Zum Inhalt springen

Header

Video
Unterschiedliche Entwicklung der Mietpreise
Aus 10vor10 vom 04.01.2019.
abspielen
Inhalt

Neue Zahlen zeigen Mietpreise sanken 2018 – aber nicht überall

Im Laufe des letzten Jahres sank die Angebotsmiete um 0,5 Prozent. Doch je nach Region ist es auch teurer geworden.

In der Nordwestschweiz und Ostschweiz legten die Mietpreise mit 0,2 Prozent leicht zu, im Grossraum Zürich um 0,7 Prozent, in der Zentralschweiz gar um 2,3 Prozent. Gemeint ist die Angebotsmiete, der Mietpreis für die auf dem Markt verfügbaren Wohnungen, innerhalb des Jahres 2018.

Im Tessin wurde sie um 1,3 Prozent günstiger, in der Genferseeregion um 1,4 Prozent. Erhoben wurden die Zahlen von Immoscout24 und dem Immobilienberatungsunternehmen IAZI.

Entwicklung Mietpreise

«Wenn ich ein Zentrum habe wie Bern, Zürich oder Basel und je näher ich dran bin, habe ich tiefe Leerwohnungsbestände und tendenziell auch keinen Druck auf die Mieten, dass die sinken», sagt Donato Scognamiglio, Geschäftsführer von IAZI. Anders sei es im Mittelland, wo viel gebaut worden ist. Dort gäbe es keinen Grund, dass die Mieten steigen.

Mieterverband fordert günstigere Mieten

Doch generell steigen die Mietpreise, wenn nicht nur die Neuvermietungen, sondern auch der Bestand an bisherigen Wohnungen betrachtet wird. Seit 2000 sind die Mietpreise laut Bundesamt für Statistik um 26 Prozent gestiegen.

Das ist auch der Grund, warum der Schweizerische Mieterverband günstigere Mieten fordert. «Die Mieten sind explodiert. Wenn sie jetzt weniger schnell explodieren, heisst das noch lange nicht, dass sie korrekt sind», so Vizepräsident Balthasar Glättli und Nationalrat (Grüne).

Glättli: «Man wohnt dort, wo der Job ist»

Die Mietpreise und das Mietrecht: Sie sind seit Jahren ein Politikum. Müssen die Mieten weiter nach unten oder soll der freie Markt spielen? Genau darauf zielt die Vermieter-Lobby ab. Diverse Vorstösse sind in Bern hängig: Sie wollen unter anderem die Schwelle für missbräuchliche Mietzinse senken und die Renditemöglichkeiten für Vermieter verbessern. Davon hält Balthasar Glättli nichts. Auch nicht davon, dass der Markt die Mietpreise regelt.

«Wenn der Markt das regeln würde, hätten wir diese Situation, diesen Notstand nicht, den wir heute haben», so Glättli weiter. Ausserdem könne der Markt den Mietpreis nicht regeln, da Wohnen ein essentielles Gut sei, jeder müsse wohnen. «Man wohnt dort, wo der Job ist – das ist auch aus ökologischen und raumplanerischen Gründen sinnvoll, wenn nicht alle quer durch die Schweiz pendeln.»

Ansprüche sind gestiegen

Hans Egloff, Präsident des Hauseigentümerverbandes Schweiz und SVP Nationalrat, nimmt in der SRF-Sendung «10vor10» ebenfalls Stellung: «Die Nachfrage nach höherer Qualität, zum Teil auch nach Luxus, ist relativ hoch», so Egloff. «Man will nicht auf genügend Wohnfläche verzichten. Der Wohnflächenverbrauch ist ständig gestiegen in den letzten Jahren, Jahrzehnten. Vor 30 Jahren waren es noch 25 Quadratmeter, heute sind es um die 40 Quadratmeter. Mehr Nachfrage bedeutet aber auch höhere Preise.»

Durchschnittliche Mietpreise Dezember 2018
Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

19 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Den Zusammenhang von institutionellen Investoren wie es die kapitalgebundene Altersvorsorge darstellt, sprich die unsäglichen Pensionskassen sollten wir dabei ins Visier nehmen. Diese Altersvorsorge versteht sich so: ich lege Geld für später auf die Seite, bezahle jetzt aber via deftigen Mehrmiete. Kapital muss ja gewinnbringend angelegt werden, auch das der PK's. Gleich zweimal werden alle PK-Vorsorger über den Tisch gezogen. Darauf versteht sich der neoliberale Kapitalismus....
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Fredy Kunz  (ennipS)
    Haben wir die AHV und die Pensionskassen erschaffen, damit wir die hohen Mieten bezahlen können?
    Dienen die Sozialkassen den Besitzenden um noch mehr Besitztum zu haben?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Halbherzigkeiten, worauf sich der Bundesrat dazumal hat hinbiegen lassen, entgegen dem Willen des sogenannten 'souveränen' Volkes eine altersichernde AHV zu schaffen, um stattdessen den Banken und Versicherungen mit ein PK-Modell zu zu dienen, haben einen Preis. Diesen Preis zahlen in der Logik des Kapitals nie die Verursacher, sondern immer alle anderen, Herr Kunz.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
    Die Schweizer werden Opfer von ihrer eigenen Gier! Jetzt wo es nicht mehr für alle Reicht, wacht er auf. Die oberen Zehntausend schauen schon dafür das sie Ihre Lämmer ins trockene bringen. An alle die wiederum die PFZ als Schuldigen suchen, wir haben 70000 freie Wohnungen in der Schweiz und vergessen wir nicht die Zehntausende leeren Büroräume. Doch das wollen wir so. Dank der Pensionskassen verschärft sich die Lage. Aber Lieber jammern. Und es wird noch heftiger werden, viel Spass!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Lukas Gubser  (Mastplast)
      Die 70'000 reiche höchstens für 2 Jahre danach muss wieder gebaut werden aber erzählen Sie weiterhin das Märchen die PFZ hätte nichts zu tun mit den Mieten! Ich habe Eigentum mir kanns egal sein.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen