7.8 Stunden in die Nahrungszubereitung stecken.

Beim Putzen packen die Männer dagegen nur 2.1 Stunden pro Woche mit an, während weibliche Familienmitglieder mehr als doppelt so lang schrubben. Am wenigsten Einsatz zeigen die Gefährten in der Waschküche: 0.6 Stunden wenden sie auf, während die Frauen zwei Stunden die Woche waschen und bügeln.

Männer mögen: Kochen, Putzen, Einkaufen

Einkaufen tun Männer gern: 1.9 Stunden pro Woche, beinahe gleich lang wie Frauen (2.1 Stunden). Relativ fleissig sind Männer auch im Garten und beim Gassigehen, knapp zwei Stunden gegenüber 2.6 bei den Frauen. Die Tätigkeit der Buchhaltung teilen sich die Geschlechter praktisch fifty-fifty.

Frau erledigt drei Viertel der Fronarbeit

Männer und Frauen in Paar-Haushalten mit Kindern arbeiten im Schnitt je knapp 70 Stunden pro Woche, die Frauen etwas mehr als die Männer. Die Verteilung zwischen Fron- und Lohnarbeit ist freilich alles andere als paritätisch: Von den 69.7 wöchentlichen Gesamtarbeitsstunden der Frau sind 52.3 Stunden unbezahlte Haus- und Familienarbeit, also etwa drei Viertel. Von seinen 68.1 Wochenarbeitsstunden verrichtet der Mann dagegen nur 35.4 Stunden lang Gratisaufgaben, also weniger als die Hälfte seiner Zeit.

Die Erhöhung der Mitwirkung der Männer zu Hause ist in den letzten zehn Jahren einhergegangen mit einer Reduzierung ihrer Erwerbsarbeit: Sie legten 5.2 Stunden im Haushalt zu und senkten dafür die Erwerbsarbeit um 4.2 Stunden.

Die Frauen erhöhten im gleichen Zeitraum ihre häusliche Gratisarbeit um 1.2 Stunden – und legten auch bei der Erwerbsarbeit zu, nämlich um 2.7 Wochenstunden im Schnitt. Zusammengerechnet erhöhten Männer also ihre Gesamtarbeitszeit um eine Stunde, Frauen aber um vier Stunden.

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Archiv: Weltfrauentag, wie Frauen alles unter einen Hut bringen
Aus ECO vom 08.03.2021.
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SRF4 News, 20.05.2021, 10:00 Uhr;

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53 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Kunz  (CK124)
    Frauen mühen sich jedes Jahr weniger im Haushalt. Wär die alternative Lesung. Soweit eine positive Nachricht.
    Ob Parität überhaupt gewünscht wird; oder nur von einer Minderheit gefordert wird ist die andere Frage.
    Warum sollten beide beides zu 50% tun, wenn die Neigung dazu fehlt?
    Ich liebe meine Tochter, fand mein Glück aber nie so recht in der Kleinkindbetreung. Meine Frau ist einfach besser. Hab kein Problem mit Putzen, will meine Frau mehr, dann lass ich sie eben.
  • Kommentar von Claudia Beutler  (Claudia)
    Ich putze gerne und Kochen garnicht gern. Mein Partner putzt nicht gerne kocht aber dafür immer und nicht nur am Sonntag. Da wir beide arbeiten passt es wunderbare.
    Mein Vater hilft auch deutlich mehr, seit er in Rente ist.
    Auch ältere Männer sind noch lernfähig.
  • Kommentar von Beatrice Fiechter  (thea)
    Da ich annehme, dass in nicht wenigen Haushalten die gemeinsame Arbeitsaufteilung extern wie intern (Haushalt/Betreuung) ausgewogener geworden ist, schliesse ich daraus, dass es doch noch zu viele Haushalte gibt, wo interne Arbeitsaufteilung kaum ein Thema ist und somit auch die externe Arbeitsaufteilung. Das ist interessant, zumal den Frauen im Alter dadurch weniger Renten zukommen. Vielleicht sollte alles unter dem neutralen Gesichtspunkt angeschaut werden: Altersarmut Frauen verhindern!