Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Video SBB rüstet sich für die Hitzewelle abspielen. Laufzeit 01:36 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.07.2019.
Inhalt

Neue Strategie So rüstet sich die SBB für Hitzewellen

Die SBB stellt sich auf den Klimawandel ein. Massnahmen gegen heisse Gleise und schwitzende Passagiere sind geplant.

Als Ende Juni die Schweiz mächtig schwitzte, verbogen sich gleich auf mehreren Bahnstrecken die Gleise. Diese Woche steht die nächste Hitzewelle an. Gut möglich, dass dies wieder passiert.

Über die letzten zehn Jahre hinweg habe die Zahl der Gleisverwerfungen nicht zugenommen, sagt Stefan Sommer von der Fahrweg-Infrastruktur der SBB. Zwischen fünf und 15 Fälle seien es jährlich gewesen. Im laufenden Jahr seien nun die Zahlen mit der letzten Hitzewelle leicht gestiegen.

Gleise, die sich wegen der Hitze verbiegen, dürfte es in Zukunft auf dem Schweizer Bahnnetz also öfters geben, wenn die SBB nicht handelt. Genau dies will sie aber tun.

Mehr Mittel vom Bund für Unterhalt

Das A und O sei der Unterhalt der Gleise, sagt Sommer. Dieser Aspekt sei zwischen 2000 und 2010 etwas «stiefmütterlich» behandelt worden. Mit der aktuellen Leistungsvereinbarung mit dem Bund stünden nun aber wieder mehr Mittel zur Verfügung, und der Unterhalt könne wieder hochgefahren werden: «Gleise, die nicht mehr in einem ganz guten Zustand sind, können wieder optimiert werden», so Sommer.

SBB.
Legende: Hitzebedingte Gleisverwerfungen im Sommer gibt es seit Jahren. Doch nun akzentuiert sich die Lage. Keystone/Archiv.

Feldversuche sollen Möglichkeiten aufzeigen

Ausländische Bahnen und auch die Rhätische Bahn testen bereits, ob sich die Schienen weniger stark erhitzen, wenn sie weiss angemalt sind. Auch die SBB will nun einen solchen Test durchzuführen. Die Hitzewelle werde nun zu Feldversuchen genutzt, sagt Sommer. Verschiedene Gleise mit unterschiedlichen Farben würden weiss angemalt und dann die Wirkung gemessen.

Sind 28 Grad «kühl» genug?

Neben den heissen Gleisen machen den Bundesbahnen aber auch die hohen Temperaturen in den Zügen zu schaffen. Viele Kunden hätten reklamiert, sagt Linus Looser, Leiter Bahnproduktion. Denn die SBB kühlt die Waggons nur bis etwa 28 Grad herunter. Sie hält sich dabei an eine europäische Norm.

Diese Sollgrenze wolle man nun überdenken, sagt Looser und fügt an: «Gleichzeitig werden wir den erhöhten Energieaufwand auch unter ökologischen Gesichtspunkten prüfen.»

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

30 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Die Gleisarbeiter sind bei diesen Temperaturen nicht zu beneiden. Ein Dank an alle die grossartige Arbeit leisten. Zu hoffen bleibt, dass die SBB eine gute Lösung für die erhitzen und verbogenen Gleise findet. Sollte der Klimawandel jedes Jahr diese Hitzewellen bringen ist guter Rat von Nöten.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Die SBB kühlt die Waggons nur bis etwa 28 Grad herunter. Für längere Reise ist dies unerträglich. Noch vor einigen Jahren war es schön kühl und angenehm in den Wagons wenn es draussen heiss war. Ich würde also jetzt im Sommer bei dieser Aussenhitze und bei 28 Grad in den Wagons nicht mit der SBB reisen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Peter Müller  (PeRoMu)
    Und sollten die SBB nun mehr Geld in den Unterhalt der Gleisanlagen stecken, würde ich es begrüssen, dabei nicht immer nur Gruppen von Mitarbeitern rumstehen zu sehen mit den Händen in den Hosensäcken oder das Handy am Ohr ...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Norbert Zehner  (ZeN)
      P.Müller: Zum "Glück" residieren die weitverzweigten Bundesverwaltungen in Büro Häusern, so dass man von aussen nicht sehen kann, wie sie bequem zurückgelehnt den Tag in ihren Bürostühlen verbringen. Insbesondere diejenigen im UVEK, dem Gegenpart zu denjenigen, die bei Wind und Wetter draussen die Gleise richten und dabei natürlich immer zu langsam und zu teuer sind, einem Attribut, würde man das auf die Verwaltung anwenden, es an Majestätsbeleidigung grenzt.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen